Nachdem 2015 das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg die Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent angehoben haben, diskutieren aktuell Politiker in Baden-Württemberg über eine Anhebung. In Thüringen ist der Anstieg von 5 auf 6,5 Prozent ab 1. Januar 2017 bereits beschlossene Sache.
Laut NN Investment Partners NNIP hat der NN (L) Asian Debt (Hard Currency) zum achten Mal in Folge seine Benchmark übertroffen. Obwohl die Ausfallraten in China voraussichtlich steigen werden, hat der Fonds beim verwalteten Vermögen bereits die 500-Millionen-Dollar-Marke erreicht. Joep Huntjens, Lead Portfolio Manager, Asian Debt Hard Currency bei NNIP, ist langfristig von einem positiven Beitrag dieser Entwicklung überzeugt.
Provisionen für Anlagevermittlungen der Banken und Finanzdienstleistungsinstitute sind auch unter MiFID II umsatzsteuerfrei. Die neuen Zuwendungsregeln bringen keine steuerliche Änderung gegenüber der derzeitigen Rechtslage.
Publikumsfonds und Spezialfonds sammelten im Mai netto 8,3 Milliarden Euro ein, meldet der Bundesverband Investment BVI. Das ist mehr als im Vormonat, als ihnen 6,2 Milliarden Euro zuflossen. Aufgrund von 3,3 Milliarden Euro Abflüssen aus freien Mandaten verzeichnete die deutsche Fondsbranche im Mai unter dem Strich 5 Milliarden Euro neue Gelder. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse auf 39,8 Milliarden Euro.
Spezialfonds
Versicherungsgesellschaften sind laut BVI die größte Anlegergruppe. Insgesamt verwaltete die Branche Ende Mai ein Vermögen von 2,7 Billionen Euro. Davon entfallen 391 Milliarden Euro auf freie Mandate, 881 Milliarden Euro auf Publikumsfonds und 1,4 Billionen Euro auf Spezialfonds. Bei den Spezialfonds sind weiterhin Versicherungsgesellschaften die größte Anlegergruppe. Auf sie entfallen mit 557 Milliarden Euro knapp 40 Prozent des verwalteten Vermögens.
Weitere 288 Milliarden Euro verwalten die Fondsgesellschaften für Altersvorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen. Diese Reihenfolge spiegelt sich auch im Neugeschäft in den ersten fünf Monaten wider. Von den 37,7 Milliarden Euro neuen Geldern im laufenden Jahr stammen 15,1 Milliarden Euro von Versicherungsgesellschaften und 10,3 Milliarden Euro von Altersvorsorgeeinrichtungen.
Publikumsfonds
Der Absatz hat sich zum Vormonat mehr als verdoppelt: Publikumsfonds flossen im Mai netto 2,5 Milliarden Euro neue Gelder zu. Das ist der höchste Zufluss in diesem Jahr. Im April sammelten sie 1,1 Milliarden Euro ein. Die Mai-Absatzliste führen Mischfonds knapp vor den offenen Immobilienfonds mit jeweils über 1 Milliarde Euro an. Für offene Immobilienfonds ist das der höchste monatliche Zufluss seit Januar 2010, als sie 1,7 Milliarden Euro einsammelten. Bei Akti-enfonds und Rentenfonds wechselte das Vorzeichen. Nach Abflüssen im April von 0,2 Milliarden Euro bzw. 0,5 Milliarden Euro flossen ihnen im Mai 0,4 Milliarden Euro bzw. 0,6 Milliarden Euro zu.
Schroders legt seinen ersten Aktienfonds „Schroder GAIA Indus PacifiChoice“ in Partnerschaft mit Indus Capital Partners, LLC („Indus Capital“) auf. Das Fondsmanagement besteht aus dem Investment-Team von Indus Capital unter der Leitung von Sheldon Kasowitz, CFA, Managing Partner und Mitbegründer der New Yorker Gesellschaft. Der Experte verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Investmentbranche und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Long-Short-Aktienstrategien.
Nun dauert es nicht mehr lange, bis heute Nacht das lang ersehnte Ergebnis des EU-Referendums in Großbritannien bekannt gegeben wird. Da die Volksabstimmung in den letzten Wochen an den Märkten ein großes Thema war und bei vielen Menschen große Emotionen auslösen und auch die politische Landschaft in den kommenden Monaten prägen wird, wird es vermutlich auch große Auswirkungen auf das Anlegerverhalten und ihre Positionierung haben – unabhängig vom Ergebnis. Außerdem wird es auch endlich wieder die Möglichkeit geben, über etwas anderes als die Risiken eines Brexits nachzudenken, zu sprechen und zu schreiben. Beispielsweise eine Analyse des globalen Wachstumsumfelds und der Aussichten auf eine zunehmende Gewinndynamik sowie die Überlegung, ob Kapitalerhalt, die Suche nach Rendite oder die schnelle Ergreifung von Renditechancen das nächste Investmentthema an den globalen Märkten sein werden.
Auch wenn es inspirierend sein wird, sich mit anderen Themen zu befassen, kann man sich kaum vorstellen, dass die Politik komplett vom Anlegerradar verschwindet. Andere Teile des europäischen Politik-Puzzles werden nach wie vor nicht an ihrem Platz sein, die politischen Risiken in einigen wichtigen Schwellenländern werden andauern und ein außergewöhnlicher US-Wahlzyklus steht ebenfalls vor der Tür.
Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Multi-Asset bei NN Investment Partners, Den Haag
Momentan geht es aber vor allem darum, ob am Tag nach der Brexit-Abstimmung ein Gefühl von Stabilität einkehren wird oder nicht. Das einzige Szenario, das für dieses Gefühl sorgen kann, ist vermutlich ein überzeugendes Ergebnis zugunsten eines Verbleibs in der EU, bei dem der Anteil der Befürworter einer EU-Mitgliedschaft insgesamt bei oder über 55% liegt. In einem solchen Szenario dürften sich die politischen Folgen wahrscheinlich auf die politische Landschaft in Großbritannien begrenzen, in der die Befürworter eines Brexits die Gelegenheit ergreifen und neue Karrierewege einschlagen dürften. In Bezug auf die britische Regierung, ihre Politik und ihre Beziehung zur restlichen EU wäre dieses Ergebnis ein Vertrauensbeweis und würde die Fortsetzung des aktuellen Ansatzes stark unterstützen.
Die daraus entstehende Stabilität würde die Anleger, den britischen Haushalt und die Unternehmen aufatmen lassen und sollte risikobehaftete Vermögenswerte begünstigen, da viele Anleger einige ihrer vorsichtigen Positionen auflösen würden. Außerdem würde sich vermutlich der Wachstumsausblick in Großbritannien aufhellen, da die jüngste Serie enttäuschender britischer Daten wahrscheinlich Rückenwind bekäme, da die Kauflaune der britischen Verbraucher steigen würde und britische Unternehmen zunehmend bereit wären, zu investieren und neue Mitarbeiter einzustellen, wenn sich die dunkle Unsicherheitswolke über der Zukunft Großbritanniens verzogen hätte.
Diese Wolke wird sich vermutlich nicht komplett verziehen, wenn die EU-Befürworter nur knapp gewinnen. Auch wenn das Endergebnis von den EU-Gegnern nicht angefochten würde, ist die Wahrscheinlichkeit bei einem solchen Szenario doch recht hoch, dass das Brexit-Thema relativ schnell wieder auf der politischen Bühne auftauchen wird. Die aktuelle britische Regierung könnte kaum einen überzeugenden Sieg deklarieren, und einige politische „Kompromisse“ in Richtung Brexit-Lager würden von Premierminister Cameron und seinen Anhängern eventuell als politisch notwendig erachtet werden. Trotzdem wäre ein tatsächlicher Austritt aus der EU in naher Zukunft erst einmal vom Tisch. Deshalb würden die Märkte vermutlich nicht komplett einbrechen, aber eine Erleichterungsrally bei risikobehafteten Vermögenswerten würde wahrscheinlich ausbleiben und die schwache Wirtschaftsdynamik in Großbritannien dürfte sich fortsetzen.
Und dann gibt es noch den Brexit. Es wäre anders als bei der Lehmann-Pleite oder bei einem Grexit, aber es käme sicherlich zu einem extremen politischen Schock mit unklaren, schleichenden politischen Ansteckungsrisiken sowohl innerhalb Großbritanniens (Wird es nach der Ankündigung des nächsten schottischen Unabhängigkeitsreferendums überleben?) als auch innerhalb der restlichen EU (Werden auch Wähler in anderen EU-Ländern ihre Stimme für eine Exit-Strategie erheben?). Das Zusammenspiel der politischen Notfallreaktionen und klare Zeichen für ein Engagement der Regierungschefs in vielen europäischen Hauptstädten, Geschlossenheit zu signalisieren, wären maßgeblich dafür, inwieweit die anfänglichen negativen Auswirkungen auf die Märkte abgefedert würden. Aber auch wenn hier alles glatt läuft, würden die Märkte trotzdem das politische Risiko in der Region neu bewerten und risikobehaftete Vermögenswerte auf Talfahrt schicken. Die Rückkoppelungsschleifen dieser politischen und marktbezogenen Dynamik in die Realwirtschaft wären ebenfalls so negativ, dass sie eine britische Rezession in Aussicht stellen würden und negative Auswirkungen auf den Wachstumsausblick der Eurozone hätten.
Gleichzeitig würde es aber nicht automatisch einen Kurzschluss im globalen Finanzsystem auslösen oder massive Abschreibungen in den Bankbilanzen verursachen. Man darf auf keinen Fall davon ausgehen, dass ein Brexit automatisch zu einer globalen Rezession führen wird. Und falls er es doch täte (hierfür gibt es natürlich keine Garantie), könnte es auch passieren, dass nach einer Phase mit großer Risikoaversion – in Kombination mit einer bereits vorsichtigen, auf Barbeständen sitzenden Anlegergemeinde – allmählich interessante konträre Anlagechancen entstehen. Die notorischen Stimmungsschwankungen von „Mr. Market“ könnten im Nachgang eines Brexits extrem ausarten. Aber sobald klar wird, dass die Weltwirtschaft nicht in ein schwarzes Loch gefallen ist, könnten risikobehaftete Vermögenswerte in der zweiten Jahreshälfte locker beeindruckende Wiederanstiege verzeichnen.
Morgen werden wir das Ergebnis kennen, aber es kann durchaus passieren, dass aus Anlegersicht erst dann die harte Arbeit beginnt. Das Risiko erhöhen, aber wann und wie – das könnte eine Überlegung in mehreren Szenarien sein. Aber auch abwarten oder sich defensiver aufstellen ist denkbar. Insbesondere, wenn uns allmählich bewusst wird, dass das Brexit-Referendum nicht die einzige Kraft im Universum war, die unsere Zukunft bestimmt. Viel Glück beim Verdauen der Geschehnisse und eine gute Reise ans nächste Ziel.
Die Zeitschrift Mein Geld - Anlegermagazin liefert in fünf Ausgaben im Jahr Hintergrundinformationen und Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Finanzen.
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