„Die Anpassungen des MSCI World verdeutlichen einmal mehr die anhaltende Dominanz des US-Aktienmarktes innerhalb der globalen Industrieländer. Mit einem Anteil von mittlerweile über 70 Prozent stellen US-Unternehmen den mit Abstand größten Block im Index und prägen dessen Entwicklung maßgeblich.
Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die großen Technologie- und Plattformunternehmen, die in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen sind und einen immer größeren Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung auf sich vereinen. Dadurch hat sich zugleich der thematische Schwerpunkt des MSCI World verschoben. Digitalisierung, Halbleiter, Cloud-Infrastruktur und insbesondere Künstliche Intelligenz bestimmen heute einen erheblichen Teil der Indexentwicklung.
Die Bezeichnung ‚World‘ darf daher nicht mit einer gleichmäßigen globalen Streuung verwechselt werden. Anleger erhalten zwar Zugang zu Unternehmen aus zahlreichen Industrieländern, die tatsächliche regionale und sektorale Diversifikation fällt jedoch deutlich geringer aus, als es der Name des Index vermuten lässt.
Schwellenländer erwirtschaften mittlerweile nahezu die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung, sind im klassischen MSCI World aber nicht enthalten. Gerade Wachstumsregionen wie Südkorea, Taiwan und China bieten aus unserer Sicht langfristig attraktive Chancen, die in einer ausgewogenen globalen Vermögensallokation berücksichtigt werden sollten.
Die aktuelle Indexstruktur unterstreicht damit, dass der MSCI World zwar eine breite Abdeckung der entwickelten Aktienmärkte bietet, aufgrund der hohen USA-Gewichtung und der Konzentration auf wenige KI-getriebene Technologiewerte jedoch keine vollumfängliche Diversifikation im klassischen Sinne darstellt.“































