Wirtschaft

Kein Steuergeld für E-Autos – ein Kommentar

Die deutsche Autoindustrie hat es geschafft: Obwohl es ihr bislang nicht gelungen ist, ein praktisches Elektroauto auf den Markt zu bringen, soll sie nun auch noch vom Staat belohnt werden.

Jeder Steuerzahler, ob mit oder ohne Führerschein, soll dafür aufkommen, dass die Industrie mehr Elektroautos verkaufen kann. Das ist Steuerverschwendung, und man fragt sich, warum der sonst knausrige Schäuble sich nicht mehr wehrt. Ist die Autolobby stärker als er?

Will er ausgerechnet jene Unternehmen stützen, die bei den Diesel-Abgaswerten betrogen haben? E-Autos sind ja nicht deshalb Ladenhüter, weil die Menschen etwas gegen elektrische Antriebe hätten. Hinderlich sind die praktischen Dinge: E-Autos haben nur eine geringe Reichweite, kaum Platz im Kofferraum, und vor allem gibt es nur wenige Elektro-Zapfsäulen. Es ist zunächst Sache der Autoindustrie wie auch der Energie-Konzerne, hier für eine gute Infrastruktur zu sorgen. Notfalls kann der Staat helfend eingreifen. So, wie er es auch beim Ausbau der digitalen Netze tut. Eine Lüge bleibt das Argument, dass E-Autos keine Schadstoffe ausstoßen. Zwar kommen diese nicht aus dem Auspuff, dafür aus den Kraftwerken, die den Strom produzieren. Also auch aus Braunkohlekraftwerken in NRW oder aus Atomkraftwerken unserer Nachbarländer.

Es wäre ein Witz, wenn die Bundesregierung dies wirklich so will. Die nach wie vor gut verdienende Autoindustrie darf nicht einfach die Hand aufhalten, sondern sie muss auch selbst finanziell dazu beitragen, dass Mobilität künftig „grüner“ wird.

NRZ
print

Tags: , , , , , , , , , , ,

ASCORE Auszeichnung

Es gibt viele gute Tarife – für die Auszeichnung „Tarif des Monats“ gehört mehr dazu. Lesen Sie hier, was die ausgezeichneten Tarife zu bieten haben.

Tarife des Monats im Überblick

ETF-News

ETF-News

Aktuelle News zu börsengehandelten Indexfonds.

zu den News

Guided Content

Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.

Die Ausgaben im Überblick

ESG Impact Investing

In jeder Ausgabe stellt "Mein Geld" ein UN-Entwicklungsziel und dazu passende Investmentfonds vor.

Un-Entwicklungsziele im Überblick

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mein Geld Newsletter

Melden Sie sich für unseren 14-tägigen Newsletter an.

zur Newsletteranmeldung

25 Jahre Mein Geld
Icon

Mein Geld TV

Das aktuelle Video

-
Warum bietet die bKV ein großes Vertriebspotential?

Die bKV wächst zwar stark, ist aber völlig unterrepräsentiert in den Unternehmen.

zum Video | alle Videos
Icon

Mein Geld Magazin

Die aktuelle Ausgabe

Mein Geld 02 | 2024

Die Zeitschrift Mein Geld - Anlegermagazin liefert in fünf Ausgaben im Jahr Hintergrundinformationen und Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Finanzen.

zur Ausgabe | alle Ausgaben