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ETFs in Krisenzeiten

Jahrelang schwamm die ETF-Branche auf einer von der Konkurrenz der aktiven Manager neidvoll beobachteten Welle des Erfolgs.Während das aktive Fondsmanagement seine Gebühren rechtfertigen musste, verzeichneten passive Anlageprodukte Jahr für Jahr rekordverdächtige Mittelzuflüsse

Die nächste große Krise, so die weitverbreitete Auffassung der Marktteilnehmer, werde die Schwächen der ETFs allerdings offenlegen. Vor allem zwei Annahmen standen im Vordergrund. Zum einen werde sich zeigen, dass Anleger mit ETFs den Weg nach unten weitgehend ungebremst mitmachen, also höhere Verluste als ihre aktiven Kollegen einfahren würden. Ein weiteres Argument: Durch ungesteuerten Abverkauf würden ETFs den Kurssturz in Krisenzeiten beschleunigen und damit verstärkend negativ wirken.

Der Blick auf das erste Quartal und den März als bisher zentralen Krisenmonat zeigt, dass die Erwartungen der ETF-Kritiker sich nicht wirklich erfüllt haben. Im Bereich deutscher Aktienfonds etwa bilden ETFs auf den DAX ganz und gar nicht das Performance-Schlusslicht. So erzielte zum Beispiel der DAX-ETF von Amundi in den ersten drei Monaten einen Wertverlust von 25 Prozent. Besser lief es für den aktiv gemanagten UBAM Dr. Ehrhardt German Equities. Der Fonds, der überwiegend auf substanzstarke Blue Chips setzt und Small und Mid Caps beimischt, verlor im gleichen Zeitraum lediglich 16,6 Prozent. Der ähnlich aufgestellte DWS Invest German Equities verlor hingegen 29,7 Prozent. Auch der MEAG ProInvest A schnitt mit einem Wertverlust von 26,15 Prozent schlechter ab als das passive Produkt von Amundi. Diese Stichprobe für den deutschen Aktienmarkt lässt vermuten, dass aktiv gemanagte Aktienfonds wohl nicht pauschal als Fonds mit einem größeren Abwärtspotential in Krisenzeiten angesehen werden können.

Auch in Sachen Krisenverstärkung fielen ETFs nicht aus dem Rahmen. Nach Angaben der französischen Asset Management Gesellschaft Lyxor zogen Anleger im März 128,7 Milliarden Euro aus in Europa domizilierten Rentenfonds ab. Lediglich 13,6 Milliarden davon betrafen ETFs. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Aktienfonds. Hier beliefen sich die Mittelabflüsse im März auf 53 Milliarden Euro. Davon waren 13 Milliarden entsprechenden ETFs zuzuordnen. Diese Zahlen geben Grund zur Annahme, dass auch etliche aktiv gemanagte Aktienfonds sich in der Krise, ohne auf einzelne Titel, Branchen und Regionen zu achten, panikartig und flächendeckend von Wertpapieren trennten.

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