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Die nächste Generation der japanischen Weltkonzerne ist da

Shogo Maeda, Leiter japanische Aktien und Fondsmanager des Schroder ISF Japanese Equities: Mit dem Niedergang der drei überaus bekannten japanischen Verbraucherelektronikkonzerne Panasonic, Sharp und Sony vor Augen, neigen die Anleger vielleicht dazu, folgendes zu glauben: Japanische Unternehmen haben womöglich ihre Wettbewerbsfähigkeit an Korea und andere Exportnationen verloren. Doch das ist ein Irrtum. Denn in Japan erklimmen mittlerweile viele neue internationale Unternehmen den Weg nach oben, die echte Wachstumschancen und attraktive Möglichkeiten bieten.

Die Wettbewerbsposition von Panasonic, Sharp und Sony geriet unserer Ansicht nach bereits in 1980er Jahren ins Wanken. Schon in 1990ern hatten sie ihre Vorreiterrolle für die Leistungsfähigkeit der japanischen Industrie verloren. Zwischenzeitlich haben andere Branchen wie Elektronikkomponenten oder der Automobil- und Maschinenbau ihre Wettbewerbsfähigkeit stärker ausgebaut und auf dem Weltmarkt Anteile erobert.

Verbesserung der Unternehmensbilanzen in den vergangenen 20 Jahren

Mit Blick auf einen deutlichen Einbruch der Binnenkonjunktur und der Aussicht auf einen schrumpfenden inländischen Markt haben japanische Firmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre Schulden in größeren Umfang abgebaut: Der durchschnittliche Verschuldungsgrad von japanischen Unternehmen liegt derzeit bei 0,5. Was aber noch wichtiger ist – die japanischen Unternehmen haben sich in Übersee nach Wachstumsmärkten umgeschaut. Während 2004 japanische Unternehmen noch circa 70 Prozent ihres Betriebsgewinns im Inland erwirtschaftet haben, erzielen sie heute über die Hälfte ihrer Gewinne im Ausland. Dabei nutzen sie das dynamische Wachstum im übrigen Asien aus– rund 15 bis 30 Prozent ihrer Gewinne stammen von dort.

Internationale Unternehmen auf dem aufsteigenden Ast

Unter den neuen international ausgerichteten Unternehmen Japans machen wir zahlreiche interessante Möglichkeiten aus:

Komatsu, der zweitgrößte Baumaschinenhersteller der Welt, erzielt jetzt 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb Japans. Komatsu punktet besonders durch einen intelligenten Einsatz von IT-Technologien und ein effizientes Lieferkettenmanagement. Vor allem aber hat eine gute Betriebsführung – insbesondere das Delegieren an das lokale Management – dem Unternehmen geholfen, eine Führungsposition in der Region Asien-Pazifik aufzubauen. Komatsu hat die Gewinnspannen in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert und liegt damit jetzt sogar vor dem Hauptkonkurrenten Caterpillar (CAT), dem größten Baumaschinenhersteller der Welt. Doch Komatsu hat noch großes Entwicklungspotenzial. Denn die Erlöse aus dem profitablen Ersatzteilgeschäft dürften nun in Relation zum Gesamtumsatz in den kommenden Jahren weiter steigen.

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