Wirtschaft

Baumot Group zeigt sich optimistisch für die Geschäftsentwicklung 2019

Sehr dynamischer Jahresauftakt 2019 mit Umsätzen jetzt schon über Gesamtniveau 2018

PublicDomainPictures / Pixabay

Die Baumot Group AG (WKN A2G8Y8), einer der führenden Anbieter im Bereich der Abgasnachbehandlung, hat am 01.07. den Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Mit einem Umsatz von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,8 Mio. Euro) und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von -6,1 Mio. Euro (Vorjahr: -6,2 Mio. Euro) blieb die wirtschaftliche Entwicklung im Transformationsjahr 2018 erwartungsgemäß schwach. In den stark von gesetzlicher Emissionsregulierung getriebenen Absatzmärkten hatte sich bereits frühzeitig abgezeichnet, dass es zu Verzögerungen in den politischen Entscheidungsprozessen kommen würde. So hatte etwa die sechsmonatige Regierungsbildung in Deutschland dazu geführt, dass bis zum zweiten Quartal 2018 keinerlei Fortschritte hinsichtlich technischer Richtlinien für Busse und Pkw oder Förderbedingungen für eine Hardware-Nachrüstung erzielt wurden. Auch im wichtigen Markt in Großbritannien hatten Prüfungsprozesse für die Nachrüstung von Stadtbussen länger gedauert als ursprünglich avisiert. Entsprechend wurden wesentliche Aufträge erst im späteren Verlauf des zweiten Halbjahrs 2018 vergeben und trugen im Geschäftsjahr nicht mehr wesentlich zu Umsatz und Ergebnis bei. Zusätzlich wurde Baumot in 2018 unmittelbar von den US-Sanktionen gegen den Iran getroffen und verlor dadurch das gesamte Nachrüstgeschäft in diesem Markt (ca. 3 Mio. Euro pro Jahr). Ebenso stockte die Entwicklung des Türkei-Geschäftes, die avisierte Verschärfung von Abgasvorschriften rückte auf der politischen Agenda des Landes wieder nach hinten.

Marcus Hausser, Vorstandsvorsitzender der Baumot Group AG, kommentiert: „Trotz der nicht zufriedenstellende wirtschaftliche Performance 2018 haben wir die Zeit genutzt, um gerade die Märkte in Deutschland und Großbritannien zu entwickeln. Aber auch in Italien und im Mittleren Osten waren wir sehr aktiv. Hier haben wir ressourcenschonend unsere Vertriebsstrukturen weiter ausgebaut, um von den 2019 endlich eingeführten schärferen Vorgaben bei Emissionswerten zu profitieren. Dies zahlt sich dieses Jahr bereits deutlich sichtbar aus und spiegelt sich auch in der weiterhin dynamischen Auftragsentwicklung seit dem Jahreswechsel 2018/2019 wider.“

In Deutschland hatte Baumot mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit ganz wesentlich zur Aufklärung und Versachlichung der politischen Diskussion rund um das Thema Diesel-Nachrüstung beigetragen und bereits frühzeitig eine technische Lösung zur Vermeidung von Fahrverboten präsentiert. In Großbritannien hat Baumot insbesondere das Thema Busnachrüstung bearbeitet. Mit der 2017 gegründeten Tochtergesellschaft wurde 2018 ein Applikations- und Installationsnetzwerk aufgebaut. Auch organisatorisch und strukturell hat sich Baumot 2018 von den letzten Altlasten aus dem Kontec-Engagement befreit und die Strukturen weiter optimiert. Neben diesen Maßnahmen hat Baumot 2019 durch einen Debt-Equity-Swap die Liquidität sowie die Eigenkapitalbasis gestärkt: Durch die Wandlung von Darlehen in Höhe von 3,2 Mio. Euro entfallen zukünftig jährliche Zinszahlungen in Höhe von rund 0,5 Mio. Euro sowie die aus den Darlehen resultierenden Tilgungsverpflichtungen. Nach Vollzug der Wandlung bestehen für die Gesellschaft lediglich noch Darlehen zur Finanzierung des aktuellen Working-Capital. Mit diesem Schritt verschafft sich Baumot zusätzlichen Handlungsspielraum, um die Nachrüstung von Diesel-Pkw in Deutschland weiter zu intensivieren.

Mit Blick auf die Pkw-Nachrüstung in Deutschland hat Baumot in den vergangenen Wochen einen VW Passat, eine Mercedes-Benz E-Klasse sowie einen Mercedes Sprinter für die Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) final vorbereitet. Die Anträge beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) stellt Baumot voraussichtlich noch im Juli 2019. Laut Aussage des KBA können Genehmigungen innerhalb von 14 Tagen erteilt werden. Nach Erteilung der ABE wird die Bestellung und der Einbau des BNOx Systems über lokale Werkstätten möglich sein und Baumot mit der Auslieferung der Umbausätze beginnen. Baumot rechnet für das BNOx System bis 2022 potenziell mit rund 100.000 Pkw und 37.000 leichten Nutzfahrzeugen bei einem Umsatzpotenzial von insgesamt rund 340 Mio. Euro.

Marcus Hausser zeigt sich für 2019 optimistisch: „2019 ist operativ sehr gut angelaufen, insbesondere die internationalen Märkte entwickeln sich wie erwartet sehr positiv. In den ersten Monaten 2019 haben wir daher bereits mehr Umsatz realisiert als im gesamten Jahr 2018. Und auch in Deutschland beim Start der PKW-Nachrüstung sind wir im Plan. Für das Gesamtjahr 2019 erwarten wir daher einen Umsatz in einer Größenordnung von 22 Mio. Euro und einem EBITDA im Bereich von 1,1 Mio. EUR. Mit dem Abschluss der umfangreichen Sanierung, der Entwicklung neuer Produkte und den Anfang diesen Jahres in vielen Ländern wieder verschärften Abgasnormen erwarten wir, zügig zu neuer Stärke zu finden.“

(Baumot Group)

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