Damit stieg das digitale Asset in nur zwei Tagen um rund 22 Prozent. „Was zunächst wie eine technische Erholung aussah, hat sich zu einer Sommerrally entwickelt“, sagt DZ BANK Experte Jonathan Osswald. Den ersten Impuls lieferte das US-Finanzministerium mit der Ankündigung höherer Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen, was Renditen und Dollar drückte. „Viele Anleger betrachten Bitcoin inzwischen als digitalen Wertspeicher und Absicherung gegen Inflation“, so Osswald.
Zusätzlichen Rückenwind gaben politische Signale aus Washington: Präsident Trump stellte in Aussicht, die USA könnten künftig „beträchtliche Mengen Bitcoin“ halten. Noch wichtiger für den Höhenflug war jedoch ein Impuls des Terminmarkts. Zahlreiche Marktteilnehmer hatten auf fallende Kurse gesetzt und mussten beim Anstieg zurückkaufen. „Das trieb den Kurs weiter nach oben. Die Short-Liquidationen summierten sich binnen zwei Tagen auf über vier Milliarden US-Dollar“, erklärt Osswald.
Zudem stützte echte Nachfrage die Rally: Allein zwischen dem 17. und 20. August flossen rund 1,6 Milliarden US-Dollar in US-Bitcoin-Spot-ETFs. Trotzdem mahnt Osswald zur Vorsicht: „Die Rally liefert gute Argumente für Optimismus, ist aber noch kein Beweis für einen nachhaltigen Bullenmarkt.“ Historisch zähle das dritte Quartal zu den schwächsten Bitcoin-Phasen.
































