„Mein Geld“ im Gespräch mit Simon Röwer, Leiter Makler Unternehmerkunden Komposit, und Michael Albrecht, Leiter Makler- und Kooperationsvertrieb bei der BarmeniaGothaer, über den gemeinsamen Zusammenschluss im Maklervertrieb
Herr Albrecht, Herr Röwer, über 1000 Mitarbeitende waren an der Integration beteiligt – wie steuert man ein Projekt dieser Größe?
MICHAEL ALBRECHT: Ein Projekt dieser Größe lässt sich nur umsetzen, indem man das enorme Potenzial aus beiden Welten bündelt und das Ganze gemeinsam als Team umsetzt. Unsere feste Überzeugung ist: Wenn wir etwas Außergewöhnliches erreichen wollen, schaffen wir das nur gemeinsam. Wir wissen, dass im Rahmen der Fusion nicht immer alles rund läuft. Auch wenn es vorkommt, dass es unterschiedliche Ansichten und Meinungen zu einer Vielzahl an umzusetzenden Themen gibt, die wertvoll sind, merken wir jeden Tag, dass wir im Diskurs zu besseren Lösungen kommen. Und mit all diesen guten Unterschieden bauen wir jetzt ein außergewöhnliches Unternehmen. Hierbei gilt es, ein Unternehmen mit gemeinsamer Kultur und Vision zu schaffen, welches allen Beteiligten Orientierung gibt.
SIMON RÖWER: Genau, ein Projekt dieser Dimension erfordert eine klare Struktur, Transparenz und eine enge Abstimmung über alle Ebenen hinweg. Wir haben von Beginn an ein zentrales Projektteam etabliert, das die Integration gesteuert und die Arbeitspakete koordiniert hat. Wichtig war, die Verantwortung klar zu verteilen und gleichzeitig die Mitarbeitenden mitzunehmen. Die Fusion war die größte in der Branche seit über 20 Jahren, und nur durch die gemeinsame Kraft aller Beteiligten konnte sie erfolgreich umgesetzt werden.
Welche Herausforderungen gab es bei der Zusammenführung der Maklerorganisationen?
SIMON RÖWER: Die größte Herausforderung lag und liegt darin, zwei gewachsene Organisationen mit eigenen Strukturen und Kulturen zusammenzuführen. Dabei mussten wir Prozesse harmonisieren, Systeme zusammenführen und gleichzeitig sicherstellen, dass unsere Maklerpartner weiterhin reibungslos betreut werden. Natürlich arbeiten wir immer weiter daran, die Zusammenarbeit effizient und partnerschaftlich zu gestalten.
MICHAEL ALBRECHT: Dem kann ich mich nur anschließen, die Zusammenführung zweier Maklerorganisationen, deren IT-Systeme sich historisch unterschiedlich entwickelt haben, erfordert eine anspruchsvolle Harmonisierung von Prozessen, Systemen und internen Abläufen. Hier setzen wir notwendige Verbesserungen und Optimierungen Schritt für Schritt um. Zwei unterschiedlich aufgestellte „Altwelten“ trafen aufeinander, die jedoch ein gemeinsames Ziel verbindet – den Makler in den Mittelpunkt zu stellen und ihm die bestmögliche Unterstützung zu bieten.
Was war Ihnen beiden persönlich besonders wichtig in der Kommunikation mit den Maklerpartnern?
MICHAEL ALBRECHT: Wir waren uns sehr einig darüber, dass wir von Beginn der Fusion an als ein gemeinsamer Maklervertrieb auftreten und unseren Vertriebspartnern vermitteln, dass der Maklervertrieb ein zentraler und starker Vertriebsweg der BarmeniaGothaer ist und bleibt. Unsere Vertriebspartner erhalten das Beste aus zwei Welten: Auf der einen Seite ist das Produktspektrum deutlich breiter geworden, sodass sie bei uns noch individuellere Lösungen für unterschiedliche Kundenbedarfe finden. Auf der anderen Seite erhalten sie durch die gebündelte Expertise unserer Teams eine noch bessere Unterstützung – sowohl im Tagesgeschäft als auch bei komplexeren Anfragen.
SIMON RÖWER: Dabei ist es uns wichtig, dass unsere Maklerpartner jederzeit Klarheit und Verlässlichkeit haben. Gerade in einer Phase des Umbruchs wie der Fusion braucht es offene Kommunikation und regelmäßige Updates. Wir haben deshalb frühzeitig Informationsformate geschaffen – von persönlichen Gesprächen bis hin zu digitalen Informationen. Transparenz und das Signal „Wir sind für euch da“ stehen für uns im Vordergrund.
Wie hat sich der Arbeitsalltag im Maklervertrieb durch die Fusion verändert?
SIMON RÖWER: Der Alltag ist vielfältiger geworden, weil wir nun auf ein breiteres Produktportfolio und mehr Ressourcen zurückgreifen können. Gleichzeitig müssen wir uns an neue Prozesse und Strukturen gewöhnen, was anfangs zusätzliche Abstimmungen bedeutete. Wir werden die Expertise noch weiter bündeln für noch passgenauere Lösungen. Die Fusion hat uns stärker gemacht und eröffnet neue Chancen im Wettbewerb.
MICHAEL ALBRECHT: Ja genau, Veränderung konnten wir im Maklervertrieb durch die Fusion spüren: Jeder von uns hat neue Kolleginnen und Kollegen dazu gewonnen, Abläufe wurden angepasst und wie erwähnt, stimmen wir uns häufiger ab. Klar, das bringt auch zusätzliche Meetings und Abstimmungen mit sich – aber es sorgt dafür, dass wir alle am gleichen Strang ziehen und gemeinsam stärker werden.
Worauf sind Sie heute am meisten stolz?
MICHAEL ALBRECHT: Wir haben den Zusammenschluss in Rekordzeit umgesetzt – in weniger als einem Jahr und sind direkt zum Beginn mit einem gemeinsamen Maklervertrieb gestartet. Die Fusion der beiden Häuser im Maklervertrieb ist reibungslos und nahezu „geräuschlos“ verlaufen. Ein außergewöhnlich starkes Teamergebnis, auf das ich sehr stolz bin.
SIMON RÖWER: Am meisten stolz bin ich auf die gemeinsame Leistung aller Beteiligten. Sämtliche Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit großem Engagement daran, die Fusion erfolgreich zu gestalten. Wir haben gezeigt, dass zwei traditionsreiche Unternehmen ihre Stärken bündeln und etwas Neues schaffen können. Besonders erfüllt mich, dass wir unseren Maklerpartnern heute ein noch stärkeres und verlässlicheres Angebot machen können – genau das war unser Ziel.
































