Sachwerte / Immobilien

US-Wohnimmobilien: das große Kommen und Gehen

Nicht nur die vierjährliche Rochade macht den Wohnungsmarkt Washington einzigartig

Apartmentanlage im Großraum Orlando (Referenzobjekt)

Der Sieg von Joe Biden markierte, wie schon vier Jahre zuvor der unerwartete Triumph Trumps, für Abertausende Washingtoner das Signal, die Koffer zu packen und die Wohnung zu kündigen. Zugleich machten sich Heerscharen kommender Neubürger auf die Suche nach einer Wohnung in der US-Hauptstadt, um in den kommenden Jahren für den riesigen politischen und administrativen Apparat zu arbeiten.

Die „Washingtoner auf Zeit“ tendieren wegen der höheren Flexibilität zum Wohnen zur Miete, ohne dabei Abstriche an Ausstattung und Komfort eingehen zu wollen. Als hochqualifizierte Gutverdiener können sie sich solche Ansprüche in der Regel auch erlauben. Hier liegt ein Grund für das hohe Mietpreisniveau Washingtons. Hinzu kommt ein stetiges Bevölkerungswachstum in der Region – zwischen 2010 und 2019 mehr als 17 Prozent und damit mehr als in jedem anderen US-Bundesstaat. Abseits vom Regierungs- karussell bietet die Metropolregion nämlich auch für dauerhafte Neubürger jede Menge hochwertige Jobs. Die Wirtschaft ist robust und diversifiziert aufgestellt, hinzu kommt eine dreistellige Zahl von Bildungsund Forschungseinrichtungen. Ein hervorragendes Fundament für lohnenswerte Investitionen in Class-A-Mietwohnungen.

So sieht das auch der US-Spezialist BVT aus München, der im Großraum Washington im Rahmen der Residential-USA-Fondsserie zum wiederholten Male aktiv ist und derzeit gleich zwei Projekte prüft. BVT bietet Anlegern seit 2004 mit der Residential-USA-Serie Zugang zur Entwicklung und anschließenden Veräußerung von „Class-A“-Apartmentanlagen an ausgewählten Standorten in den USA. Unter anderem für den aktuellen Fonds BVT Residential USA 15 steht der südliche Vorort Alexandria City im Fokus, wie Christian Dürr, Geschäftsführer der BVT Holding, gegenüber Mein Geld erläutert.

Herr Dürr, was spricht für ein Investment „vor den Toren der Macht“?

CHRISTIAN DÜRR: Dank kurzer Distanzen und hervorragend ausgebauter Infrastruktur genießen zahlreiche der hochbezahlten Fachkräfte der US-Hauptstadt die Lebens- und Wohnqualität der Vororte, zu denen auch Alexandria City gehört. Die Kommune mit pittoresker Altstadt liegt rund zehn Kilometer südlich der Hauptstadt und weist das zweithöchste mittlere Haushaltseinkommen aller US-Countys auf. BVT prüft aktuell für die Residential-USA-Fondsserie die Anbindung von „Aventon at Huntington Station“, einer Projektentwicklung im Class-A-Segment im südlichen Alexandria. Das Projektclosing ist noch im April geplant.

Was überzeugt Sie gerade von diesem Projekt?

CHRISTIAN DÜRR: Neben der Qualität des Projektpartners vor Ort und der technischen Details der Projektentwicklung, die wir natürlich im Vorfeld genau prüfen, überzeugt uns hier die exzellente Verkehrsanbindung. In unmittelbarer S-Bahn-Nähe gelegen, führt die „Yellow Line“ direkt nach und
durch Washington und hält auch am derzeit im Bau befindlichen neuen Amazon- Hauptquartier HQ2.
Der Handelsgigant wird dort mittelfristig 50.000 Arbeitsplätze schaffen. Ebenso sind Pentagon, Flughafen und Fort Belvoir mit 50.000 Dienstposten über die Linie mit dem Projektstandort verbunden. Auch die Ringautobahn liegt nur eine halbe Meile entfernt. Insgesamt ein aus Anlegersicht zukunftsweisendes, hochattraktives Projekt.

Wie sehen Sie denn die aktuelle Stimmung in den USA?

CHRISTIAN DÜRR: Wir haben vor kurzem unsere Partner, Dependancen und Projektentwicklungen in den USA besucht. Die Reise führte uns nach Boston, Washington und Orlando. Insgesamt war die Stimmung positiv. Gerade von der ehemaligen Notenbank-Chefin Janet Yellen als neuer Finanzministerin erhoffen sich die Amerikaner einen Wirtschafts-Push, da Yellen sich bereits mehrfach dafür ausgesprochen hat, der Wirtschaft mit höheren Staatsausgaben aus der Rezession zu verhelfen. Zudem laufen nach dem Corona-Desaster die Impfungen in den USA sehr gut – bis Ende Mai sollen alle Erwachsenen eine erste Impfung erhalten haben. Und bereits im Sommer rechnen viele Ökonomen mit einer boomenden Wirtschaft.

Und wie beurteilen Sie die langfristige Perspektive für Immobilieninvestitionen in den USA?

CHRISTIAN DÜRR: Die Cap Rates, also der Kapitalisierungszinssatz, zeigen sich erfreulicherweise unverändert. Die Preise für hochwertige Apartmentanlagen bleiben weiterhin hoch. Zudem stehen große Investitionsvolumina auf Kapitalmarktseite zur Verfügung und somit erwartbar wieder deutlich steigende Transaktionszahlen, vor allem im Multi-Family-Segment. Insgesamt sehen wir damit sehr gute Investitionschancen, insbesondere in dem von BVT fokussierten Segment der US-Mietwohnimmobilien.

Vielen Dank für das Gespräch.

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