ETF-News

Klimaschutz-ETFs im Vorwärtsgang

Klimaschutzfonds, die sich an den Zielen des Pariser Klimavertrages ausrichten, sind eine recht junge Assetklasse. Das gilt auch für entsprechende ETFs. Keines der passiven Investmentprodukte weist gegenwärtig einen Track-Record von fünf Jahren aus. Das ist nicht weiter verwunderlich. Wurde das Pariser Klimaschutzabkommen doch erst im Dezember 2015 geschlossen

Den Startschuss gab im April 2017 die Fondsgesellschaft Amundi mit ihrem weltweit ausgerichteten MSCI Global Climate Change. Zwei Monate später folgte der BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF. Mit einem Fondsvolumen von rund 840 Millionen Euro ist er heute der größte Klimaschutz-ETF am europäischen Markt.

Inzwischen sind ein gutes Dutzend ähnlicher ETFs hinzugekommen. Zusammen verwalten sie heute ein Vermögen von über 2,5 Milliarden Euro. Allein im vergangen Jahr drängten etliche neue Klimaschutz-ETFs auf den Markt, darunter Produkte von Deka Investments, Lyxor, Franklin Templeton oder JP Morgan. Einen nicht geringen Anteil an dieser Welle hatte die Politik. So wurden als Ergebnis des EU Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums zwei offizielle Nachhaltigkeitsindizes entwickelt. Zum einen die EU Climate Transition Benchmark (EU CTB) sowie zum anderen die EU Paris-Aligned Benchmark (EU PAB). Beide gelten als Referenz und transparenter Orientierungsrahmen für Anleger, die mit ihrem Geld den Umbau hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft unterstützen möchten.

Die Benchmarks sind zwar unterschiedlich streng konzipiert. So müssen beispielsweise die im Klimaindex EU PAB enthaltenen Unternehmen im Vergleich zum investierbaren Universum mindestens 50 Prozent weniger CO2-Belastung aufweisen. Bei der Climate Transition Benchmark sind es 30 Prozent weniger. Bei allen Unterschieden ermöglichen sie jedoch das, worauf es Investoren in diesem jungen Segment am meisten ankommt, nämlich Transparenz. Sie schaffen damit die Voraussetzung dafür, dringend benötigtes Privatkapital zur Bekämpfung des Klimawandels zu allokieren.

Die Bedingungen für Investoren, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen, haben sich also deutlich verbessert.
Es kann daher mit einiger Gewissheit davon ausgegangen werden, dass künftig weiteres und mehr Geld in Klimaschutzfonds fließen wird. Ein Großteil davon dürfte sich in entsprechenden ETFs wiederfinden, weil diese insbesondere institutionellen Investoren einen unproblematischen und kostengünstigen Zugang zu dieser Assetklasse bieten. Aber auch von Seiten der Privatanleger dürfte das Interesse zunehmen.

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