Wirtschaft

Flexibilität ist die neue Währung für CFOs

Hybride Modelle sparen Kosten, steigern Produktivität und senken CO₂-Emissionen

© IWG

Eine neue IWG-Studie, die im November 2025 unter über 250 CFOs in Deutschland durchgeführt wurde, zeigt, wie sie die aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten einschätzen und wie sie mit dem Hybridmodell Kosten sparen.

 WG, der weltweit größte Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen und hybriden Arbeitslösungen, veröffentlicht die Ergebnisse der neuen CFO & Hybrid Work Survey 2025. Die unter 269 Finanzverantwortlichen in Deutschland durchgeführte Studie zeigt deutlich: Flexible Arbeitsmodelle, die Optimierung des Immobilienportfolios und eine steigende wirtschaftliche Effizienz gehören zu den wichtigsten Prioritäten deutscher Unternehmen im Jahr 2025.

Wirtschaftlicher Druck steigt: Flexibilität unterstützt Stabilität

Die Studie hat untersucht, wie sich Finanzabteilungen in einem volatilen Umfeld neu ausrichten. Sie zeigt, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen, um wirtschaftliche Stabilität zu sichern – von der Anpassung ihrer Büroflächen über neue Leasingmodelle bis hin zur Bewertung der Produktivität im Hybridmodell. Damit liefert die Studie einen umfassenden Einblick in die Fragen, die CFOs im Jahr 2025 besonders beschäftigen.

Laut der Studie geben 49 Prozent der deutschen CFOs an, dass wirtschaftliche Unsicherheiten ihr Unternehmen im vergangenen Jahr direkt beeinflusst haben. 42 Prozent kämpfen mit steigenden Büro- und Betriebskosten. Ein Trend, der sich bereits in der vorherigen CFO-Studie von IWG, die 2023 durchgeführt wurde, abgezeichnet hatte, jedoch nochmals an Relevanz gewonnen hat.

Trotz der herausfordernden Lage bleiben die Unternehmen optimistisch: Rund 80 Prozent der CFOs zeigen sich zuversichtlich, die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen erfolgreich meistern zu können. Dennoch reagieren sie mit klaren Maßnahmen: Vier von fünf Unternehmen schneiden aktiv Kosten, wobei ein Großteil explizit aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit handelt.

Immobilienstrategie wird zum Kernelement der Kostenoptimierung

Wie bereits 2023 bestätigt die aktuelle Studie, dass CFOs zunehmend auf flexible Immobilienstrategien setzen.

Insgesamt reduzieren 64 Prozent der Unternehmen aktiv ihren Bedarf an traditionellen Büroflächen oder planen dies. Dieser Trend unterstreicht die wachsende Bedeutung flexibler Arbeits- und Raumkonzepte für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit von Unternehmen.

Weitere Ergebnisse sind

  • 26 Prozent nutzen Shared Offices oder Coworking Spaces.
  • 25 Prozent stellen auf Remote- oder fast vollständig Remote-Modelle um.

„Hybrides Arbeiten hilft Unternehmen, wettbewerbsfähig und widerstandsfähig zu bleiben – insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit“, sagt Mark Dixon, Gründer und CEO der International Workplace Group. „Die Studie zeigt, dass CFOs und Unternehmensleiter hybride Arbeitsweisen aus vielen Gründen einführen: Sie fördern nicht nur Work-Life-Balance und Wohlbefinden der Mitarbeitenden, sondern bringen auch einen deutlichen Gewinn für das Unternehmen.“

„Flexibilität ist die neue Währung für CFOs“, sagt Dr. Christoph Schneider, Regional Senior Vice President IWG. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass flexible Arbeitsmodelle und vielfältige Immobilienstrategien es Unternehmen ermöglichen, effizienter zu arbeiten, Kosten zu senken und gleichzeitig produktive Arbeitsumgebungen für ihre Teams zu schaffen – was letztendlich zu einer höheren Rentabilität führt.“

Flexible Leasingmodelle verändern Budgetplanung und Unternehmensführung

Die Abkehr von traditionellen Büromietverträgen hin zu kürzeren, flexibleren und kostengünstigeren Lösungen ist ein weit verbreiteter Trend unter Führungskräften. CFOs legen Wert auf geschäftliche Agilität und reduzieren gleichzeitig langfristige Kapitalbindungen:

  • 36 Prozent prüfen Immobilienkosten häufiger
  • 30 Prozent müssen öfter und mit stärkeren Abweichungen nachbudgetieren
  • 27 Prozent reduzieren langfristige Kapitalbindungen
  • 29 Prozent berichten von beschleunigten Entscheidungsprozessen
  • 20 Prozent verlagern Ausgaben von CAPEX zu OPEX

Diese Entwicklung zeigt: Flexibilität ist nicht nur ein operativer Vorteil, sondern verändert die Finanzarchitektur vieler Unternehmen grundlegend.

