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Private Investitionen als neuer Motor für die Kreislaufwirtschaft

Seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens im Dezember 2015 steht Umweltschutz für zahlreiche private und staatliche Akteure im Fokus.

 

Auch wenn die Ergebnisse auf allen Ebenen bis heute alles andere als messbar sind und sich von Land zu Land stark unterscheiden – das Bewusstsein ist da: Wenn wir nichts unternehmen, um die Erde zu erhalten, steuern wir auf eine Katastrophe zu. Daher werden zunehmend Forderungen laut, das derzeitige lineare Wirtschaftsmodell – Ressourcengewinnung, Herstellung, Konsum, Wegwerfen – infrage zu stellen und durch ein anderes, umweltfreundlicheres und
ressourcenschonenderes Modell zu ersetzen: die Kreislaufwirtschaft.

Grundlage dieses Konzepts ist die Idee, den Konsum, die Ressourcenverschwendung und die Abfallerzeugung zu begrenzen und Güter und Dienstleistungen auf diese Weise nachhaltig zu produzieren. Dabei wächst die Weltbevölkerung rasant weiter und konzentriert sich immer mehr in den Städten, was das Abfallaufkommen nicht gerade reduziert.

Vor diesem Hintergrund haben sich viele Unternehmen aller Größenordnungen mit dem Thema auseinandergesetzt. Ihr Ziel ist es, umweltfreundlicher zu handeln, also weniger Ressourcen zu verbrauchen, Produkten ein zweites Leben zu geben und Sharing-Modelle (Fahrgemeinschaften, gemeinsame Datennutzung, Leasing) zu entwickeln.

Die Investmentbranche, die für die Politik und die lokalen Behörden ein wichtiges Ventil zur Umsetzung dieses Themas darstellt, hat ebenfalls beschlossen, diese Probleme anzugehen. So entsteht ein positiver Kreislauf zwischen den Unternehmen, die sich für diesen neuen ökologischen und gesellschaftlichen Wandel einsetzen, den Investoren, die den aktivsten Akteuren auf diesem Gebiet den nötigen Handlungsspielraum verschaffen können, und den Endkunden, die verstärkt in umweltfreundliche Projekte investieren wollen. Für Fondsmanager ist das die ideale Gelegenheit, sich aktiv am Energiewandel zu beteiligen: Sie können die Unternehmen bei ihren konkreten Projekten in diesem Bereich fördern.

Beachtenswert ist beispielsweise, dass 60 Prozent der Industrieabfälle aus dem Bausektor stammen. Zugleich stellen einige große Unternehmensgruppen ihren Einfallsreichtum unter Beweis, indem sie bestimmte Werkstoffe nach dem Abriss wiederverwenden oder anderen ein zweites Leben geben. Bei Kunststofferzeugnissen hat sich zum Beispiel L’Oréal konkrete Ziele zur Verringerung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen gesetzt (L’Oréal ist im Aktienindex enthalten, der dem BNP Paribas Easy ECPI Circular Economy Leaders UCITS ETF zugrunde liegt). So will das Unternehmen bis 2025 zu 100 Prozent wiederverwendbare Kunststoffe einsetzen, seine Verpackungen optimieren und sein Umweltprofil verbessern. Im Automobilsektor wurden verschiedene Initiativen zur Entwicklung von Sharing-Modellen auf den Weg gebracht. Ein Beleg hierfür ist der Boom der Fahrgemeinschafts- und Leasingplattformen. Dies erklärt, warum Konzerne wie BMW oder Honda in dem Index vertreten sind, den BNP Paribas Asset Management mit dem ETF nachbildet.

Für eine Circular Economy sind Unternehmen unerlässlich, die die Wiederverwendbarkeit, das Reparieren und das Umgestalten von Produkten verbessern und deren Nutzungsdauer erhöhen. Ein solches Geschäftsmodell hat etwa Caterpillar entwickelt. Der Hersteller schwerer Baumaschinen hat ein Programm zur Wiederaufarbeitung aufgelegt, durch das Komponenten und Maschinen nicht einfach repariert oder ersetzt, sondern komplett überarbeitet werden. Durch die erneute Verwendung von Teilen reduziert das Unternehmen seinen Müll, minimiert seinen Bedarf an zusätzlichen Rohmaterialien und hält nicht-erneuerbare Ressourcen für mehrere Lebenszyklen in seinem Materialkreislauf. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Sportartikelhersteller Nike. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, durch neues Produktdesign und effizientere Produktionsverfahren Müll zu vermeiden. Durch den Einsatz recycelter Materialien hat Nike seine Energie- und Wassereffizienz deutlich verbessert.

Fest steht: Von einer optimalen Kreislaufwirtschaft sind wir noch weit entfernt. Um wirklich etwas zu bewegen, muss die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten intensiv gefördert werden. Angesichts der neuesten alarmierenden Zahlen zur Klimaerwärmung wird sich der Einsatz lohnen. Und wenn verantwortliches Investieren mit einer guten Performance einhergeht, wäre es doch schade, sich nicht an dieser aufkommenden Revolution zu beteiligen.

Eine Anlagelösung, die den Index von ECPI nachbildet, ist der im April 2019 aufgelegte BNP Paribas Easy ECPI Circular Economy Leaders UCITS ETF. Der Subfonds des BNP Paribas Easy SICAV nach Luxemburger Recht repliziert den Index physisch ohne Wertpapierleihe. Der ETF ist in der Handelswährung Euro auf XETRA gelistet. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,3 Prozent.

(BNP)

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Dieser Artikel stammt aus Mein Geld 05 | 2019

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