Keine Angst vor Anleihenknappheit
Seit die Europäische Zentralbank begonnen hat, Staatsanleihen zu kaufen, bewegt die Rentenmärkte ein Thema: Ist der Markt ausreichend liquide, dass die EZB ihre Bilanzsumme wie geplant um 60 Mrd Euro pro Monat ausweiten kann?
Und was passiert, wenn das Angebot austrocknet, da beispielsweise Pensionskassen sich von ihren Beständen nicht trennen? Werden dann die Kriterien aufgeweicht und andere Wertpapiere gekauft? Wer ein gutes Gedächtnis hat, der kennt die Thematik bereits. Als die Clinton-Administration in den USA mehrere Jahre Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet hat, wurde spekuliert, dass eine Knappheit an US-Staatsanleihen zu Verwerfungen an den Rentenmärkten führen könnte. Dazu war es dann nie gekommen, da steigende Staatsdefizite schon bald wieder zu höherer Emissionstätigkeit geführt hatten.

































