Der geplante Börsengang von SpaceX markiert einen Wendepunkt für die Weltraumwirtschaft und bietet erstmals einen Bewertungsanker am öffentlichen Markt für eine Gruppe von Aktien, die bisher keinen solchen Referenzwert hatten.
Die Auswirkungen auf den gesamten Sektor könnten erheblich sein. Im Bereich der Satellitenkommunikation würden die von Starlink offengelegten Umsatzkennzahlen den Anlegern einen Maßstab an die Hand geben, um Konnektivitätsunternehmen weltweit zu bewerten. Wettbewerber wie Eutelsat, SES, Echostar oder Globalstar dürften nun stärker von Investoren geprüft werden, um Wachstumskennzahlen und Margen miteinander zu vergleichen. Auf der Infrastrukturseite könnte das Ökosystem neu bewertet oder herabgestuft werden, da der Markt endlich über eine öffentliche Referenz für den Sektor verfügt. Der Börsengang könnte den Raumfahrtsektor neu definieren – nicht als spekulatives Thema, sondern als legitime Infrastrukturkategorie neben Bereichen wie Energie und Telekommunikation.
Europäische Industrieunternehmen, die noch immer über europäische Weltraum-Assets verfügen, könnten versuchen, den inneren Wert ihrer Weltraumsparten genauer unter die Lupe zu nehmen, die derzeit mit einem Abschlag gehandelt werden. Angesichts des starken Interesses der Investoren an diesem IPO könnte es auch andere Weltraum-Start-ups ermutigen, selbst einen Börsengang vorzubereiten oder in Betracht zu ziehen. Die Notierung von SpaceX könnte also nicht nur eine weitere Weltraumaktie für den Handel schaffen, sondern einer ganzen Generation neuer Weltraumunternehmen die Tür öffnen.
Insgesamt signalisiert der IPO, dass die Weltraumwirtschaft eine ausreichende Reife erreicht hat, um in einem diversifizierten Portfolio neben anderen wichtigen Infrastruktursektoren berücksichtigt zu werden.
































