Griechenland hat sich de facto von der Eurozone verabschiedet
Kommentar von Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management, zum Ausgang des Referendums in Griechenland.
Kommentar von Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management, zum Ausgang des Referendums in Griechenland.
Griechenland sollte nach den Worten von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn nun den Sprung in die eigene Währung wagen.
„Die Drachme sollte sofort als virtuelle Währung eingeführt werden“, sagte er in München. „Alle Verträge des Landes einschließlich der Schuldverträge mit Ausländern sollten umgewandelt werden. Das würde den griechischen Staat und die griechischen Banken wieder flüssig machen.“ Zugleich sollte die Staatengemeinschaft darauf verzichten, jene Euro-Banknoten einzutreiben, über die griechische Bürger verfügten, sondern zulassen, dass sie für Bargeschäfte verwendet würden, obwohl die Preise in Drachme definiert würden, sagte Sinn.
Mit großer Mehrheit hat sich heute die Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren über das Vermögen der PROKON Regenerative Energien GmbH („PROKON“) für den sogenannten Genossenschafts-Insolvenzplan entschieden.
Im Anschluss an eine mehrstündige Darstellung der Insolvenzpläne durch den Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin und sein Team wurde über den Genossenschafts-Insolvenzplan in den dafür vorgesehenen Gruppen abgestimmt. Alle acht Gruppen, die zur Abstimmung aufgerufen waren, haben sich jeweils mit Kopf- und Summenmehrheit für den Genossenschafts-Insolvenzplan ausgesprochen. Eine Abstimmung über den Investoren-Insolvenzplan wurde nicht mehr durchgeführt.
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zur Ausgabe | alle AusgabenDer Markt für Börsengänge (IPO – Initial Public Offering) knüpft im zweiten Quartal 2015 mit steigendem Emissionsvolumen an dem hohen Niveau des Vorquartals an.
Im zweiten Quartal 2015 wurde am Emissionsmarkt in Deutschland ein Gesamtvolumen in Höhe von 729 Millionen Euro platziert. Mit insgesamt acht Transaktionen – davon sieben im Prime und General Standard und eine im Entry Standard – konnte der IPO-Markt im Vergleich zum Vorquartal ein Volumen in Höhe von 156 Millionen Euro zulegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal fiel das Emissionsvolumen im zweiten Quartal 2015 allerdings um 128 Millionen Euro niedriger aus, obwohl eine Transaktion mehr als im Vorjahresquartal verzeichnete wurde.
Volumen im ersten Halbjahr 2015 auf rund 121 Mrd. Euro angestiegen
Europa als Investitionsstandort wird für ausländische Unternehmen immer attraktiver. Laut aktuellen Zahlen der Finanzagentur Bloomberg ist das Volumen an Übernahmen, bei denen europäische Firmen das Ziel sind, im ersten Halbjahr 2015 auf 134,2 Mrd. Dollar (rund 121 Mrd. Euro) angestiegen. Zum Vergleich: Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 57 Prozent. Positiv daher der Ausblick. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte 2015 das stärkste M&A-Jahr seit mindestens einem Jahrzehnt werden.
Eugene Philalithis, Fondsmanager des Fonds Fidelity Zins & Dividende, und Dierk Brandenburg, Staatsanleihen-Analyst, geben ihre Einschätzung zu möglichen Auswirkungen des griechischen Referendums:
Eugene Philalithis: „So wie sich die Ereignisse weiter entfalten und Griechenland immer näher an ein Referendum rückt, gehe ich davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit eines „Nein“-Votums ziemlich hoch ist.
Nach dem turbulenten Wochenende schaut alles auf Griechenland – mit einer Mischung aus Erstaunen und Konsternation über das chaotische Krisenmanagement der Regierung von Premierminister Alexis Tsipras.
Die Reaktion der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte auf dieses neuste Kapital der griechischen (Wirtschafts-)Tragödie fiel zwar erwartungsgemäss negativ aus, hielt sich jedoch im Rahmen. Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar – eine Art Fiebermesser für die Ängste rund um die Euro-Schuldenkrise – notierte im Verlauf des Montags nur unwesentlich schwächer als noch am letzten Freitag.
Rekordübernahmen im ersten Halbjahr 2015 – Kein Ende des Trends in Sicht
Weltweit haben Chemie- und Pharmaunternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 schon mehr Geld in Fusionen und Übernahmen investiert als im gesamten Vorjahr. So betrug der Wert aller abgeschlossenen M&A-Transaktionen im ersten Halbjahr 2015 umgerechnet mehr als 230 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtjahreswert 2014 hatte bei 214 Milliarden US-Dollar gelegen. Das zeigt eine KPMG-Analyse, die auf Zahlen von Thomson Reuters beruht.
Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.
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