Wirtschaft

Länderranking: Belgien ist das innovativste Land in Europa

● TSG-Analyse zeigt, in welchen Ländern mit Innovation Geld erwirtschaftet wird ● TOP 5: Belgien, Schweiz, Niederlande, Deutschland und Schweden ● Für Investoren eine gute Ergänzung zu globalen Innovationsanzeigern

12019 / Pixabay

Die auf angewandte Innovation spezialisierte Schweizer Investmentboutique The Singularity Group (TSG) hat die Länder Europas nach ihrer Innovationskraft durchleuchtet. Das Besondere der Analyse: Der Fokus liegt auf dem Innovations-Output, d.h. je Land wurden die Innovationsumsätze der jeweiligen börsennotierten Unternehmen betrachtet. Anlegerinnen und Anleger können so erkennen, wo Innovation bereits messbare und greifbare Ergebnisse in Form von Geldzuflüssen für Unternehmen bringt. Die ersten fünf Plätze im Ranking belegen: 1. Belgien, 2. Schweiz, 3. Niederlande, 4. Deutschland, 5. Schweden.

Die Methodik: TSG hat für jedes Land einen Innovations-Score oder auch Singularity Score (SI-Score) errechnet. Dieser Wert stellt den kumulierten Anteil der Innovationseinnahmen aller börsennotierten Unternehmen des Landes als Prozentsatz ihrer Gesamteinnahmen dar. Auf Unternehmen angewendet spiegelt die Maßzahl den Anteil der Einnahmen eines Unternehmens wider, die auf Innovationswertschöpfungsketten zurückzuführen sind. „Was den Innovations-Output im Bereich der börsennotierten Unternehmen angeht, so bietet der SI-Score eine völlig andere Perspektive auf die europäischen Innovationsführer als die Rankings, die sich hauptsächlich aus inputbasierten Messungen ergeben“, sagt Dr. Shiko Ben-Menahem, Director of Research bei TSG. „Unser Ranking bildet ab, wo Innovation tatsächlich stattfindet und Wert generiert.”

Der SI-Score der Welt liegt bei 4,0. Das bedeutet, dass nur vier Prozent, bzw. rund drei Billionen US-Dollar, der etwa 76 Billionen US-Dollar Umsatzerlöse aller börsennotierten Unternehmen der Welt auf Innovation entfallen. In Europa liegt der SI-Score etwas höher, er beträgt hier 4,8. Auf der Grundlage des Singularity Score führt

(#1) Belgien (SI-Score: 11,5) die Liste mit dem höchsten Anteil der Innovationsumsätze an den Gesamteinnahmen an. Dies ist hauptsächlich auf Umicore (SI-Score: 85) zurückzuführen, einem weltweit führenden Unternehmen für fortschrittliche Werkstoffe und das Recycling von Batterien für Elektrofahrzeuge. Auf das Unternehmen entfallen rund 75 Prozent (24,2 Mrd. USD) der gesamten Innovationseinnahmen Belgiens.

(#2) Die Schweiz (SI-Score 9,8) liegt mit ihren führenden Unternehmen in den Bereichen Robotik und Automatisierungstechnik und Bioinformatik auf dem zweiten Platz. Bezogen auf die höchsten Innovationsumsätze pro Kopf liegt die Schweiz sogar auf Platz 1.

(#3) Die Niederlande (SI-Score: 6,1) zeichnen sich durch branchenführende Technologien aus, die globale Innovationen in den Bereichen Rechenleistung und Advanced Materials ermöglichen.

(#4) Deutschlands (SI-Score: 6,0) Innovationslandschaft umfasst führende Unternehmen in den Bereichen Advanced Materials sowie Robotik und Automatisierung. Gemäß dem Anteil der Innovationseinnahmen eines Landes an den gesamten Innovationseinnahmen in Europa führt Deutschland die Rangliste an.

(#5) Schwedens (SI-Score: 5,2) Hauptakteure sind der IT-Anbieter Hexagon (SI-Score: 100) und der Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen AAK (SI-Score: 94).

(#6) Finnland (SI-Score: 5,1), das von Innovatoren in der Biodieselherstellung angetrieben wird,

(#7) Irland (SI-Score: 5,0), Heimat des Herstellers von natürlichen Aromen und Lebensmittelzusatzstoffen Kerry Group (SI-Score: 84), und

(#8) Frankreich (SI-Score: 4,9), ein europäischer Hotspot für Unternehmen aus den Bereichen Neue Energien und Big Data, schließen die Reihe der Länder mit überdurchschnittlichen Werten ab.

Die Ergebnisse der TSG-Analyse können eine gute Ergänzung zu Rankings wie dem European Innovation Scoreboard der europäischen Kommission – kurz EIS – sein. Das EIS stützt sich auf eine Reihe von 32 Indikatoren, die sich auf Dimensionen wie die Attraktivität der Forschungssysteme eines Landes, die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung und den Einsatz von Informationstechnologie beziehen. Dr. Shiko Ben-Menahem erläutert den Unterschied: „Während das EIS also vor allem Einblick in den Aufwand der Länder gibt, welcher in Innovation fließt, konzentriert sich unsere Analyse darauf, wo tatsächlich bereits Innovationseinnahmen erwirtschaftet werden. Sie bietet speziell Anlegern also eine gute Grundlage und Orientierung.“

Die Gesamtübersicht zum Ranking aller 28 untersuchten Länder finden Sie hier:

https://medium.com/seekingsingularity/europes-most-innovative-countries-effort-spent-vs-money-made-d0504cec5f9e

(The Singularity Group)

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