Bedürfnis nach Klarheit
Umfrage des Galileo. Instituts in Köln: Führungsherausforderungen 2015
Die Komplexität der Aufgaben steigt, Planbarkeit wird immer schwieriger und es fehlt an fähigen Mitarbeitern.
Umfrage des Galileo. Instituts in Köln: Führungsherausforderungen 2015
Die Komplexität der Aufgaben steigt, Planbarkeit wird immer schwieriger und es fehlt an fähigen Mitarbeitern.
Die Fidor Bank AG erweitert ihren Vorstand zum 1. Februar 2016.
Mit Wolfgang Strobel verstärkt ein erfahrener Finanzexperte das Management-Team der Fidor Bank AG beim weiteren Ausbau der Geschäftsstrategie auf nationaler und internationaler Ebene.
Mehrere PROJECT Immobilienentwicklungsfonds, darunter die aktuell in Platzierung befindlichen Alternativen Investmentfonds (AIF) Wohnen 14 und 15, haben in die Münchener Wohnimmobilienentwicklung Brodersenstraße 26 investiert.
In den vergangenen Monaten war in vielen Schwellenländern ein starker Anstieg bei der Emission von Quasi-Staatsanleihen in US-Dollar und anderen Hartwährungen zu beobachten.
Über 800 Milliarden US-Dollar sollen inzwischen in dem Segment staatsnaher Anleihen eingesammelt worden sein. Diese werden typischerweise von Unternehmen emittiert, bei denen der Staat über 50 Prozent der Anteile hält beziehungsweise mehr als 50 Prozent der Stimmrechte besitzt, und sie beinhalten zumeist implizite staatliche Garantien. Die Zunahme der Verschuldung im Rahmen von Quasi-Staatsanleihen der Emerging Markets halten 74 Prozent der deutschen Investment Professionals für problematisch (53,8 Prozent) oder sehr problematisch (20,2 Prozent). Rund ein Viertel der Befragten (25,9 Prozent) hält diese Entwicklung für weniger oder nicht problematisch – so die Ergebnisse der aktuellen DVFA Freitagsfrage.
In den zurückliegenden Schwellenländer-Krisen sind die Regierungen bei drohenden Zahlungsausfällen von Quasi-Staatsanleihen zumeist eingeschritten. Vor dem Hintergrund der angestiegenen Emission und der Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten rechnen 94,2 Prozent der Experten in Zukunft jedoch mit mehr Problemen und Ausfällen bei staatsnahen Anleihen – 69,2 Prozent in moderatem Umfang, 25 Prozent in deutlichem Umfang. Nur 5,8 Prozent der Befragten gehen nicht von einer solchen Entwicklung aus.
„Auch wenn die starken Mittelabflüsse der vergangenen Monate aus den Schwellenländern fundamental nur teilweise zu rechtfertigen sind, muss die zunehmende Verschuldung im Rahmen von staatsnahen Anleihen beobachtet werden“, erläutert Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA e.V. „Für Investoren bedeutet dies, bei der Analyse von Quasi-Staatsanleihen und deren Emittenten zukünftig noch genauer hinzuschauen“, so Frank.
Ein Traumstart sieht anders aus: Das neue Jahr begann mit einem Mini-Crash.
Der Grund für die Kursstürze an den Börsen weltweit lag erneut in China, wo die Veröffentlichung schwacher Industriedaten den Aktienmarkt in Shanghai einbrechen ließ. Der DAX verlor einen Großteil seiner Vorjahresgewinne, und auch in New York war die Stimmung unter den Anlegern gedrückt. Steven Bell, Chef-Ökonom bei BMO Global Asset Management, beeindruckt das nicht. „Trotz eines schlechten Auftakts dürfte China die Pessimisten 2016 überraschen“, sagt er. Im Interview erläutert Bell seine Sicht auf die Entwicklung der Finanzmärkte 2016.
Herr Bell, was stimmt Sie hinsichtlich China so optimistisch?
Steven Bell: Sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Sachanlageninvestitionen in China haben sich deutlich von der ausgeprägten Schwächephase Mitte des Jahres 2015 erholt. Diese Entwicklung spiegelt die umfassenden geldpolitischen Anreize wider, deren Auswirkungen 2016 noch deutlicher spürbar sein werden als bisher. Keine Frage, China steht vor bedeutenden wirtschaftlichen Herausforderungen: Die Trendwachstumsrate ist zurückgegangen, die Ein-Kind-Politik hat zu einer erheblichen Alterung der Beschäftigten geführt, und es kam zu einem beunruhigenden Zuwachs der Kredite, von denen der Großteil in verlustbringende staatliche Unternehmen sowie in eine exzessive Immobilienentwicklung in Sekundär- und Tertiärstädten geflossen ist. Diese Probleme sind jedoch hinlänglich bekannt. Und da die meisten Prognosen pessimistisch ausfallen, rechnen wir damit, dass Chinas Konjunkturdaten in 2016 viele Marktbeobachter positiv überraschen werden.
Und wenn Sie auf den Rest der Welt schauen?
Bell: Einkaufsmanagerindizes sind die besten Echtzeit-Konjunkturindikatoren, und die weisen darauf hin, dass die Weltwirtschaft langsam an Fahrt gewinnt. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sorgt für erhebliche Impulse in Europa. Die Zeit des fiskalpolitischen Sparkurses ist vorüber, und die negativen Auswirkungen der Krise in der Eurozone schwächen sich ab. Die US-Wirtschaft dürfte nach wie vor langsam, aber stetig wachsen: Die Lage der Verbraucher in den USA ist gut, die Fiskalpolitik ist expansiv, und der Wohnungsmarkt gewinnt an Fahrt. Die Zinserhöhung der Fed und die Stärke des US-Dollar sorgen zwar für Gegenwind, die zugrunde liegenden Fundamentaldaten in den USA bleiben jedoch weiterhin positiv. Die Schwellenmärkte außerhalb Chinas stehen weiterhin vor Herausforderungen. Allerdings weist die Arithmetik darauf hin, dass das weltweite BIP im Jahr 2016 um fast 3 Prozent wachsen wird.
