Wirtschaft

Stimmung deutscher Manager in China bleibt verhalten

ZEW-PwC-Wirtschaftsbarometer China: Die Konjunkturerwartungen deutscher Führungskräfte in China bleiben verhalten

  • Höherer Absatz und steigende Produktion für deutsche Unternehmen erwartet
  • Private Ausgaben wichtigste Wachstumsstütze
  • Erwartungen an den neuen Fünfjahresplan überwiegend positiv
  • Größter Reformbedarf bei Rechtssicherheit, Umweltschutz und Marktzugang

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Investmentfonds

„Sorge um China übertrieben – Anleihemarkt hat sich positiv entwickelt“

2015 war für die Emerging Markets und die Assetklasse „Emerging Market Debt“ (EMD) ein schwieriges Jahr.

Vor allem die dramatische Abwertung der EM-Währungen gegenüber dem US-Dollar belastete die Renditen. Doch trotz all der negativen Schlagzeilen warfen Hard-Currency-Anleihen (HC) – sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen – leicht positive Renditen ab.

Natürlich werden die Risiken im EM-Universum auch noch weiterhin bestehen bleiben. Anhaltende Schwäche an den Rohstoffmärkten, eine unerwartet ausgeprägte Wachstumsschwäche in China, eine ungeordnete Abwertung der chinesischen Währung, unerwartet schwaches Wachstum in den USA, geldpolitische Fehlentscheidungen der Fed und eine überraschend hohe Zahl an Firmenpleiten sind meiner Meinung nach die größten Risiken.

Wie in der ersten Woche dieses Jahres zu beobachten war, sorgen sich die Märkte immer noch um die konjunkturelle Entwicklung in China. Das erscheint mir etwas übertrieben. In den kommenden Monaten dürfte sich der Yuan berechenbarer entwickeln. Je stärker Chinas Geldpolitik von der der USA divergiert, desto mehr wird der Yuan gegenüber dem US-Dollar an Boden verlieren. Doch China wird sich nicht auf einen Währungskrieg einlassen, um seine Exporte anzukurbeln. Ein solcher Schritt wäre nicht im Sinne seiner Politik des Wandels hin zu einer stärker auf Konsum und Dienstleistungen ausgerichteten Volkswirtschaft, weg vom aktuellen investitions- und exportgestützten Modell. Auch das Wachstum wird weiter zurückgehen und sich auf einem niedrigeren – wenn auch vergleichsweise sehr gutem Niveau – einpendeln. Das ist typisch für den Reifungsprozess einer Wirtschaft.

Wenn auch das Gegenteil naheliegend ist, so hat sich der chinesische Anleihemarkt im vergangenen Jahr außerordentlich positiv entwickelt. Das könnte sich 2016 fortsetzen. Grund sind vor allem die attraktiven technischen Marktfaktoren, da aufgrund der gewandelten Erwartungen von einer Währungsauf- zu einer Währungsabwertung jetzt bei einem geringeren Angebot eine höhere Nachfrage nach US-Dollar besteht. Der gesamte asiatische Raum gilt bei Anlegern als sicherer Hafen. Das liegt an der vergleichsweise geringen Sensitivität gegenüber der Rohstoffpreisentwicklung sowie an der relativen politischen Stabilität.

Momentan ziehen wir Hartwährungsanleihen Lokalwährungsanleihen vor. Im HC-Segment setzen wir vorzugsweise auf Staatsanleihen gegenüber Unternehmensanleihen. Trotz des schwierigen Umfelds rangieren die erwarteten Renditen für 2016 vom niedrigen einstelligen Bereich für EMD-Lokalwährungsanleihen und asiatische Hard-Currency-Anleihen bis hin zu 6 Prozent oder sogar mehr für EMD HC, EM-Unternehmensanleihen und asiatische Hochzinsanleihen.

 

Von Marcelo Assalin, Head of Emerging Market Debt bei NN Investment Partners, Den Haag

Investmentfonds

„Grünen Anleihen steht ein Boom bevor“

Chancen sowohl für Emittenten als auch Investoren bei dem noch jungen Finanzierungsinstrument.

Wollen die weltweiten Länder die auf dem Klimagipfel in Paris beschlossenen Minderungsziele für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) erreichen, müssen deren Regierungen in den kommenden Jahren verstärkt auf umweltfreundliche Technologien setzen.

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Investmentfonds

Blackrock holt sich Friedrich Merz als Aufsichtsratschef

Laut Medienberichten solle Friedrich Merz bei Blackrock Deutschland Vorsitzender des Aufsichtsrats werden.

Der ehemalige CDU-Spitzenpolitiker werde bei der Deutschlandtochter des amerikanischen Vermögensverwalters Blackrock starten, sobald die Finanzaufsicht Bafin den Wechsel genehmigt habe, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise.

ETF / Zertifikate

Société Générale emittiert Partizipations-Zertifikat auf den Japanese Tourist Basket 01/2019

Der japanische Tourismus hat ein Rekordniveau erreicht, 2014 besuchten 13,41 Millionen Menschen das Land (plus 29,4% gegenüber 2013), so eine Analyse der Société Générale.

