Was passiert ist
Die Inflation im Januar entsprach unseren Erwartungen. Der Kernverbraucherpreisindex (Core-VPI) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,3 %, wodurch sich die jährliche Inflationsrate auf 2,5 % verringerte. Wie erwartet schwächte sich auch die Inflation im Bereich der Wohnkosten ab. Die Preise für Basisgüter erholten sich nach den saisonalen Rabatten und die Auswirkungen des US-Shutdowns wurden in einzelnen Kategorien stärker ausgeglichen.
Was das bedeutet
Wir sehen in diesem Bericht eine Bestätigung unserer Einschätzung, dass die tariflichen Anpassungen weitgehend abgeschlossen sind. Gleichzeitig erwarten wir, dass die Inflation im Mietpreissegment auf ein Niveau unterhalb des Vorkrisenniveaus zurückkehrt und die Lohnstückkosten, die derzeit dem Zielwert entsprechen oder leicht darunter liegen, die Inflation im Zeitverlauf ebenfalls dämpfen werden.
Wir gehen davon aus, dass die Inflationsrate im Jahresvergleich bis April wieder ansteigen wird, bevor sie im Laufe des Jahres wieder abnimmt. Die Auswirkungen der Steuersenkungen, die im „One Big Beautiful Bill“ enthalten sind, dürften die Nachfrage in der ersten Jahreshälfte robust halten und könnten zudem zu einem gewissen Inflationsdruck beitragen. Sobald dieser nachlässt, erwarten wir, dass die Federal Reserve einen Konsens im Ausschuss für weitere Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte erzielt. Ein wesentliches Risiko besteht darin, dass die Einführung von KI größere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben könnte als bisher angenommen. Vor diesem Hintergrund beobachten wir diese Entwicklung genau, insbesondere angesichts der deutlichen Neubewertung von Aktien sowie von Krediten und privaten Krediten in Branchen mit erhöhtem Potenzial für KI-bedingte Veränderungen.
Was kommt als Nächstes
Dieser Bericht bestätigt unsere Inflationsprognose für 2026 von 2,4 %. Wir rechnen weiterhin mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr, während der Markt aktuell rund 60 Basispunkte einpreist.
































