Investmentfonds

Aktienmarkt: Neue Chancen nach dem China-Beben

Angesichts schlechter Nachrichten aus China reagieren Marktteilnehmer panisch, und die Aktienkurse fallen.

Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, erklärt, warum er die Ängste für übertrieben hält – und was Aktienanleger jetzt tun können.

Herr Dr. Stephan, im August hat China die Aktienmärkte erschüttert. Was ist da passiert?

Stephan: Aus China kamen ungünstige Wirtschaftsdaten, zum Beispiel rückläufige Exportzahlen und ein schwacher Einkaufsmanagerindex für die Industrie. Als die chinesische Regierung dann die Währung, den Renminbi, um mehrere Prozent abwerten ließ, wurde dies als Hinweis auf einen drohenden Konjunktureinbruch verstanden. Stützungsmaßnahmen aus Peking kamen nicht so schnell wie erhofft, und schließlich hat die Angst, China könnte die Welt in eine Wirtschaftskrise ziehen, die Marktteilnehmer panisch reagieren lassen. Alles mit einem Hauch von Risiko wurde verkauft.

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Investmentfonds

„Strategisches Handeln der US-Fed ist dringend geboten“

Die Federal Reserve hat sehr gute Gründe, vor dem Jahresende 2015 die Leitzinsen anzuheben:

  • in den USA herrscht Vollbeschäftigung
  • die Lage auf dem Immobilienmarkt ist gut
  • das Konsumklima befindet sich auf dem höchsten Niveau seit langem.

„In diesem Zusammenhang ergibt es keinen Sinn, die Nullzinspolitik noch lange beizubehalten. Erfahrungsgemäß dauert es etwa 12 bis 18 Monate, bis sich geldpolitische Maßnahmen auf die Realwirtschaft auswirken. Aus diesem Grund wäre es unseres Erachtens sogar ein Risiko, zu lange mit Zinserhöhungsschritten zu warten. Denn die Fed muss wachsenden Lohn-Preisdruck antizipieren und sich rechtzeitig Handlungsspielraum verschaffen, bevor der Konjunkturzyklus zu weit fortgeschritten ist.

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Herbstgewitter an den Kapitalmärkten – Ende des Bullenmarkt oder nur kräftige Korrektur?

Wo Anleger an den Aktien- und Rentenmärkten noch Geld verdienen können

  • Beim DAX keine Spur von Bärenmarkt, Korrektur dürfte aber noch etwas anhalten
  • Amerikanische Aktienmärkte möglicherweise erst am Anfang einer Bereinigung
  • China sehr attraktiv für langfristige Aktienanleger
  • Antizyklische Chancen bei Aktien und Anleihen aus dem Energie- und Rohstoffbereich
  • Cash-Quote beim Rentenfonds StarCapital Argos mit 40 Prozent so hoch wie nie

Seit seinem Hoch am 10. April hat der Deutsche Aktienindex (DAX) mehr als 2000 Punkte verloren, gut die Hälfte davon allein im August. Auch an der Wallstreet, in Japan und an den anderen etablierten Börsen gab es einen Rutsch nach unten und die Aufwärtstrends sind damit kaputt.

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Opinion Leaders

Führungskräfte der Investment- und Versicherungsindustrie geben zu wichtigen Trends und Marktentwicklungen ihre Meinung und Einschätzung ab und werden zum Opinion Leader.

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Ist den Chinesen die Vernunft abhanden gekommen?

Das Thema China war zuletzt stark in den Medien vertreten: Das Wachstum scheint sich weiter abzuschwächen, der Aktienmarkt kollabiert und vor kurzem haben die Chinesen einen neuen Modus zur Wechselkursfestlegung eingeführt. Die Verwirrung ist komplett.

Der Mangel an Vertrauen in die chinesische Regierung und deren Fähigkeit, die Wirtschaft und die chinesischen Finanzmärkte zu lenken, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Titelseite des Economist machte auf mit „The Great Fall of China” während viele andere Medien wie die Financial Times von der verspielten Glaubwürdigkeit der chinesischen Regierung schrieben. Eine Frage steht im Raum. Haben die Chinesen die Kontrolle verloren? Ist ihnen die Vernunft abhanden gekommen? Die kurze Antwort lautet: nein.