Basierend auf dem im Dezember 2006 ratifizierten „Tourism Nation Promotion Basic Plan“, der Gründung der Japan Tourism Agency 2008 und dem Tourismus-plan vom März 2012 hat Ministerpräsident Shinzo Abe als Teil der „Abenomics“-Strategie die Förderung ausländischer Besucherzahlen festgeschrieben, um die japa-nische Wirtschaft zu stärken. Ziel ist es, die Zahl der ausländischen Touristen auf 20 Millionen bis zum Jahr 2020 und 30 Millionen bis zum Jahr 2030 zu erhöhen (Rugby-Weltmeisterschaft 2019 sowie Olympische Spiele/Paralympische Spiele 2020). Darüber hinaus wird die Regierung verschiedene Marketing-Maßnahmen umsetzen, um Japan, seine Produkte und Kultur für Ausländer zu promoten. Hauptziel ist, den Wert der und das Bewusstsein für die Marke „Japan“ zu erhöhen. Eine dieser Maßnahmen ist das „Cool Japan“-Projekt, um die Zahl der Touristen und die Menge der in Übersee außer-halb Japans konsumierten japanischen Waren zu erhöhen. Zudem sollen auch Unter-nehmen vor allem in den Bereichen Mode und Medien unterstützt werden, um Japan weltweit über das Projekt „Cool Japan“ zu fördern.

Wer auf die positive Entwicklung des Tourismus auf die japanische Wirtschaft setzen möchte, für den könnte das neue Partizipations-Zertifikat auf den Japanese Tourist Basket 01/2019 (SG6C9A) interessant sein. „Mit dem neuen Partizipations-Zertifikat auf den Japanese Tourist Basket 01/2019, welches bereits währungsgesichert ist, können Anleger direkt proportional von Aktien, die von einem zunehmenden Tourismus in Japan profitieren, an der Wertentwicklung der im Basket zusammengefassten Aktien partizipieren“, erklärt Peter Bösenberg, Director und Head of Cross Asset Distribution Germany & Austria bei der Société Générale.

Partizipations-Zertifikate eignen sich für Anleger, die an der Entwicklung eines bestimmten Marktes, Segmentes oder Einzelwertes partizipieren wollen. Anleger nehmen proportional an der Wertentwicklung des jeweiligen Basiswertes teil. Die Struktur ist sehr einfach und die Preistransparenz daher hoch: Aufgrund der direkten Partizipationsstruktur kann der Anleger leicht nachvollziehen, wie viel sein Investment zu einem gegebenen Zeitpunkt wert ist. Er muss lediglich den aktuellen Kurs des Basiswerts mit dem Bezugsverhältnis multiplizieren. Bei nicht währungsgesicherten Partizipations-Zertifikaten auf Basiswerte, die nicht in Euro notieren, muss die Wertentwicklung des Zertifikates zusätzlich um den Wechselkurs bereinigt werden, bei währungsgesicherten Produkten hingegen die aufgelaufene Gebühr für die Währungssicherung („Quanto-Gebühr“) noch abgezogen werden. Bei einer negativen Entwicklung des Basiswertes besteht ein Totalverlustrisiko. Zusätzlich kann eine Managementgebühr an-fallen, welche der Emittent für im Rahmen der Indexabbildung entstehende Kosten erhebt.

Im neuen Japanese Tourist Basket 01/2019 sind folgende 17 Unternehmen vertreten (Stand: 4.1.2016, ihr anfänglicher prozentualer Anteil im Basket in Klammern): Central Japan Railway Co (15,18%), Canon Inc (15,04%), Panasonic Corp (14,32%), Fast Retailing Co Ltd (11,16%), Japan Airlines Co Ltd (6,98%), Oriental Land Co Ltd (6,92%), Shiseido Co Ltd (5,39%), ANA Holdings Inc (5,30%), Isetan Mitsukoshi Holding Ltd (2,98%), Seibu Holdings Inc (2,67%), Bic Camera Inc (2,10%), Keisei Electric Railway Co Ltd (2,06%), Takashimaya Co Ltd (2,04%), Citizen Holdings Co Ltd (2,04%), Yamada Denki Co Ltd (1,97%), Japan Air-port Terminal Co Ltd (1,97%) sowie Laox Co Ltd (1,89%).

Wirtschaft

Gabriel: Digitalisierung gelingt nur mit IT-Sicherheit

Jedes 2. Unternehmen wurde in den letzten beiden Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Datendiebstahl oder Sabotage, geschätzter Schaden: 50 Mrd. pro Jahr.

Gerade Mittelständler sind noch nicht ausreichend gegen Gefahren aus dem Netz geschützt. Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie ist daher heute mit Unternehmen, Verbänden, Wissenschaftlern und betroffenen Ressorts zum IT-Sicherheitsforum zusammen gekommen, um konkrete Ansätze für mehr IT-Sicherheit in der deutschen Wirtschaft zu benennen. Im Fokus stehen die Optimierung des Ordnungsrahmens und die Stärkung der nationalen und europäischen IT-Sicherheitswirtschaft.

Bundesminister Gabriel: „Eine erfolgreiche Digitalisierung gelingt nur mit IT-Sicherheit und diese geht uns alle an. Ohne vertrauenswürdige IT-Strukturen laufen wir Gefahr, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Deshalb wollen wir die IT-Sicherheit nachhaltig und effektiv stärken. Unsere Initiative „IT Sicherheit in der Wirtschaft“ unterstützt gerade kleine und mittlere Unternehmen dabei. Diese werden wir in Zukunft weiter ausbauen.“

Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik: „Mit dem IT-Sicherheitsgesetz haben wir einen ersten bedeutenden Meilenstein umgesetzt. Das ist ein wichtiger Beitrag, damit die IT-Systeme und digitalen Infrastrukturen Deutschlands künftig zu den sichersten weltweit gehören. Als nächsten Schritt werden wir die Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung weiterentwickeln.“

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