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Anlageberatung und Vermögensverwaltung des 21. Jahrhundert

Honorarberatung ist nach der Finanzkrise in aller Munde. Jeder Anleger will weg von der provisionsgetriebenen Produktberatung mit versteckten Kickbacks. Die schmerzvolle Erfahrung von Bear Stearns und Lehman Brothers liegt den Investoren, die vergebens nach Transparenz und seriöser Anlageberatung suchen, noch in den Knochen.

Die Finanzaufsicht hat versucht über Bestimmungen wie die Mifid zu reagieren und die Finanzberater zum Erstellen von Beratungsprotokollen und zur Offenlegung ihrer Provisionen zu zwingen. Laut Untersuchungen von Finanztest in 2009 und 2010 haben diese Bestimmungen jedoch wenig verändert. Bei über 60 Prozent der geprüften Beratungsgespräche bei Banken fehlten trotz der gesetzlichen Vorgaben die Beratungsprotokolle. Die Kunden fordern diese nicht an, da sie nicht explizit über ihre Rechte informiert sind. So nimmt die Tragödie ihren Lauf und der Anleger weiß nicht, an wen er sich wo wenden soll. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner konzentrierte sich auf eine neue Regulierung für die freien Finanzberater und schlug vor, dass jeder Berater eine Mindestqualifizierung nachweisen müsste. Dieser Vorschlag ist weder falsch noch neu, doch wie sollte er vollzogen werden? Viele tausend Berater müssten in einem kurzen Zeitraum entsprechend geschult und geprüft werden. Mit der Idee, ein Berufsbild für freie Finanzberater zu schaffen, löste man eine weitere Diskussion aus. Einige Berater wollen nach einer mehrjährigen Berufserfahrung nicht nochmal eine Prüfung ablegen und beanspruchen für sich eine sogenannte „alte Hasen Regelung“, während andere nichts gegen eine weitere Prüfung einzuwenden haben. Der Wirrwarr nimmt seinen Lauf, bis man dann auf die honorarbasierte Beratung kam. Diese schien sowohl für Vermittler als auch für Kunden die fairste Lösung zu sein. Eine unabhängige Beratung frei von provisions- und produktorientiertem Verkauf. Eine Beratung, die die Unabhängigkeit von Produktgebern verspricht und den Verkaufsdruck nimmt. Eine Beratung, die Kunden alle Optionen einer Anlage zeigt und die qualifizierte Arbeit des Vermittlers entsprechend entlohnt. Dieser Ansatz scheint eine Lösung zu sein, doch bei der Umsetzung dieses Vorschlags müssten Banken und andere Finanzdienstleister Verluste bei den Provisionseinnahmen hinnehmen und die Vermittler zudem gezwungen werden, eine breitgefächerte Ausbildung zu absolvieren. Wobei die zweite Hürde wohl die überwindbarere wäre. Hinzu kommt das Problem, dass viele Marktteilnehmer behaupten, die Honorarberatung kann nur von Vermögensverwaltern mit ihren Großkunden als Mandanten vollzogen werden und sei aufgrund der geringen Anlagesummen nicht für Otto Normalverbraucher geeignet. Zudem gelte das Motto „ der Deutsche möchte selbst für eine qualifizierte Finanzberatung kein Geld ausgeben“.

All diese Fragen und Optionen beunruhigen den Markt, vor allem wenn man bedenkt, dass bis Ende des Jahres eine Neuregelung für den Vermittler bestimmt werden soll. Aber welche?

Das Wirtschaftsmagazin Mein Geld, wissend um diesen neuen Anlageberatungstrend, beschloss einen Roundtable ins Leben zu rufen mit dem Thema „ Anlageberatung und Vermögensverwaltung im 21. Jahrhundert“. Zielsetzung der Diskussionsrunde, die Frau Hägewald führte, war es, versierte Wissenschaftler und Analysten aus der Finanzbranche mit erfahrenen Unternehmen und Vermittlern an einen Tisch zu bringen. Alle Teilnehmer beschäftigen sich seit langem und intensiv mit der Problematik der Anlageberatung und der Option einer Honorarberatung. Alle kennen den Vertrauensverlust der Anleger durch die Finanzkrise und alle kennen auch die Vor- und Nachteile einer provisionsorientierten Beratung.

Herr Dr. Jakob, wissenschaftlicher Direktor des PFI Privat Finance Institute und des Lehrstuhls Private Finance & Wealth Management an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht; Herr Detlef Glow, MBA und Leiter der Fondsanalyse für Europa, den mittleren Osten und Afrika bei Lipper, dem größten Fondsanalysehaus der Welt und hundertprozentige Tochterfirma von Thomson Reuters; Herr Dr. Walter Hubel, Vorstand der con.fee AG in Bonn, einer der führenden Dienstleister im Bereich honorarbasierter Finanzberatung; Herr Thomas Freiberger, Geschäftsführer und verantwortlich für Portfoliomanagement bei Wamsler & Co. Vermögensverwaltung; Herr Andree Breuer, Geschäftsführender Gesellschafter der Andree Breuer GmbH, er ist einer der erfahrensten Honorarberater in Deutschland und Referent im Bereich der Altersvorsorge und Geldanlagen und Herr Christoph Kanzler, Leiter der Niederlassung Deutschland von Dimensional Fund Advisors Ltd, einem führenden Anbieter von institutionellen Assetklassen Fonds trafen zusammen.



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