Die Schwächephasen im verarbeitenden Gewerbe beunruhigen Sie nicht?
Bell: Eine solch breite Kluft zwischen dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor ist außerhalb von Rezessionsphasen in der Tat überaus selten zu beobachten. Auch wir sind zugegebenermaßen von diesem Phänomen verblüfft. Jedoch sind wir der Ansicht, dass die Erklärung hierfür in China zu finden ist, denn hier führte die Kombination aus einer deutlichen Wachstumsverlangsamung und einem Anstieg in der Wertschöpfungskette zu einer Verlagerung der Produktion ins Ausland.
Im vergangenen Jahr um diese Zeit begann die Talfahrt der Rohstoffpreise. Was erwartet hier die Anleger dieses Jahr?
Bell: Ein ordentliches globales Wachstum, ein Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe und niedrige Preise werden die Nachfrage nach Rohstoffen erheblich steigern. Wenn sich das Angebot schließlich langsam verringert, werden die Rohstoffpreise deutlich anziehen. Insbesondere Eisenerz wirkt überverkauft, Öl ist derzeit jedoch so entscheidend wie alle anderen Rohstoffe zusammengenommen, und auch hier steigt die Nachfrage, während nun ein Rückgang des Angebots einsetzt. Ein Problem ist es jedoch, dass die Ölvorratsbestände überaus hoch sind und die Preise vor einer Erholung zunächst noch einmal weiter fallen könnten. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass der Ölpreis in einem Jahr bei rund 60 US-Dollar pro Barrel liegen wird.
Profitieren die Aktienmärkte von dieser Entwicklung?
Bell: Seit Anfang 2013 eilen die Aktienkurse den Gewinnen voraus. Dies schien sinnvoll, da zahlreiche Krisen zunehmend in den Hintergrund rückten, während die Geldpolitik in Europa und Japan gelockert und in den USA an der expansiven Politik festgehalten wurde. Allerdings ist eine weitere Aufwertung unwahrscheinlich. Die Bruttogewinne in den USA haben ihren Höhepunkt schon überschritten. Das spiegelt zwar zum Teil die Stärke des Dollars wider, ist jedoch in dieser Phase des Zyklus, in der die Gehälter tendenziell steigen und die Unternehmen Investitionen für eine Kapazitätsausweitung tätigen müssen, auch üblich. Im Gegensatz dazu ist der Zyklus in Europa noch nicht so weit fortgeschritten und die Währung bringt positive Auswirkungen mit sich. Am japanischen Arbeitsmarkt herrscht eine geringe Überkapazität, wobei jedoch der stärkere Fokus auf dem Shareholder-Value einen bedeutenden Pluspunkt darstellt. Japan zählte zu den wenigen Märkten, die im Jahr 2015 mit ihren Gewinnen positiv überraschen konnten – ein Trend, der sich unserer Ansicht nach fortsetzen wird.
Kommen wir zurück zu China: Bieten sich hier Chancen für Anleger nach dem Crash?
Bell: Trotz des schlechten Jahresauftakts könnten die H-Aktienmärkte Chinas im Jahr 2016 die besten Ergebnisse erzielen. Wir haben bereits auf den Konjunkturaufschwung hingewiesen. Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass sich dieser Aufschwung durch Gewinne im Industriesektor niederschlägt. Diese konnten Ende 2015 gegenüber dem Vergleichszeitraum einen massiven Zuwachs verzeichnen. Ausländische Verkäufe führten zu einer Untergewichtung und der Offshore-H-Aktienmarkt weist gegenüber dem Festland-Markt einen kräftigen Abschlag auf. Der Markt leidet derzeit zwar unter der Schwächephase der chinesischen Währung, aber so wurden auch Kaufgelegenheiten geschaffen. Dies ist sicherlich kein Markt für zaghafte Anleger, denn er ist geprägt von Risiken und hoher Volatilität. Allerdings handelt es sich hierbei um den einzigen Markt, der realistische Aussichten auf eine Rendite von rund 20 Prozent bietet. Gewinne sollten jedoch mitgenommen werden: Wir rechnen nicht mit einer langfristigen Hausse für China.
Buss Capital steigert im Jahr 2015 mit 14 Containerdirektinvestments und einem geschlossenen Publikums-AIF erneut Vorjahresergebnis um gut 19 Prozent /
Herr Dr. Dr. Michael Fauser verlässt die Vorstände des Continentale Versicherungsverbundes
In einer Pressemitteilung teilt Continentale mit, dass Herr Dr. Dr. Michael Fauser auf seinen Wunsch und im gegenseitigen Einvernehmen mit den Aufsichtsräten zum 31. März 2016 aus den Vorständen des Continentale Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit ausscheidet.
Er soll in den Vorstand einer großen deutschen Versicherungsgruppe wechseln:
„Vorstände und Aufsichtsräte bedauern das Ausscheiden und danken Herrn Dr. Dr. Fauser für die sehr erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit. Die Gremien wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute und bei der Wahrnehmung seiner neuen Aufgabe bereits jetzt viel Erfolg.“
Die Verhandlungen über die Nachfolge von Herrn Dr. Dr. Fauser sollen derzeit laufen.
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