Investmentfonds

Gewinne trotz Krise – Der Ausblick für das Jahr 2013

Im Jahr 2012 wurden die Märkte oftmals von politischen Entscheidungen und nicht von den tatsächlichen Fundamentaldaten bewegt. Dieses unsichere Umfeld führte insbesondere an den Aktienmärkten zu einer hohen Volatilität. Allerdings wurden die Anleger, die trotz der Schwankungen an ihren Anlagen festhielten, in der zweiten Jahreshälfte mit Kurszuwächsen belohnt. Die Rentenmärkte konnten, insgesamt betrachtet, sowohl von der Flucht in sichere Anlagen, wie aber auch von der Suche der Investoren nach höheren Renditen profitieren. Auf der einen Seite sanken die Zinsen für Staatsanleihen mit hoher Qualität soweit, dass zum Beispiel kurzfristige Anleihen der Bundesrepublik Deutschland bei der Ausgabe teilweise negative Renditen aufwiesen.

Auf der anderen Seite führten die Investitionen der Anleger dazu, dass sich die Bewertungsaufschläge für Anleihen von Unternehmen aus den Industrienationen und Staatsanleihen von Schwellenländern zum Teil stark einengten, was zu sinkenden Renditen und steigenden Kursen bei diesen Anleihen führte. Zudem begannen die Investoren auf der Suche nach ansprechenden Renditen neben den gängigen Anlagemärkten auch exotischere Nischenmärkte für sich zu entdecken. In diesem Umfeld konnte auch Gold, trotz der Beliebtheit der anderen Anlageklassen, in Euro gerechnet, einen neuen Höchststand aufweisen. Schaut man auf die Standardanlageklassen, war das Jahr 2012, für die Anleger die investiert waren, zwar ein unruhiges, aber dennoch gutes Anlagejahr.

Umfeld

Das Jahr 2013 könnte sich ähnlich entwickeln wie das Jahr 2012, denn die Euro-Schuldenkrise ist noch nicht ausgestanden und weitere politische Wirrungen könnten zu einer Verschärfung der Krise und entsprechenden Turbulenzen an den Rentenmärkten führen. Zudem könnte das sogenannte „Fiscal-Cliff“ die Märkte im 1. Quartal 2013 verunsichern. Meiner Ansicht nach wird die US-amerikanische Regierung aber auch dieses Mal wieder eine Lösung für das Problem finden und somit zur Stabilisierung der Aktienmärkte beitragen. Weiterhin könnte den Anlegern aus dem Bereich der Schwellenländer Ungemach drohen. Argentinien droht damit, die seit dem Jahr 2001 immer noch nicht beglichenen Staatsschulden ausfallen zu lassen. Diese Drohung Argentiniens ist nicht neu, könnte aber, falls sie wahrgemacht wird, kurzfristig zu Unruhe an den Märkten führen. Zwar agieren die Investoren mittlerweile sehr differenziert, aber dennoch kann bei dem Ausfall Argentiniens als Schuldner eine Beeinflussung anderer Anleihen nicht ausgeschlossen werden. Zudem könnte der Ausstieg von großen Investoren aus Unternehmens- oder Schwellenländeranleihen dazu führen, dass sich die Spreads dieser Anleihen wieder ausweiten, was zu entsprechenden Kursverlusten führen könnte.

Anleihen

Im Segment der festverzinslichen Wertpapiere sind, trotz der bereits erreichten Zinsniveaus, immer noch weitere Zinssenkungen bei den Anleihen aus Industrienationen mit einer guten Schuldnerqualität möglich. Diese würden dann zu einer weiteren Kurssteigerung der entsprechenden Anleihen führen, was diese Anlagekategorie, trotz des erreichten Niveaus, immer noch interessant erscheinen lässt. Auf der anderen Seite haben einzelne Unternehmensanleihen und Rentenpapiere aus Schwellenländern zum Teil schon heute Bewertungsniveaus erreicht, bei denen das von den Papieren ausgehende Risiko nicht mehr adäquat vergütet wird. Eine mögliche Flucht der Kapitalanleger in erstklassige Papiere könnte in diesem Zusammenhang zu einer weiteren Absenkung der Verzinsung der Anleihen und zu entsprechenden Kurssteigerungen führen. Auf der anderen Seite würden Unternehmensanleihen und Rentenpapiere aus den Schwellenländern bei hohen Mittelabflüssen entsprechende Kursverluste aufweisen.

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