Wirtschaft

Vermögensaufbau statt Bitcoin-Spekulation

Die Digitalwährung Bitcoin eilt von Rekordkurs zu Rekordkurs. Die Kryptowährung hat allein in den zurückliegenden Wochen mehr als 70 Prozent an Wert gewonnen.

Bitcoin-ETFs bergen beachtliche Risiken

 

Der rasante Wertzuwachs weckt bei vielen privaten Investoren Begehrlichkeiten. Doch Vorsicht: Bitcoin ist weder ein Teil des regulären Devisenmarkts, noch ein Rohstoff wie beispielsweise Gold, das auf den klassischen Terminmärkten gehandelt wird.

Daher kann der Sparer diese Kunstwährung nicht einfach bei seiner Bank oder bei einem Wechselbüro gegen Euro umtauschen. Bitcoin wird vielmehr über spezielle Internetplattformen oder Bitcoin-Börsen gehandelt. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

So verlockend die Wertsteigerungen sind, eine Anlage hat nicht unerhebliche Risiken. Darauf verwies jüngst auch die deutsche Bundesbank. „Der Bitcoin ist ein Tauschmittel, das nicht von einer Zentralbank herausgegeben wird, sondern von nicht bekannten Akteuren.“ Die deutschen Währungshüter warnen daher den Bürger, den Bitcoin als „Wertaufbewahrungsmittel“ zu benutzen.

Tatsächlich schwanken die Kurse des Bitcoin sehr stark. So ist der Kurs der Cyberwährung im September innerhalb von zwei Wochen um 40 Prozent abgestürzt, ehe er zu einem erneuten Höhenflug ansetzte. Einen Investmentfonds auf Bitcoin, der die Risiken senken könnte, gibt es derzeit noch nicht. Bitcoin-ETFs sind bisher an den Zulassungshürden gescheitert. So anziehend der rasante Wertzuwachs der Digitalwährung auch ist, ein vernünftiger Vermögensaufbau mit einem überschaubaren Risiko braucht seine Zeit.

Der Sparer benötigt eine klare Vorstellung über die eigenen finanziellen Ziele und Möglichkeiten. Hierbei kann ein Vermögensverwalter helfen, der ein Vermögenskonzept entwickelt, das zum Risikoprofil des Sparers passt.

Auskömmliche Renditen sind beispielsweise mit regulierten Finanzprodukten wie Fonds möglich. Das zeigt die Entwicklung in der Vergangenheit. So verbuchten Fonds, die in deutsche Aktien investierten, in den zurückliegenden 25 Jahren im Durchschnitt einen Gewinn von 614 Prozent bzw. 8,2 Prozent jährlich.

Darüber hinaus informieren Fonds die Anleger wie kaum ein anderes Finanzprodukt so umfangreich und regelmäßig. Bereits vor dem Kauf können sie verschiedene Fonds leicht mittels der so genannten „wesentlichen Anlegerinformationen“ vergleichen. Diese enthalten alle wichtigen Informationen zu Anlagezielen, Risiko, Kosten und zur Wertentwicklung in der Vergangenheit. (BVI)

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