Im Juni wurden 21.600 Wohnungen genehmigt, 13,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 126.300 Wohnungen genehmigt. Das waren 15,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Dazu erklärt IVD-Präsident Dirk Wohltorf:
„Die leicht steigenden Genehmigungszahlen sind wie ein etwas höherer Pegel nach langer Trockenheit: erfreulich, aber noch lange keine Entwarnung. Der Wohnungsbau führt weiterhin Niedrigwasser. Von den genehmigten Wohnungen wird ein immer geringerer Anteil tatsächlich gebaut. Bei den Fertigstellungen droht uns in diesem Jahr ein neuer Tiefpunkt.
Erleichterungen in Trippelschritten reichen in dieser Lage nicht aus. Der Bauturbo ist bislang kaum zu spüren, der Gebäudetyp E lässt weiter auf sich warten und die angekündigte Reform der Neubauförderung soll erst 2027 kommen. Das dauert alles zu lange und kommt bei den Menschen nicht als kraftvolles Signal für mehr Wohnungsbau an. Gleichzeitig wird das Vermieten weiter reguliert. Wer heute überlegt zu bauen, braucht aber die Zuversicht, dass sich diese Entscheidung auch morgen noch trägt.
Auch beim angekündigten Pakt fürs Eigentum ist noch offen, wie daraus konkrete Entlastungen werden sollen. Drei von vier Bundesbürgern wünschen sich Wohneigentum. Wenn der Staat gleichzeitig eine Grunderwerbsteuer verlangt, die mehrere Monatsgehälter kostet, ist das ein Widerspruch. Die Menschen müssen spüren: Jetzt lohnt es sich wieder, Wohnraum zu schaffen, und die Politik steht dahinter. Die Reform der Neubauförderung muss deshalb vorgezogen werden, Belastungen müssen runter. Wir brauchen jetzt starke Impulse, damit aus mehr Genehmigungen endlich wieder mehr gebaute































