Inflationstrauma
Ad van Tiggelen, Senior Investment Specialist, Investment Content Management bei ING Investment Management, Den Haag: Nahezu 80 Prozent des Nettovermögens in der entwickelten Welt befindet sich in den Händen der über Fünfzigjährigen, also jener Generation, die sich bewusst an die „wilden Siebziger“ erinnern kann. In jenem Jahrzehnt erreichte die Inflation zweistellige Zahlen und nährte damit eine geradezu traumatische Angst vor dem Verlust der Kaufkraft. In einer Welt, in der Quantitative Easing (QE), also geldpolitische Lockerung, gängige Praxis ist und die Realzinsen auf Staatsanleihen ins Negative gerutscht sind, lebt dieses Trauma wieder stärker auf als je zuvor. Ist das gerechtfertigt?




































