Wirtschaft

Mehr staatliche Förderung als jemals zuvor

Warum die berufliche Weiterbildung gerade jetzt in Angriff genommen werden sollte

geralt / pixabay

Der Staat übernimmt im neuen Jahr für viele anerkannte Aufstiegsfortbildungen einen noch größeren Anteil der Kosten – ein Überblick, wie und wovon Weiterbildungsinteressierte künftig profitieren.

Regenstauf – 2021 ist für Weiterbildungsinteressierte ein besonders attraktives Jahr, um in das eigene berufliche Fortkommen zu investieren: Nochmals erweiterte, extrem großzügige staatliche Förderungen machen künftig umfangreiche Aufstiegsfortbildungen wie den Staatlich geprüften Techniker, den Industriemeister IHK oder auch den Wirtschaftsfachwirt IHK praktisch ohne große Investitionen aus der eigenen Tasche möglich. Über die Frage, wie man eine berufliche Weiterbildung am besten finanzieren kann, muss man sich künftig weniger Sorgen machen.

„Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik konnten Beschäftigte so umfangreiche staatliche Unterstützungsmöglichkeiten nutzen“, sagt Gottfried Steger, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Eckert Schulen, Süddeutschlands größtem privaten Weiterbildungscampus mit Sitz vor den Toren Regensburgs. Dort und an rund 50 Standorten in ganz Deutschland legen rund 9.000 Teilnehmer den Grundstein für ihren beruflichen Aufstieg. Je nach Aufstiegsfortbildung könnten Teilnehmer 2021 damit rechnen, dass dank öffentlicher Unterstützung bis zu 75 Prozent der Kosten vom Staat übernommen werden, sagt Steger.

Die berufliche Förderung gewinnt durch die großzügige staatliche Förderung erheblich an Bedeutung und erlebt damit eine Gleichstellung mit den kostenfrei zugänglichen Angeboten der Hochschulen. Profitieren Teilnehmer zusätzlich vom so genannten Meisterbonus, einer Prämie, die von einigen Bundesländern für den erfolgreichen Prüfungsabschluss gezahlt wird – in Bayern zum Beispiel 2.000 Euro, so übersteigt die staatliche Förderung insgesamt bisweilen sogar die Gesamtkosten.

Premiere für neues Aufstiegs-BAföG

Es ist vor allem das neue „Aufstiegs-BAföG“, das seit 1. August 2020 gilt, das berufliche Weiterbildungen für Teilnehmer 2021 nochmals attraktiver macht. Sie profitieren dank dem neuen Gesetz von höheren Zuschussanteilen, höheren Freibeträgen sowie einem höheren Anteil, der von den Darlehen erlassen wird. Konkret übernimmt der Staat beispielsweise künftig die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie die Hälfte des Darlehens bei Bestehen der Abschlussprüfung. Unabhängig vom Einkommen und vom Vermögen.

Hinzu kommt der so genannte Meisterbonus, der je nach Bundesland unterschiedlich hoch ist. Bayern hat diesen kürzlich auf 2.000 Euro erhöht, in anderen Teilen Deutschlands liegt dieser Zuschuss bei 1.000 oder 1.500 Euro. Einzige Voraussetzung, um in den Genuss dieses zusätzlichen Benefits zu kommen: das Bestehen der Prüfung.

Beispiel Industriemeister IHK

Besonders bei den in Deutschland beliebten beruflichen Aufstiegsfortbildungen eröffnen diese Angebote deutlich mehr finanziellen Spielraum und machen sie unabhängig vom Geldbeutel Interessierter. So summieren sich die Lehrgangs- und Prüfungskosten beispielsweise für eine Weiterbildung zum Industriemeister IHK auf 4.850 Euro. Darauf erhalten Teilnehmer einen Zuschuss von 2.425 Euro. Zusätzlich übernimmt der Staat die Hälfte der für den Teilnehmer verbleibenden Kosten von 2.425 Euro, also nochmals 1.212,50 Euro. Macht in Summe 3.637,50 Euro, die zurückfließen. „Damit werden 75 Prozent der Investition vom Staat übernommen“, sagt Andrea Radlbeck, die Leiterin der Aus- und Weiterbildungsberatung an den Eckert Schulen.

Profitieren Absolventen dann zusätzlich vom Meisterbonus von – je nach Bundesland 2.000 Euro (Bayern), 1.500 Euro (z.B. Baden-Württemberg) oder 1.000 Euro (z.B. Sachsen) – wird die gesamte Maßnahme praktisch kostenlos und bringt – neben dem langfristigen Mehrwert im Beruf – sogar schon kurzfristig zusätzlich eine kleine „Rendite“.

Beispiel Wirtschaftsfachwirt IHK

Beim Wirtschaftsfachwirt IHK ist die Situation ähnlich vorteilhaft: Dort erhalten diejenigen, die ihre Weiterbildung abschließen, rund 2.550 Euro der Kosten von rund 3.400 Euro vom Staat zurück. Auch hier kommt der Meisterbonus als zusätzliche Förderung hinzu.

Beispiel Staatlich geprüfter Techniker

Bei der zurzeit besonders gefragten Fortbildung zum Staatlich geprüften Techniker, in vielen Unternehmen heute und künftig Bindeglied zwischen Produktion und der Industrie 4.0, verringern die neuen Förderoptionen den Eigenanteil der Teilnehmer ebenfalls signifikant. Schließt man den Meisterbonus ein, verbleiben für die zweijährige Vollzeit-Weiterbildung von den Gesamtkosten von rund 10.800 Euro weniger als 2.000 Euro, die selbst zu tragen sind.

In welcher Form Fachkräfte die Weiterbildungen absolvieren, spielt dabei keine Rolle: Staatlich gefördert werden sowohl Voll- oder Teilzeitlehrgänge oder auch ein Fernstudium. Anbieter wie die Eckert Schulen, 2019 und 2020 vom Stern als „Deutschlands bester Weiterbildungsanbieter“ ausgezeichnet, öffnen Interessierten die Möglichkeiten zu allen drei Wegen. „Für viele unserer Teilnehmer war bereits bisher die staatliche Unterstützung Grundlage für ihre persönliche Erfolgsgeschichte und neue Karriereoptionen in ihrem Unternehmen, die neuen Möglichkeiten eröffnen nun noch mehr Menschen diese Chance“, sagt Gottfried Steger, der stellvertretende Vorstandschef der Eckert Schulen.

(Eckert Schulen)

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