Die Zuflüsse in europäische Smart Beta-ETFs waren im zweiten Quartal 2015 weiterhin positiv, wenngleich sich das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres abgeschwächt hat. Die Nettomittelzuflüsse betragen seit Jahresbeginn insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro, was 60 Prozent der gesamten Nettomittelzuflüsse von 2014 entspricht. Das nun insgesamt in Smart Beta-ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2014 um 41 Prozent und erreicht damit ein Niveau von 10,9 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn setzen sich die Mittelzuflüsse in ETFs aller drei Smart Beta-Kategorien fort, auch wenn das zweite Quartal durch zunehmende Marktvolatilitäten geprägt war.
Analog zur Gesamtentwicklung am europäischen ETF Markt, der durch eine Zunahme der Volatilität geprägt war, verzeichnete das zweite Quartal auf Jahressicht die niedrigsten Zuwachsraten bei Smart Beta ETFs. Insgesamt
wurden fundamentale Strategie-ETFs von Investoren bevorzugt, was beispielsweise zu Zuflüssen in entsprechende NIKKEI 400 und Quality Income-ETFs führte, wobei letztere attraktive Dividendenrenditen und ein defensives Anlageprofil in einem zunehmend unsicheren Niedrigzinsumfeld ermöglichen. Erstmalig überhaupt kam es bei Risikofaktoren basierenden ETFs zu Rückflüssen, was insbesondere auf Volatilitäts-Produkte zutrifft. Auch im Faktor-Bereich waren Investoren im Mai und Juni eher zurückhaltend.
































