Wirtschaft

E-Rechnung: Annahmepflicht ab 1. Januar 2025 und die größten Irrtümer

Ein bedeutender Meilenstein in der deutschen und europäischen Geschäftswelt wird bald erreicht: Die Einführung der E-Rechnung

Allerding gibt es auch weit verbreitete Missverständnisse rund um das Wachstumschancengesetz und die Pflicht zur E-Rechnung aber auch Herausforderungen in der doch recht kurzfristigen Implementierung.

Erster Irrtum

„Die Umsetzung des Wachstumschancengesetzes hat doch noch Zeit, schließlich gibt es großzügige Übergangsfristen.“

Richtig ist: Für die Annahme- und elektronische Weiterverarbeitung von Eingangsrechnungen, im Gegensatz zu Ausgangsrechnungen, gibt es keine Übergangsfrist! Sie sind somit verpflichtet ab 01.01.2025 diese Anforderung umzusetzen.

Die Umwandlung durch PDF-Bitmap-Druck, als Bild oder Ausdrucken, um das Handling analog zur Papierrechnung fortzuführen und dann den Papierausdruck zu archivieren (egal ob Papierablage oder gar Wiedereinscannen), verstößt schon jetzt gegen GoBD-Anforderungen. Die Übergangsfristen für den Versand eigener Ausgangsrechnungen als E-Rechnungen können schneller abgelaufen sein, als man auf den ersten Blick annehmen möchte. Außerdem werden B2B- und B2G-Kunden maschinenlesbare Rechnungen voraussichtlich früher einfordern.

Zweiter Irrtum

„Ich druck doch bereits meine Rechnungen als PDF und scanne alles ein bzw. lege E-Mails mit PDF-Rechnungen direkt elektronisch ab. Also habe ich doch schon E-Rechnungen umgesetzt?“

Richtig ist: Nein, das ist keine E-Rechnung im Sinne des Wachstumschancengesetzes! Solche Rechnungen sind nicht standardisiert maschinenlesbar. Ausnahmen gibt es nur für B2C-Umsätze, Bagatellgrenzen (250 EUR) und Fahrausweise. Alle übrigen B2B- und B2G-Umsätze in der EU werden künftig auf maschinenlesbaren Rechnungen nach EN16931, ZUGFeRD und XRechnung erlaubt sein. Ein PDF-Druck oder ein Papierausdruck ist dann nicht mehr zulässig!

Herausforderungen in der Implementierung

Die Einführung der E-Rechnung) stellt mittelständische Unternehmen aber auch vor erhebliche Herausforderungen. Die praktische Umsetzung der E-Rechnung zeigt deutliche Mängel, insbesondere in der Handhabung von Gutschriften und nicht standardisierten Belegläufen.

Viele Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, die sich aus der nicht vollständig durchdachten Implementierung der E-Rechnungs-Systeme ergeben. „Die Systeme sind oft nicht in der Lage, mit komplexen Situationen wie Gutschriften bei Warenrücksendungen oder Dienstleistungsfehlern umzugehen“, erklärt Carsten Wagner, Partner und Geschäftsführer der dhmp next GmbH & Co. KG.

Diese Lücken führen zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten für die betroffenen Unternehmen, die bereits unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der jüngsten globalen Ereignisse leiden. „Wir benötigen dringend Lösungen, die unsere spezifischen Bedürfnisse als mittelständische Betriebe berücksichtigen“, fügt Wagner hinzu.

Experten fordern eine Überarbeitung und Nachjustierung der E-Rechnungssysteme, um die Integration von Gutschriften und die klarere Definition im Umgang mit Leistungsstörungen und Sonderfällen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die E-Rechnung den Alltag der Unternehmen effizient und effektiv unterstützt. Denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Um Unternehmen bei der Implementierung und Umsetzung dieser neuen gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen, bietet die dhmp Next GmbH & Co. KG als führende Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei ihre Expertise und Beratungsleistungen an. Wir stehen unseren Mandanten mit einem umfassenden Verständnis der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen, sowie bewährten Lösungen zur Seite, und haben nun aufgrund der sehr engen zeitlichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Beratungs- und Servicepakete zusammengestellt. Hier legen wir besonders Wert auf eine einfache und transparente Sprache sowie praxisnahe Begleitung.

Infos hier

print

Tags: , ,

ASCORE Auszeichnung

Es gibt viele gute Tarife – für die Auszeichnung „Tarif des Monats“ gehört mehr dazu. Lesen Sie hier, was die ausgezeichneten Tarife zu bieten haben.

Tarife des Monats im Überblick

ETF-News

ETF-News

Aktuelle News zu börsengehandelten Indexfonds.

zu den News

Guided Content

Guided Content ist ein crossmediales Konzept, welches dem Leser das Vergleichen von Finanzprodukten veranschaulicht und ein fundiertes Hintergrundwissen liefert.

Die Ausgaben im Überblick

ESG Impact Investing

In jeder Ausgabe stellt "Mein Geld" ein UN-Entwicklungsziel und dazu passende Investmentfonds vor.

Un-Entwicklungsziele im Überblick

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mein Geld Newsletter

Melden Sie sich für unseren 14-tägigen Newsletter an.

zur Newsletteranmeldung

25 Jahre Mein Geld
Icon

Mein Geld TV

Das aktuelle Video

-
Welche Neuerungen gibt es zum BAV-Geschäft?

Im bAV Geschäft gibt es immer wieder neue Trends und verbesserte Tarife. Was können Berater und Vermittler für 202472025 erwarten?

zum Video | alle Videos
Icon

Mein Geld Magazin

Die aktuelle Ausgabe

Mein Geld 03 | 2024

Die Zeitschrift Mein Geld - Anlegermagazin liefert in fünf Ausgaben im Jahr Hintergrundinformationen und Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Finanzen.

zur Ausgabe | alle Ausgaben