Wirtschaft

Verworrene Welt in der Pandemie – ein Kommentar

Wirft man einen umfassenden Blick auf die globale Entwicklung der Corona-Pandemie, so zeigt die Welt ein verworrenes Bild, das uns so wohl noch lange erhalten bleiben wird.

Zuerst schauten wir nach China. Dann nach Italien. Nach Spanien. Ins Nachbarland Frankreich. Später in die Vereinigten Staaten, nach Brasilien, Indien und Russland, wo überall die Pandemie weiterhin grassiert. Wäre da noch Afrika, wo das Schlimmste wohl noch kommt.Verschiedene Länder und Kontinente, überall zeichnen sich derzeit verstörende Entwicklungen ab (Aktuelle Zahlen). Wie geht es wo weiter? Es scheint kein Muster zu geben, außer dass Populismus nicht geeignet ist, eine Pandemie zu bekämpfen. Wir sehen einen brasilianischen Präsidenten, der positiv getestet noch die Maske abnimmt, gewalttätige Proteste in Belgrad, einen erneuten Lockdown in Melbourne, die befürchtete zweite Welle in Israel, den höchsten Anstieg in Tokio an einem Tag, aber auch Öffnung des Tourismus in vielen Ländern und scheinbare Normalität.

Zwischendurch richten wir den Blick immer wieder auch auf unser eigenes Land. Relativ entspannt, trotz aller Einschränkungen und wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Kontrolle heißt das Zauberwort. „Ihr habt doch alles unter Kontrolle“, höre ich gerade immer wieder im Ausland. Superspreader, Hotspots? Immer schnell unter Kontrolle. Einer fast schon unheimlichen Kontrolle.

Wir müssen uns gar nicht mehr mit allen Mitteln der Bekämpfung der Pandemie und der Covid-19-Erkrankungen widmen. Wir sind längst einen Schritt weiter. Behörden haben etwa in Niedersachsen schon wieder Zeit unter dem Motto „Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona“ eine Info-Kampagne zu den Corona-Regeln in dem nördlichen Bundesland zu entwickeln.

„Corona-Maßnahmen lassen in NRW die Kriminalitätsrate sinken“ ist bereits wieder eine Nachricht wert und die FDP versucht, mit der Forderung nach einer Untersuchung der Kollateralschäden der Pandemie im Gesundheitswesen zu punkten.

Wir haben in der Krise auch Probleme erkannt und gehen sie an. Denn zur Kontrolle gehören nicht nur die Beherrschung der aktuellen Situation, sondern auch der vorausschauende Blick nach vorn. Dazu gehört, ein kritisches Auge auf einige der Corona-Gewinner wie Google, Apple und Amazon zu werfen, denen die Pandemie den Einstieg in die Gesundheitsbranche eröffnet hat.

Doch die Krise hat eines gezeigt: Das Zusammenspiel aller gesellschaftlichen Kräfte und Institutionen hat überwiegend funktioniert, unser Land kommt stark aus der Krise heraus und wird auch den Herausforderungen eines tiefgreifenden Wandels auf allen Ebenen „kontrolliert“ gerecht werden.

Uwe Lehmann/Mein Geld

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