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Wie sich der Begriff Urbanisierung zunehmend verändert

Der Trend, dass Menschen zunehmend von ländlichen Gebieten in urbane Ballungszentren ziehen, ist wahrlich kein neues Phänomen. Während noch zum Ausgang des Mittelalters der weit überwiegende Teil der Bevölkerung auf dem Land lebte, in mehr oder weniger kleinen Siedlungsformen, setzte mit Beginn der industriellen Revolution die große Landflucht in die Städte ein.

 

Heute wohnt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (55 Prozent) in urbanen Gebieten. Schätzungen zufolge wird sich der Anteil der Stadtbevölkerung bis zur Mitte dieses Jahrhunderts noch auf ca. 70 Prozent erhöhen, was wiederum bedeutet, dass bis zu diesem Zeitraum mehrere Milliarden Menschen zusätzlich in die Städte strömen. Etwa 90 Prozent der Wanderungsbewegung finden in den Schwellenländern statt.

Urbane Ballungsräume als Wachstumsmotoren

Städte sind Kraftzentren des wirtschaftlichen Handelns. Obwohl „lediglich“ gut die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt, werden dort 80 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erbracht. Allein der Großraum Tokio mit seinen ca. 35 Millionen Einwohnern erwirtschaftet zwei Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Das Zusammentreffen von hoher Bevölkerungsdichte, einer Ballung von Know-how und Bildung und die Ansiedlung von Unternehmen führen zu einer positiven Wachstumsspirale. Die höhere Produktivität lässt das Lohnniveau ansteigen, was die Steuerbasis verbreitert. Eine gute fiskalische Situation ermöglicht es den Kommunen, die Infrastruktur auszubauen und die Stadt dadurch lebenswerter zu machen – und damit neue Bewohner anzuziehen.

Damit ist die Urbanisierung als Anlagethema mit einem enormen Wachstumspotenzial ausgestattet und eignet sich ideal als Anlagethema: Das Aufkommen von „Smart Cities“.

Die Städte werden zunehmend „smart“

Die rasante Verbreitung innovativer digitaler Technologien führt aktuell zu völlig neuartigen Lösungsansätzen, wie Städte die Nachteile der urbanen Verdichtung – wie Ressourcenverbrauch, Luftverschmutzung und Lärmemissionen, um nur einige zu nennen – im Griff behalten können. Infrastruktur wie beispielsweise Arbeitsplätze werden gemeinsam benutzt (Co-Working-Modelle) und in neuen Formen näher an die Wohnorte gebracht (Telearbeitsplätze).

Der Pictet-SmartCity investiert in drei große Wachstumsbereiche der modernen Stadt: „Building the City“, „Running the City“ und „Living in the City“. Insgesamt finden sich im Anlageuniversum ca. 240 Unternehmen, aus denen der Fondsmanager Ivo Weinöhrl die aussichtsreichsten 40 bis 60 Titel auswählt. Durch die umfassende Definition des Themas werden viele Sektoren abgedeckt, was sich in den turbulenten Monaten des letzten Herbstes stabilisierend auf die Wertentwicklung ausgewirkt hat.

(Pictet)

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