Hybrid Work steigert Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität

Unter Hybrid Work versteht die Studie eine Kombination aus verschiedenen Arbeits- und Raumkonzepten – darunter die Nutzung gemeinsamer oder wohnortnaher Arbeitsorte, die Verkleinerung der firmeneigenen Büroflächen sowie flexible Modelle, bei denen Mitarbeitende zwischen Homeoffice, zentralem Büro und Coworking-Spaces wechseln können. Die Umfrageergebnisse zeigen erneut, dass diese Mischung aus Präsenz, Flexspace und remote Arbeit nicht nur erheblich zur Senkung von Immobilienkosten beiträgt, sondern auch die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden steigert.

Hybrid Work ist nicht nur ein Kostenmodell, sondern auch ein Katalysator für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Performance:

  • 72 Prozent: Hybrid spart Mitarbeitern Geld
  • 66 Prozent: Hybrid steigert Mitarbeitermoral
  • 60 Prozent: Hybrid verbessert individuelle Leistung
  • 64 Prozent: Das Arbeiten an verschiedenen Standorten verbessert die Produktivität und Effizienz.
  • 62 Prozent: Hybrid unterstützt Karriereentwicklung von Junior-Mitarbeitenden

Besonders wichtig: 67 Prozent bestätigen, dass lokale flexible Arbeitsorte in Wohnortnähe die Pendelkosten reduzieren und gleichzeitig geeignete, professionelle Arbeitsumgebungen bieten.

Hybrid Work ist kosteneffizient und nachhaltiger

67 Prozent der CFOs sagen, dass ein hybrides Arbeitsmodell insgesamt günstiger zu betreiben ist. Außerdem erwarten CFOs durchschnittliche Kosteneinsparungen von 17–18 Prozent, wenn Unternehmen ihre Büroflächen an hybride Arbeitsformen anpassen.

Ein weiteres zentrales Ergebnis: 77 Prozent sehen positive Auswirkungen des Hybridmodells auf die CO₂-Reduktions- und Nachhaltigkeitsziele ihres Unternehmens – ein Wert, der den bereits hohen 88 Prozent aus dem Vorjahr* bestätigt, aber durch detailliertere Abfrage nun präziser differenziert ist.

„Die Daten zeigen eindeutig, dass hybrides Arbeiten nicht nur das Geschäftsergebnis, sondern auch die Nachhaltigkeitsagenda deutscher Unternehmen unterstützt“, sagt Dr. Christoph Schneider. „Weniger tägliche Pendelfahrten, geringerer Energieverbrauch in kleineren Büros und die Nutzung gemeinsamer Arbeitsbereiche führen zu messbar geringeren Emissionen. Wir werden weiterhin investieren und expandieren, damit Unternehmen jeder Größe moderne, flexible und CO-effiziente Arbeitsmodelle einführen können.“

Viele Unternehmen stehen 2025 vor der Aufgabe, ihre Arbeitswelt neu auszurichten. Sie benötigen mehr Flexibilität, planbare Kostenstrukturen und Modelle, die den Erwartungen ihrer Mitarbeitenden entsprechen. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass die wachsende Nachfrage nach kleineren Büroflächen, flexiblen Mietoptionen und Arbeitsorten in Wohnortnähe kein Zufall ist: CFOs suchen aktiv nach Lösungen, die Budgets entlasten, Agilität erhöhen und gleichzeitig den Arbeitsalltag für ihre Teams verbessern. Zugleich belegen die positiven Effekte auf Produktivität und Nachhaltigkeit, dass flexible und lokale Arbeitsmodelle nicht nur wirtschaftlich sinnvoll sind, sondern auch strategische Wirkung entfalten.

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