Wirtschaft

Studie zeigt: Klare Motivation für Kauf von Second Hand Kleidung bleibt Nachhaltigkeit

Repräsentative Studie mit mehr als 6.000 Teilnehmer*innen bestätigt Trend vom Vorjahr: 56 Prozent der Deutschen haben bereits Second Hand Kleidung gekauft

Free-Photos / Pixabay

Dass Kleidung aus zweiter Hand mehr als ein Trend ist, bestätigt der aktuelle Second Hand Fashion Report 2020 von ubup, Deutschlands größtem Second Hand Onlineshop: Mehr als jede*r Zweite (56 Prozent) in Deutschland hat bereits Second Hand Kleidung gekauft, das ist ein Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei shoppen Frauen (67 Prozent) häufiger Second Hand Kleidung als Männer (49 Prozent). Dies sind Ergebnisse des diesjährigen Second Hand Fashion Reports, für den ubup – eine Marke von momox – das zweite Jahr in Folge jeweils zwei Studien durchgeführt hat: Eine repräsentative Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar sowie eine Kundenumfrage unter ubup Kund*innen, um detaillierte Einblicke in den Gebrauchtwarenmarkt für Kleidung zu bekommen. Insgesamt nahmen in diesem Jahr über 6.000 Personen an den Umfragen teil.

Second Hand Kleidung wird vor allem online geshoppt

Die repräsentative Kantar-Umfrage zeigt, dass Second Hand Kleidung besonders gerne online gekauft wird: 63 Prozent der Second Hand Käufer*innen shoppen im Netz. Auf Flohmärkten suchen 42 Prozent nach dem nächsten Lieblingsteil aus zweiter Hand, gefolgt von Second Hand Läden mit 37 Prozent. Vor allem Frauen (73 Prozent) kaufen gerne online second hand. Dafür gehen Männer lieber in Second Hand Läden shoppen (43 Prozent).

Der Kauf von gebrauchter Kleidung ist zur Routine geworden: Fast ein Drittel der Deutschen (32 Prozent) kaufen regelmäßig – mindestens alle drei Monate. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr leicht (um drei Prozent) gestiegen. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) gibt an, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft gebrauchte Kleidung kaufen werden – ein Zuwachs von sechs Prozent zum letzten Jahr.

Second Hand Kleidungskauf ist keine Frage des Einkommens

Wie auch schon im vergangenen Jahr bestätigt die diesjährige Kantar-Umfrage, dass der Kauf von Second Hand Kleidung nicht im Zusammenhang mit dem Brutto-Haushaltseinkommen steht. Lediglich die Befragten mit einem Brutto-Haushaltseinkommen von über 50.000 Euro liegen minimal unter dem Durchschnitt von 58 Prozent. Am beliebtesten ist Kleidung aus zweiter Hand vor allem bei Jüngeren: So haben bereits 63 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 64 Prozent der 24- bis 34-Jährigen bereits Second Hand Kleidung gekauft. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Kauflust von Second Hand Kleidung bei den 55- bis 64-Jährigen von 43 auf 51 Prozent gestiegen.

Nachhaltigkeit als Hauptmotivation für Second Hand Shopping von Kleidung

Um mehr über die Gründe für den Kauf von Second Hand Kleidung zu erfahren, hat ubup eine Kundenumfrage unter knapp 5.000 Teilnehmer*innen durchgeführt. Klare Motivation für den Kauf von gebrauchter Kleidung ist der Nachhaltigkeitsaspekt: 86 Prozent aller Befragten geben an, Kleidung aus zweiter Hand zu kaufen, weil dies gut für die Umwelt ist. Im vergangenen Jahr waren es 83 Prozent. 79 Prozent shoppen Kleidung second hand aufgrund der Preisersparnis im Vergleich zur Neuware. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) geht auf Kleidungssuche bei Second Hand, da die gewünschte Ware nicht mehr im regulären Handel verfügbar ist. Männern (86 Prozent) scheint der günstige Preis dabei wichtiger zu sein als Frauen (79 Prozent). Diese wiederum legen mehr Wert auf Umweltschutz (80 Prozent bei Männern vs. 88 Prozent bei Frauen).

Ganze 90 Prozent geben an, dass ihnen allgemein beim Kleidungskauf Nachhaltigkeit und Umweltschutz wichtig oder sehr wichtig sind. Dabei ist der Nachhaltigkeitsaspekt jeder zweiten befragten Frauen (50 Prozent) sehr wichtig, bei den Männern sind es nur 37 Prozent. Vor allem Menschen über 60 Jahre achten beim Kleidungskauf auf Nachhaltigkeit (56 Prozent).

Corona-Pandemie ändert Kaufverhalten: Knapp ⅓ der Deutschen hat weniger Kleidung gekauft

Angesichts der Corona-Pandemie haben ubup und Kantar die möglichen Veränderungen beim Kaufverhalten in Bezug auf Kleidung untersucht. Das Ergebnis: Knapp ein Drittel der Deutschen (29 Prozent) haben aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie weniger Kleidung gekauft – egal ob neu oder gebraucht. Dabei geben 63 Prozent an, dass sie nichts Neues brauchen und fast jedem Zweiten (49 Prozent) erschien der Kleidungskauf nicht wichtig. Gleichzeitig gibt über die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) an, dass sich ihr Kaufverhalten bei Kleidung durch Corona nicht verändert hat. Acht Prozent der Befragten haben mehr Kleidung geshoppt als zuvor.

Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist durch die Corona-Pandemie gestiegen

Unter den ubup Kund*innen geben 16 Prozent an, seit der Corona-Pandemie bewusster einzukaufen und auf Nachhaltigkeit zu achten. Dabei kaufen jetzt 91 Prozent gebrauchte Artikel. Mehr als die Hälfte achtet auf Label wie Fair Trade (58 Prozent) und verzichtet auf Fast Fashion (56 Prozent). Ein Fünftel kauft jetzt nur noch Mode von nachhaltigen Labels.

Diese und weitere spannende Studienergebnisse des Second Hand Fashion Reports 2020 finden sich hier. Im vergangenen Jahr veröffentlichte ubup den ersten Second Hand Fashion Report, dessen Ergebnisse hier eingesehen werden können.

(ubup)

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