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Privatanleger entdecken ETFs

Der Markt für ETFs ist in Deutschland traditionell durch die Nachfrage institutioneller Investoren geprägt. Inzwischen interessieren sich zunehmend auch Privatanleger für die passiven Investmentprodukte. Zwei Umfragen aus dem Sommer lassen aufhorchen. Zum einen die monatlich vom Branchendienst extraETF durchgeführte Befragung zum ETF-Nutzerverhalten von Privatanlegern, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Direktbanken entsteht. Demnach betrug das bei den teilnehmenden Banken in ETFs investierte Volumen Ende Juli dieses Jahres 25,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahresende 2018 stieg es um 6,6 Milliarden Euro oder 35 Prozent. Ebenfalls im Sommer befragte die European Bank for Financial Services (ebase) in Deutschland 1.000 Privatanleger zur Akzeptanz von ETFs. Das Ergebnis: Die Mehrheit der Studienteilnehmer will künftig verstärkt in ETFs investieren. „Die Befragten gehen davon aus, dass ETFs in fünf Jahren rund die Hälfte ihrer Fondsanlagen ausmachen werden“, resümiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. Als Ziele von ETF-Investments wurden in erster Linie der langfristige Vermögensaufbau, die Altersvorsorge und die Suche nach einer Alternative zum gegenwärtigen Zinstief genannt.

Vor diesem Hintergrund scheinen Fondsgesellschaften und deren Vertriebspartner den Privatanleger nun stärker in den Fokus nehmen zu wollen. Erste Anzeichen dafür sind bereits erkennbar. So bemühen sich gegenwärtig Postbank und BlackRock, den ETF-Absatz durch besondere Rabattaktionen zu steigern. Bis zum Ende des Jahres können Kunden der Postbank zu einer vergünstigten Orderprovision von 4,95 Euro pro Transaktion 50 besonders beliebte börsengehandelte Indexfonds von iShares online kaufen. Üblicherweise liegen die Gebühren je nach Ordervolumen zwischen 9,95 und 49,95 Euro.

Aus Sicht von BlackRock ist die Charmeoffensive nur folgerichtig. Bereits vor einem Jahr zeigte sich Stephen Cohen, der unter anderem für das deutsche ETF-Geschäft von BlackRock verantwortlich ist, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ überzeugt: „Privatanleger werden ähnlich wie in den USA für den nächsten großen Schub sorgen“. Zur gleichen Einschätzung gelangt auch Sebastian Külps. Der Deutschland-Chef von Vanguard will sich daher hierzulande stärker auf Privatanleger und deren Berater konzentrieren.

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