Wirtschaft

Rettungsanker Gold und Silber?

Panikmache oder kluge Strategie für die private Ruhestandsplanung?

Hamsterkaufempfehlungen, Brexit, Staatsverschuldung, Niedrigzins, Inflationsangst, politische Unsicherheiten. Die Liste der Negativmeldungen für Anleger ist endlos. „Viele Menschen verlieren das Vertrauen in den Euro, suchen sichere Lösungen für ihr Geld“, sagt Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für RuhestandsPlanung, kurz DGfRP. Aber was ist die Alternative?

Es ist nicht verwunderlich, dass die privaten Haushalte in Deutschland laut einer aktuellen Studie der Steinbeiß Hochschule mittlerweile die Rekordmenge von 8.672 Tonnen an Gold gehortet haben. „Im Gegensatz dazu investieren institutionelle Investoren derzeit ins Edelmetall Silber“, so Härtling. So hat die Großbank JP Morgan in den vergangenen Jahren mit 55 Millionen Unzen den größten Silberschatz aller Zeiten angehäuft.

Gold wird traditionell gehortet, Silber dagegen großteils industriell verbraucht. In jedem Neufahrzeug, in Handys, in Computerchips wird Silber verbaut. Vor 15 Jahren wurden etwa 1.000.000 Unzen Silber für den Bau von Solaranlagen verbraucht. In den kommenden drei Jahren erwarten Experten allein hier einen Verbrauch von 100 Millionen Unzen pro Jahr. Und nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung steigt der Verbrauch von Silber weltweit massiv an.

„Experten rechnen in den nächsten Jahren mit einer Vervielfachung des Silberpreises“, so Härtling. Die Gründe dafür: Aktuell liegt der stark schwankende Silberpreis aufgrund weltweiter Spekulationen mit Zertifikaten, die ein Vielfaches der tatsächlichen Silberproduktion ausmachen, sogar weit unter dem Preisniveau von 50 Dollar pro Unze von vor rund 35 Jahren und das trotz des massiv gestiegenen Verbrauchs. Ein Recycling im großen Stil lohnt bei diesen Preisen kaum. Der Clou dabei: Weltweit reichen die bekannten Silbervorkommen nur noch etwa bis ins Jahr 2028. Danach wird es durch die Verknappung für die Industrie wohl sehr teuer, Silber zu verbauen. Alternativen sind bei der Vielfalt von Nutzungen und Weltpatenten nicht in Sicht.

„Dies macht physisches Silber zu einer der derzeit wahrscheinlich lukrativsten Investitionsformen und zu einer interessanten Beimischung für die persönliche Ruhestandsplanung“, sagt Härtling. So lohne sich neben einer Erstinvestition auch das Einrichten eines Silbersparplans. Dabei sollten Anleger auf einige sehr wichtige Punkte achten, so Härtling. In Deutschland wird beim Kauf von Silberbarren Mehrwertsteuer fällig. Dazu kommen teils horrende Preisaufschläge der Händler von bis über 75 Prozent sowie hohe Preisabschläge bei späterem Verkauf.

Anleger sollten die Preise sehr genau vergleichen und Kaufaufschläge auch bei Kleinmengen von über 30 Prozent und Verkaufsabschläge von über fünf Prozent unbedingt vermeiden. Wer Silber in einem Schweizer Zollfreilager erwirbt und lagert, spart sich zusätzlich legal die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent und bekommt somit wesentlich mehr Silber für sein Geld. Wird physisches Silber mit Gewinn nach mehr als einem Jahr verkauft, so ist der Mehrerlös, anders als bei Silberzertifikaten, nach deutschem Recht steuerfrei. Ein weiteres gutes Argument.

Besonderes Bonbon für Arbeitgeber: Überlassen diese ihren Arbeitnehmern monatlich Silber im Wert von maximal 44 Euro (anstelle eines Tankgutscheins), so können die Mitarbeiter damit langfristig steuerfrei ein Vermögen aufbauen. Angesichts möglicher kommender Eurokrisen hätten immer mehr Menschen lieber einen Silberbarren im Zollfreilager, als ein wertloses Stück Papier im heimischen Finanzordner.

(Quelle: Presseinformation Deutsche Gesellschaft für RuhestandsPlanung mbH)

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