Neue Inflationswelt
Die Rentenmärkte sind erneut gegen alle Prognosen mit Kursgewinnen in das Jahr gestartet. Ein Grund dafür war sicherlich die höhere Risikoaversion im Umfeld der Diskussion über einen möglichen Zahlungsausfall des griechischen Staates und eines Austritts aus der Europäischen Währungsunion.
Wesentlicher dürften allerdings die erneut gesunkenen Inflationsraten sein. In Euroland sind diese im Dezember nun erstmals seit 2009 wieder in den negativen Bereich gefallen. In der Schweiz hat sich die negative Rate sogar auf –0.3% verstärkt und selbst im konjunkturell besser dastehenden UK wird die Inflation im Dezember bei lediglich 0.7% erwartet. Und wenn zur Wochenmitte die entsprechenden Zahlen aus den USA bekannt gegeben werden, dann ist auch dort mit einem Rückgang zu rechnen. Zwar ist der jüngste Rückgang der Inflationsraten klar auf die stark fallenden Ölpreise zurückzuführen und sollte in einem Jahr wieder aus den Inflationsraten wieder herauswachsen. Allerdings bleibt ein Risiko bestehen: Haushalte richten Erwartungen bezüglich der zukünftigen Inflationsentwicklung sehr stark an dem aus, was sie in der Vergangenheit erfahren haben.






























