Versicherungen

 Steuern runter durch Versicherungen 

ARAG Experten über Versicherungen, die die Steuerlast mindern

Auch der Staat weiß um die Vorteile von Versicherungen und unterstützt diese Absicherung über die steuerliche Absetzbarkeit

Versicherungen geben Sicherheit und dieser Wert ist nicht zu unterschätzen. Ob Vorsorge für das Alter, im Krankheitsfall oder für andere Unwägbarkeiten – der Sinn von Versicherungen leuchtet ein: Im Schnitt haben die Deutschen laut Statistischem Bundesamt sechs Versicherungen und gaben im Jahr 2021 rund 130 Euro pro Monat für diesen Schutz aus.

Auch der Staat weiß um die Vorteile und unterstützt diese Absicherung über die steuerliche Absetzbarkeit. Wie diese bestmöglich umzusetzen ist, wissen die ARAG Experten.

Basisversorgung

Das Thema Rente treibt uns um. Und so zählen die klassischen Renten, also die gesetzliche Rentenversicherung, die Rürup-Rente als private Zusatzversicherung sowie die Beiträge zum berufsständischen Versorgungswerk und zur landwirtschaftlichen Alterskasse, zur sogenannten Basisversorgung innerhalb der Altersvorsorgeaufwendungen. Die dafür aufgebrachten Beiträge sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar – ab 2023 sogar komplett bis zu ihrer Maximalgrenze.

Diese liegt für das Jahr 2023 bei rund 25.786 Euro für Ledige und 51.572 Euro für Ehepaare sowie eingetragene Lebenspartner. Für die Steuern des Jahres 2022 gilt noch eine Einschränkung, denn aktuell erkennt das Finanzamt nur 94 Prozent des Maximalbetrags an. Die ARAG Experten weisen außerdem darauf hin, dass der ohnehin steuerfreie Arbeitgeberanteil jeweils abzuziehen ist.

Sonderfall Riester-Rente

Die oben genannten Aufwendungen für die Altersvorsorge werden in der Steuererklärung in der Anlage Vorsorgeaufwand eingetragen. Ein Sonderfall ist dabei die Riester-Rente. Auch diese kann als Sonderausgabe abgesetzt werden, wird aber nicht mit in die Gesamtsumme eingerechnet und fällt somit auch nicht mit unter die Maximalgrenze. Vielmehr kann diese noch einmal extra mit bis zu 2.100 Euro gesondert angegeben werden. Eingetragen wird dieser Betrag laut ARAG Experten in der Anlage AV.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen und ihre Grenzen

Aber auch viele weitere Versicherungen führen zur Reduzierung des zu versteuernden Einkommens. Laut ARAG Experten fallen darunter beispielsweise die Krankenversicherung samt Krankenzusatz- sowie Auslandsreisekrankenversicherung, die Pflegeversicherung sowie entsprechende Ergänzungen, private Unfallversicherungen, Haftpflicht- und Kfz-Haftpflichtversicherungen oder Risikolebensversicherungen. Kapitallebensversicherung sind nur noch steuerlich abzugsfähig, wenn sie vor 2005 abgeschlossen wurden.

Auch diese Versicherungen werden in der Anlage Vorsorgeaufwand als ‚sonstige Vorsorge‘ eingetragen. Sie sind beschränkt auf 1.900 Euro für Arbeitnehmer und 2.800 Euro für Selbstständige. Bei Ehepartnern oder eingetragenen Partnerschaften findet jeweils der doppelte Betrag Anwendung. Eine Ausnahme bilden die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung: Sie können voll abgesetzt werden, auch wenn sie über die genannten Grenzen hinausgehen.

Unbegrenzt abzusetzende Versicherungen

Berufliche Policen werden nach Auskunft der ARAG Experten anders eingeordnet. So fallen zum Beispiel Berufshaftpflichtversicherungen, der Anteil der Unfallversicherungen für den Bereich Arbeit sowie Arbeitsrechtsschutzversicherungen unter Werbungskosten und sind vollständig absetzbar. Sie können in der Anlage N der Steuererklärung angegeben werden.

Nachweise

Wichtig: Das Finanzamt interessiert die tatsächlich gezahlten Beträge. Und so werden Versicherungsverträge oder Policen nicht unbedingt als Nachweis anerkannt. Die ARAG Experten raten dringend dazu, Lohnsteuerbescheide, Rechnungen oder noch besser Überweisungsbelege und Kontoauszüge aufzubewahren und zumindest auf Nachfrage nachzureichen.

Fristen verlängert

Eine gute Nachricht für alle, die aufgrund dieser Informationen alles zusammentragen möchten: Die sonst üblichen Abgabetermine sind aktuell deutlich verlängert worden! Hintergrund ist die Überlastung der Steuerberater durch die Zusatzarbeiten, die die Corona-Krise mit sich gebracht hat. Ihnen gewährt das Finanzamt nun einen entscheidenden Aufschub, so dass sie Steuererklärungen ihrer Mandanten für 2022 erst bis spätestens 31. Juli 2024 abgeben müssen.

Aber auch den Steuerzahlern, die ihre Erklärungen ohne Mitwirkung eines Steuerberaters abgeben, kommt das Finanzamt entgegen: Ihr Abgabetermin endet erst am 2. Oktober 2023. Die ARAG Experten empfehlen allerdings dringend, diese Termine einzuhalten, denn sonst droht tatsächlich umgehend ein Säumniszuschlag.

(ARAG Experten / Manuela Blisse / surpress)

print

Tags: , , , ,

ASCORE Auszeichnung

Es gibt viele gute Tarife – für die Auszeichnung „Tarif des Monats“ gehört mehr dazu. Lesen Sie hier, was die ausgezeichneten Tarife zu bieten haben.

Tarife des Monats im Überblick

ETF-News

ETF-News

Aktuelle News zu börsengehandelten Indexfonds.

zu den News

Guided Content

Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.

Die Ausgaben im Überblick

ESG Impact Investing

In jeder Ausgabe stellt "Mein Geld" ein UN-Entwicklungsziel und dazu passende Investmentfonds vor.

Un-Entwicklungsziele im Überblick

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mein Geld Newsletter

Melden Sie sich für unseren 14-tägigen Newsletter an.

zur Newsletteranmeldung

25 Jahre Mein Geld
Icon

Mein Geld Magazin

Die aktuelle Ausgabe

Mein Geld 02 | 2024

Die Zeitschrift Mein Geld - Anlegermagazin liefert in fünf Ausgaben im Jahr Hintergrundinformationen und Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Finanzen.

zur Ausgabe | alle Ausgaben