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Markt für Luxusgüter wächst langfristig weiter


  • Investoren sollten sich auf starke Markenanbieter mit globaler Präsenz fokussieren
  • Eine wachsende Mittelschicht und weitere Einkommenszuwächse treiben weltweite Nachfrage
  • E-Commerce gewinnt auch für Luxusbranche an Bedeutung

Die weltweite Nachfrage nach Luxusgütern wird langfristig weiter wachsen. Wichtige Treiber bleiben die wachsende Mittelschicht und somit die steigenden Einkommen breiter Bevölkerungsschichten vor allem in den Emerging Markets. Auf die Abwertung des Renminbi und aktuelle Wirtschaftsdaten aus China haben Luxusaktien zwar negativ reagiert. Die Aktien von Herstellern hochwertiger Güter im Premiummarkensegment – beispielsweise Schmuck und Uhren, Mode und Kosmetik sowie Automobile – bleiben allerdings dauerhaft attraktiv. Zu dieser Einschätzung kommen Scilla Huang Sun und Andrea Gerst, die Fondsmanagerinnen des JB Luxury Brands Fund.

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Guided Content

Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.

Die Ausgaben im Überblick

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Dritte Deflationswelle seit 2008 hat Märkte im Griff

  • Krise der Schwellenländer hat stärkere Auswirkungen auf Weltwirtschaft als früher
  • Fed und andere Notenbanken sollten im deflationären Umfeld mit Zinserhöhungen warten
  • In dieser Situation sind Aktien mit hohen Cashflows und nachhaltigen Dividenden empfehlenswert

„Die globale Wirtschaft steht innerhalb nur eines Jahrzehnts vor der dritten Welle einer Deflation. Die beiden ersten Wellen hatten ihren Ursprung in den Industriestaaten: Zunächst die von den USA ausgehende Immobilien- und Finanzkrise 2008/2009 und dann 2011/2012 das drohende Auseinanderbrechen der Eurozone.

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Die Masse kann sich irren – jederzeit!

Auf Champagner-Stimmung folgt der Katzenjammer, so könnte kurz und prägnant der bisherige Verlauf des Börsenjahres 2015 beschrieben werden. Wie aber lässt sich trotzdem erfolgreich mit den Märkten umgehen? Langfristiger und nachhaltiger Erfolg lässt sich nur erzielen, wenn Verluste minimiert werden!

Im ersten Quartal 2015 gelang dem Dax das besondere Kunststück ohne größere Rückschläge 22,03 Prozent zuzulegen. Der Anleger muss sehr lange in der Historie suchen, um eine ähnlich beeindruckende Zahl zu finden. Fündig wird er im Sommer 2003, damals legte der Dax 32,87 Prozent im zweiten Quartal des Jahres zu. Die Ausgangslage von damals ist mit heute nicht zu vergleichen. Im zweiten Quartal 2003 endete eine lange Baisse, die durch die Internetblase ausgelöst wurde.

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Chinas Handeln verdient Anerkennung

Der noch in diesem Monat anstehende USA-Besuch von Chinas Präsident Xi Jinping findet – politisch gesehen – zu einem heiklen Zeitpunkt statt.

Denn es sind die politischen Entscheidungen der Pekinger Regierung, die als wesentliche Faktoren der anhaltenden Volatilität an Chinas Märkten gelten. Inzwischen hat diese Unruhe auf die gesamte Weltwirtschaft übergegriffen. Jedoch verdient China unserer Ansicht nach für seine jüngsten Maßnahmen weniger Vorwürfe, sondern auch Anerkennung.

Es wird oft vergessen, dass das Reich der Mitte versucht, den Übergang zu einer offeneren Wirtschaft einzuleiten. Bei so einem Prozess sind zwei Faktoren unabwendbar: Marktvolatilität und extrem schwierige politische Entscheidungen, von denen viele kurzfristig getroffen werden müssen.

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