ETF / Zertifikate

Eurotax: Aktien – Und sind sie schön billig, dann kauf ich sie halt?

Besonders vermeintlich günstige Aktientitel aus dem Finanzsektor aufgrund von Bilanzlöchern trügerisch. Anlagealternative Gold als Einäugiger König unter den Blinden.

Karlstadt, 05.09.2011. Nach den Kurseinbrüchen der vergangenen Wochen mehren sich die Stimmen, die jetzt zum Aktienkauf raten. Hauptargument ist dabei meist, dass Qualitätstitel günstig zu haben seien. Doch gerade unerfahrene Anleger sollten immer noch Vorsicht walten lassen: Zwar sind einige Einzeltitel derzeit vergleichsweise billig, doch manchmal sollte man schon genauer hinschauen. Das gilt besonders für einige auf den ersten Blick attraktive Titel aus dem Finanzsektor: Sowohl die neue IWF-Chefin Christine Lagarde als auch der Chef der europäischen Bankenaufsicht EBA, Andrea Enria, haben aktuell eine Erhöhung der Eigenkapitalausstattung europäischer Finanzinstitute gefordert. Zum Einen sind die Bilanzsituationen hier oftmals unklar, zum Anderen würde eine Rekapitalisierung auch erzielte Gewinne verwässern. Für den Privatanleger gilt also trotz der Kaufempfehlungen: Augen auf beim Aktienkauf!

Quid novi bei den Anlagealternativen?

Ehemals sichere Anlagehäfen verlieren an Attraktivität: Beispielsweise liegt die Nominalverzinsung zehnjähriger deutscher Staatsanleihen unter der Inflationsrate. Obwohl Anleger damit also aktiv Kapital vernichten, wird weiter investiert. Ähnliches lässt sich auch beim Schweizer Franken beobachten: Hier bescherte die auf den ersten Blick sichere Anlagealternative Investoren zwischenzeitlich innerhalb von zwanzig Tagen Verluste von fast 15 Prozent. Der Krisengewinner ist das Gold. Bei den Hiobsbotschaften der anderen Anlageklassen ist der Einäugige König unter den Blinden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Ende August gab es bereits einen zwischenzeitlichen Einbruch um 10 Prozent. „Sollte die Goldblase platzen und eine größere Kurskorrektur erfolgen, werden Anleger, die zu einseitig investiert haben, wie einst König Midas erkennen müssen, dass man Gold nicht essen kann. Eine intelligente Streuung ist also auch bei scheinbar sicheren Investments unverzichtbar“, sagt Jürgen Kohlmann, Geschäftsführer der Eurotax GmbH.

Absicherungsstrategien zeigen Wirkung: der eurotax all invest

Als Beimischung hat auch Gold dabei geholfen, die Kurseinbrüche des vergangenen Monats im Dachfonds eurotax all invest abzufedern. Auch wenn die Anleihenmärkte nicht annähernd so stark nachgaben wie die Aktienmärkte, waren die Verluste auch hier zweistellig. Im Vergleich dazu konnte der Fonds mit einem Monatsergebnis von -2,4 Prozent seine Anleger vor dem Schlimmsten bewahren.

 

 

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