DIVIDENDENPRÄMIEN OHNE AKTIEN – WIE GEHT DAS?
Eine der wesentlichen Risikoprämien im Fonds sind europäische Dividenden. Allerdings werden diese nicht klassisch über Aktieninvestments gekauft, sondern über meist börsengelistete Derivate investiert. Die Gründe dafür sind vielfältig und grenzen den Fonds somit gravierend von herkömmlichen Dividendenfonds ab. Über Derivate kann zum einen das Aktienkursrisiko bei Fälligkeit eliminiert werden, da für deren Auszahlung nur die zu dem Zeitpunkt tatsächlich realisierten Dividenden relevant sind (Stichwort: Dividendenkontinuität). Zum anderen bieten Derivate die Möglichkeit, diese attraktive Prämie über die nächsten zehn Jahre festzuschreiben, während mit Aktien immer nur die nächstfällige Dividende gehandelt wird. Dank eines merklichen Verkäuferüberhangs auch aufgrund von Absicherungsbedarf der Investmentbanken beträgt die so erzielbare Prämie nicht selten ein Vielfaches der aktuellen Dividendenrendite im Aktienmarkt.
VIELFÄLTIGE VOLATILITÄTSPRÄMIEN ALS ERGÄNZUNG
Zusätzlich können im Fonds Volatilitätsprämien eingesetzt werden, wobei diese sowohl zur Ertragsgenerierung als auch zur Absicherung genutzt werden können. Dank Derivaten können eine Vielzahl von unterschiedlichen Prämien im Bereich der Volatilität gehandelt werden (z. B. Carry, Skew, Konvexität), wobei sich je nach Umsetzung das jeweilige Ertrags-Risiko-Profil deutlich voneinander unterscheidet. Dadurch kann auf Fondsebene insgesamt eine Reduzierung der Risiken erreicht werden. Im Unterschied zu gängigen Volatilitätsfonds liegt der Fokus hierbei weniger auf der systematischen Implementierung kürzerer Prämien, sondern mehr auf der taktischen Nutzung mittelfristiger Opportunitäten. Als weitere Besonderheit können Volatilitäts- und Dividendenprämien in speziellen Derivaten auch kombiniert gehandelt werden, wodurch sich der mögliche Ertrag weiter erhöhen lässt.
DIVERSIFIZIERUNG MIT RISIKOPRÄMIEN
Investments in solche dedizierten Risikoprämien unterscheiden sich teilweise wesentlich von klassischen Investmentansätzen. Dies gilt umso mehr, wenn wie hier keine direkten Anlagen in Aktien, traditionelle Anleihen, ETFs oder Rohstoffe getätigt werden. Somit können Investoren eine bessere Diversifizierung auf Portfolioebene erreichen. Dennoch sind solche Prämien natürlich nicht frei von Risiken, sie unterscheiden sich jedoch oftmals im Zeitpunkt des Auftretens oder in der Ausprägung. Das Risikomanagement im Absolute Return Multi Premium Fonds wird deshalb kontinuierlich überprüft und, wo möglich, weiter optimiert. Dank
der überzeugenden Entwicklung der letzten Jahre wurde der Fonds mit einem Lipper Fund Award ausgezeichnet.
Grundsätzlich sollen die investierten Prämien über den Zeitablauf verdient werden, unabhängig davon, ob die Kapitalmärkte weiter steigen. Trotz meist hoher Risikopuffer bedeutet dies jedoch nicht, dass der Ansatz frei von Risiken ist. Schwankungen können auch durch exogene Schocks ausgelöst werden, wenn beispielsweise mehrere Risikoprämien gleichzeitig unter Druck geraten. Somit kann trotz der Andersartigkeit des Investmentansatzes die Diversifikation
über Risikoprämien in Extremphasen ebenfalls an ihre Grenzen stoßen. Für Investoren ergibt sich daraus ein klares Bild: Solche Multi-Premium-Strategien können
einen wertvollen Beitrag zur Diversifikation leisten und neue Renditequellen erschließen. Gleichzeitig erfordern sie ein tiefes Verständnis der Funktionsweise sowie die Bereitschaft, vorübergehende Schwankungen auszuhalten.































