Wirtschaft

veröffentlicht für PJM Bericht, der Vor- und Nachteile alternat Strommarktentwürfeiver

The Brattle Group veröffentlicht für PJM umfassenden Bericht, der Vor- und Nachteile alternativer Strommarktentwürfe analysiert und auf internationale Ressourcenadäquanz eingeht.

Cambridge, Massachusetts (ots/PRNewswire) – Ein Bericht der Brattle Group, der die Vor- und Nachteile von Alternativenenergie- und Kapazitätsmarktsentwürfen analysiert, wurde heute bei einer Konferenz des Capacity Market Evolution Committees (Ausschuss zur Entwicklung des Kapazitätsmarkts) von PJM Interconnection veröffentlicht. Der Bericht umfasst einen internationalen Vergleich von Strommärkten, um die zahlreichen Herausforderungen und Konzeptionselemente zu analysieren, denen sich Regulierungsbehörden und Systembetreiber weltweit ausgesetzt sehen, wenn sie versuchen, konkurrenzfähige Strommärkte zu entwerfen, die eine langfristige Zuverlässigkeit des Systems gewährleisten.

Der Bericht ist Teil einer Initiative PJMs, um sich auf sein „Long-Term Issues Symposium“ (Symposium zu langfristigen Themen) vorzubereiten, das am 26. und 27. Januar 2010 stattfindet. Er analysiert diverse vorliegende Forschungsergebnisse über unterschiedliche Energiemärkte und bietet eine umfassende Bewertung internationaler Strommärkte, der jeweiligen Konzeptionselemente für Energie- und Kapazitätsmärkte und des Ausmasses, in dem diese Marktkonzeptionen bislang in der Lage sind, Ressourcen anzuziehen und zu wahren. Die Verfasser vergleichen sogenannte „reine Energiemärkte“, d. h. Energiemärkte mit administrativen Kapazitätszahlungen, und Energiemärkte mit Anforderungen an die Ressourcenadäquanz, die auf kurzfristiger oder mehrjähriger Forward-Basis über bilaterale Märkte oder ISO-verwaltete zentralisierte Kapazitätsmärkte durchgesetzt werden.

Johannes Pfeifenberger, Mitverfasser des Berichts und Leiter der Utility Practice bei The Brattle Group, erklärt: „Wir haben festgestellt, dass viele „reine Energiemärkte“ noch nicht unter Beweis stellen konnten, dass sie in der Lage sein werden, die Erzeugungsressourcen anzuziehen und zu wahren, die zur Sicherstellung der langfristigen Zuverlässigkeit von Systemen erforderlich sind. Viele Strommärkte sind vielmehr auch weiterhin auf marktferne Mechanismen zur Sicherung der Versorgung angewiesen, die die Anstrengungen zur Schaffung von Wettbewerbsbedingungen behindern, Marktpreise verzerren und die Notwendigkeit einer Intervention durch Regulierungsbehörden aufrechterhalten.“

Die Autoren analysieren ausserdem den allgemeinen US-amerikanischen Ansatz, bei zentralisierten Kapazitätsmärkten Anforderungen an die Ressourcenadäquanz aufzuerlegen, in manchen Fällen auf einer mehrjährigen Forward-Basis. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass zentralisierte Kapazitätsterminmärkte die Komplexität von Strommärkten stark erhöhen, in Grosshandelsmärkten mit regulierten, vertikal integrierten Versorgungsunternehmen jedoch nur geringe Vorteile bieten. Trotz ihrer Komplexität bieten Kapazitätsterminmärkte in vollständig restrukturierten Strommärkten mit Wettbewerb im Einzelhandel jedoch erhebliche Vorteile, indem sie die Preistransparenz erhöhen, eine Überwachung des Markts ermöglichen, die Zuverlässigkeit sicherstellen und den Stromeinkauf vereinfachen, vor allem in Märkten mit kleinen Versorgern und migrierenden Kundenlasten.

Der Bericht „A Comparison of PJM’s RPM with Alternative Energy and Capacity Market Designs“ (Ein Vergleich von PJMs RPM mit Alternativenergie- und Kapazitätsmarktkonzepten) wurde von den Wirtschaftswissenschaftlern Johannes Pfeifenberger, Adam Schumacher und Kathleen Spees bei Brattle verfasst. Er ist unter www.brattle.com sowie unter http://www.pjm.com/committees-and-groups/committees/cmec.aspx verfügbar.

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