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Standard-ETFs fast zum Nulltarif

Hausse ohne Ende. Im Juli liefen die US-Aktienmärkte nochmals zur Höchstform auf und setzten damit nun bereits im zehnten Jahr ihren kräftig Aufwärtstrend fort. Sowohl der Dow Jones Index als auch der S&P 500 Index erreichten neue Rekordstände. Anleger, die zu Beginn des Jahres mit einem ETF beispielsweise auf den Dow Jones gesetzt hatten, konnten sich zur Jahresmitte über einen Wertzuwachs von gut 16 Prozent freuen. Und noch etwas dürfte zur Freude beigetragen haben. Die Tatsache nämlich, dass die großen US Large Cap ETFs inzwischen fast kostenlos zu haben sind. Nach Angaben des Analysehauses Morningstar lagen die durchschnittlichen Gebühren für entsprechende ETFs zu Beginn des Jahres bei unter 0,2 Prozent.

Auch andere Standard-ETFs verlangen mittlerweile Gebühren, die kaum noch ins Gewicht fallen: Bei Large Caps Europa betragen die Kosten etwas über 0,2 Prozent, bei Large Caps Welt liegen sie bei 0,3 Prozent und bei Large Caps aus den Schwellenländern bei 0,4 Prozent. Noch billiger geht es nur in den USA. Dort legte der Vermögensverwalter Fidelity im vergangenen Jahr erstmal zwei Indexfonds auf, die gar keine Gebühren erheben. Angesichts niedriger Kosten und steigender Kurse scheinen Anleger mit der reinen Markrendite gegenwärtig bestens bedient zu sein.

Es mehren sich jedoch Zweifel, ob die Kursrallye an den Märkten so weitergehen kann. Zwar unterstützt die weiterhin lockere Geldpolitik der Notenbanken grundsätzlich die Aktienkurse. Allerdings hat die wirtschaftliche Dynamik weltweit fast überall nachgelassen, und die Märkte entwickeln sich unterschiedlich. Aktives Stock-Picking könnte vor diesem Hintergrund wieder wichtiger werden. Auch betrachten Privatanleger die Volatilität an den Märkten zunehmend als Gefahr für ihre Portfolios. Darauf hatte erst kürzlich die auf aktives Management spezialisierte Fondsgesellschaft Natixis Investment Managers in einer aktuellen Studie hingewiesen. Fast die Hälfte der in Deutschland befragten Anleger ist danach bereit, einen Aufschlag für aktives Management zu bezahlen, wenn sich damit die Volatilitätsrisiken begrenzen lassen. Eines machten die Befragten allerdings ebenfalls sehr deutlich: nämlich dass sie den Mehrpreis nur dann für gerechtfertigt halten, wenn aktive Manager auch tatsächlich aktiv handeln.

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