Lifestyle

Kalterersee – der neue Jahrgang

Lange Zeit hatte der Südtiroler Kalterersee ein schlechtes Image: Der Rotwein galt als billige Massenware, teils nicht zu unrecht. Doch in jüngster Zeit wird viel getan, um den Ruf wieder aufzupolieren

© wein.kaltern | Tourismusverein Kaltern am See | Manfred Pernthaler

Was ist vom Kalterersee-Jahrgang 2025 zu erwarten? Dieser Frage konnten Journalisten und Fachpublikum bei der 3. Kalterersee Anteprima im Kalterer Ansitz Windegg auf den Grund gehen – mit Hilfe der Weine von und im direkten Gespräch mit 21 lokalen Weinproduzenten sowie bei einer Masterclass mit Sommelier Eros Teboni.

Der Kalterersee gilt als filigran, leicht und frisch und entfaltet deshalb auch sehr jung schon sein Potenzial. Aus diesem Grund lässt die Anteprima-Verkostung des Jahrgangs 2025 bereits so früh im Jahr eine detaillierte Einschätzung von dessen Charakteristika zu. So gilt der neue Jahrgang als vielversprechend, mit floralen Weinen und ausgeprägtem Charakter.

Ein umfassendes Bild vom Kalterersee-Jahrgang 2025 konnten sich Medien und Fachpublikum bei der Anteprima-Verkostung in der vergangenen Woche verschaffen, bei der 21 Kalterer Produzenten ihre Weine präsentierten. „Uns ist es wichtig, dass das Publikum bei dieser Gelegenheit mit den Produzenten ins Gespräch kommen kann, um mehr über den Betrieb und dessen Philosophie, über die Ausrichtung und die jeweiligen Weinstile zu erfahren“, so Sighard Rainer, Präsident der Initiative wein.kaltern.

Die Kalterersee Anteprima bietet Kaltern zudem die Chance, den Teilnehmenden vor Augen zu führen, wie tief der Wein lokal verwurzelt ist. „Der Vernatsch ist eine autochthone Rebsorte, die unsere Kultur, unsere Tradition, unseren Alltag und – mit den charakteristischen Pergeln – auch unser Landschaftsbild nachhaltig prägt“, erklärt Rainer.

Davon konnte sich auch eine Reihe von Journalisten und Influencern aus Südtirol, Italien, Deutschland und erstmals aus Belgien und den Niederlanden überzeugen, die Kaltern rund um die Anteprima einen Besuch abgestattet haben. Ihnen wurde am Freitagvormittag eine Masterclass mit einem ganz besonderen Referenten geboten: Eros Teboni, 2018 „Best Sommelier in the World“ und 2021 bester Sommelier Italiens, befasste sich dabei mit dem Reifungs- und Entwicklungspotenzial des Kalterersees. „In der Masterclass hat sich der Kalterersee als hervorragendes Beispiel für „Trinkigkeit“ sowohl bei jungen als auch bei gereiften Jahrgängen erwiesen. Selbst ältere Kalterersee-Weine zeigten Frische, vor allem aber Stabilität, Stil und Modernität“, erklärt Teboni.

Mit der dritten Ausgabe der Kalterersee Anteprima entwickelt sich die Veranstaltung immer mehr zu einer wichtigen Säule des Weinjahres in Kaltern und darüber hinaus. Die erste Kalterersee Anteprima hatte 2024 im Puntay Keller der Kellerei Kaltern stattgefunden, die zweite im Vorjahr im historischen Marstall des Leisenhofs von Castel Sallegg.

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