Ein überaus positiver Arbeitsmarktbericht für August führt uns vor Augen, dass diese Arbeitsmarktstatistik mittlerweile sehr volatil ist. Gleichzeitig steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September leicht an. Der Zuwachs von 162.000 Arbeitsplätzen wird sicherlich als Argument für eine „Zinserhöhung“ gewertet werden, wenn die Fed in diesem Monat abwägt, ob sie den Leitzins angesichts der anhaltenden Inflation anheben soll.
Fed-Vorstandsmitglied Warsh hat den Markt jedoch bereits darauf hingewiesen, diese Zahl zu ignorieren und sich stattdessen auf die Inflationsdaten zu konzentrieren, die nächste Woche in Form der VPI-Zahlen veröffentlicht werden. Der starke Beschäftigungsbericht folgt auf einen ausgesprochen schwachen Bericht im Vormonat und erinnert uns daran, dass die Volatilität dieser Statistik bestehen bleiben wird, solange es fast Vollbeschäftigung gibt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft lag im August bei 162.000 neuen Arbeitsplätzen und damit deutlich über den Schätzungen der Ökonomen von 55.000 Arbeitsplätzen. Dies stellt eine deutliche Erholung gegenüber den 23.000 Arbeitsplatzverlusten im Vormonat dar. Der Beschäftigungsanstieg wurde vom privaten Sektor angeführt, wo die Beschäftigtenzahl um 127.000 stieg.
Die Arbeitslosenquote blieb bei komfortablen 4,1 % – ein Wert, der unter der von der Fed als neutral angesehenen Arbeitslosenquote liegt und darauf hindeutet, dass der Arbeitsmarkt weiterhin robust ist. Daher wird sich die Debatte innerhalb der Fed nun maßgeblich auf die kommenden Inflationsdaten konzentrieren. Nach dem hawkischen Auftritt von Fed-Vorstandsmitglied Warsh in Jackson Hole in der vergangenen Woche gibt es bei der Fed eine klare Tendenz, Maßnahmen zu ergreifen, sollten die kommenden Daten keine weiteren Fortschritte bei der Desinflation zeigen. Diese Ergebnisse erhöhen leicht die Dringlichkeit, Maßnahmen zu ergreifen.































