Investmentfonds

Fondsrating-Update August 2026 – Dividendenstrategien stechen hervor

Scope hat die Ratings für 7.357 Fonds aktualisiert. Heraufgestuft wurden 301 Produkte, herabgestuft 345. Ein fast 13 Milliarden Euro schwerer Rentenfonds erhält die Bestnote, ein Klassiker für Schwellenländeraktien schlägt am Boden auf


Höchstnote für den JPM Income Fund

In den vergangenen zwei Jahren erlebte der JPM Income Fund eine echte Achterbahnfahrt: Von einem guten B-Rating im Frühsommer 2024 ging es hinab zu einem mäßigen C-Rating, dann stieg die Ratingpunktzahl wieder, erst langsam, dann immer schneller. Ein gutes halbes Jahr konnte der Fonds ein A-Rating halten, im November 2025 ging es zurück auf B. Nun ist der Rentenfonds auf die Höchstnote zurückgekehrt. Das Portfolio besteht aktuell fast zur Hälfte aus staatlichen hypothekenbesicherten Anleihen. Den zweitgrößten Anteil haben Hochzins-Unternehmensanleihen. Die Verteilung der Bonitätsratings ist ungewöhnlich weit gespreizt: Knapp die Hälfte der Papiere trägt AAA, dagegen sind 35 % mit weniger als BBB bewertet. Sowohl bei der Rendite als auch bei der Volatilität steht der Fonds über fast alle Betrachtungszeiträume besser da als die Konkurrenz.

Schroder ISF Multi-Asset Growth and Income krönt Aufholjagd

Auch wenn es von Zeit zu Zeit einen Rücksetzer gab, ist die Entwicklung des Schroder ISF Multi-Asset Growth and Income beeindruckend. Im Herbst 2022 stand der Mischfonds auf E, mittlerweile hat er sich Schritt für Schritt auf A emporgearbeitet. Das Portfolio gehört zur Gruppe der ausgewogenen globalen Mischfonds mit US-Dollar-Fokus. Die sehr gute Bewertung hat es sich durch seine bemerkenswerte Performance verdient. Über ein Jahr legte sein Wert um 20,9 % zu, während die Peergroup nur auf 11,5 % kam. Auch auf Drei- und Fünfjahressicht fallen die Gewinne deutlich höher aus als die des durchschnittlichen Konkurrenten. Der Fonds setzt auf eine Verteilung des Vermögens auf traditionelle Anleihen, Wandelanleihen und Aktien aus der ganzen Welt.

Goldman Sachs EMs Eq Pf Base über fünf Jahre schwach

So kontinuierlich wie der zuvor genannte Schroders-Fonds die Rating-Skala von unten nach oben durchlaufen hat, so konstant hat der Goldman Sachs EMs Eq Pf Base abgebaut. Vor fünf Jahren Inhaber eines glatten A-Ratings trägt das Produkt für Schwellenländer-Aktien heute die Note E. Das Beispiel zeigt, wie sehr das Scope-Rating auf der mittel- bis langfristigen Leistung beruht und dass es nicht ausreicht, wenn ein Portfolio in den vergangenen zwölf Monaten einen hohen Zuwachs verbucht. Die Rendite des Fonds über ein Jahr liegt leicht über dem Durchschnitt der Peergroup (36,8 % versus 35,1 %), über fünf Jahre aber deutlich darunter (4,1 % p.a. versus 7,2 % p.a.). Nach unten zieht den Fonds insbesondere, dass es in den vergangenen fünf Jahren unwahrscheinlich war, mit ihm die Peergroup zu übertreffen, was sich zudem in einem niedrigen Durchschnittsrang widerspiegelt. Auch auf der Risikoseite präsentierte sich der Fonds in keiner guten Verfassung.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Der Juli war kein guter Monat für Anleger. Nur 16 der ausgewerteten Fonds-Peergroups schrieben schwarze Zahlen, 76 verbuchten Verluste. Zu den größten Gewinnern zählten Rohstofffonds, die ebenso um knapp fünf Prozent zulegten wie Produkte für britische Aktien. Auffällig ist das vergleichsweise starke Abschneiden von Dividendenaktien, die im Juli ihrem Ruf als wertstabilisierender Depotbaustein gerecht wurden. Mit Blick auf die Regionen hatte im vergangenen Monat eindeutig Europa die Nase vorn.

Unter den schwächsten Peergroups finden sich dieses Mal Aktien aus China und/oder Schwellenländern. Ganz übel traf es die Branche der Alternativen Energien, deren Aktien im Juli mehr als ein Zehntel ihres Werts einbüßten. Bereits im Vormonat hatte das Segment zu den Verlierern gezählt. Einen merklichen Dämpfer erlitten auch globale Technologie-Aktienfonds, die im Juli mehr als sieben Prozent nachgaben. Einen regelrechten Crash erlebten Fonds für langlaufende Staatsanleihen aus der Eurozone, die gut drei Prozent verloren – ein extremer Rückgang für festverzinsliche Wertpapiere.

Die vollständige Auswertung können Sie hier herunterladen.

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