Wirtschaft

Europa darf nicht länger zaudern

Die vorliegenden Reformvorschläge zur Stärkung des Binnenmarkts und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit müssen jetzt konsequent umgesetzt werden

„Europa muss in strategisch kritischen Bereichen deutlich handlungsfähiger werden. Dafür brauchen wir klare Zuständigkeiten, schnellere Entscheidungsprozesse und den Mut, Kompetenzen dort zu bündeln, wo über Europas Zukunft entschieden wird. Wenn Europa weiter zaudert, verliert es nicht nur an Wettbewerbsfähigkeit, sondern riskiert einen schleichenden Bedeutungsverlust im globalen Machtgefüge“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der informellen Klausurtagung der EU-Staats- und Regierungschefs morgen.

Jandura weiter: „Ich setze Hoffnung auf diesen Gipfel und vor allem auf die Gespräche mit Vertretern der Wirtschaft. Gut gemeinte Vorschläge aus Brüssel scheitern zu oft an der praktischen Umsetzbarkeit. Die Analysen liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen endlich Taten folgen. Die Vorschläge zeigen klar, wo Europa strukturell nachbessern muss: beim Binnenmarkt, bei der Kapitalmarktunion, bei Innovation und Investitionen – und vor allem bei der Regulierungsdichte.“

„Angesichts zunehmender geoökonomischer Spannungen, wachsender Handelskonflikte und strategischer Abhängigkeiten braucht Europa mehr als wohlklingende Gipfelerklärungen. Wer über Wettbewerbsfähigkeit spricht, darf nicht gleichzeitig neue Belastungen schaffen. Europa braucht weniger Fragmentierung, weniger Bürokratie und mehr wirtschaftliche Dynamik. Der Binnenmarkt ist unser stärkster strategischer Hebel – doch sein Potenzial wird bis heute nicht ausgeschöpft.“

„Die entscheidende Frage lautet: Wollen wir weiter diskutieren oder endlich handeln? Wenn wir das Gezauder jetzt nicht überwinden, verliert Europa nicht nur an Wettbewerbsfähigkeit. Dann entscheiden künftig andere über unsere Zukunft“, so der Außenhandelspräsident abschließend.

 

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