Die Anlegerstudie der BarmeniaGothaer macht deutlich: Geschlechterspezifische Unterschiede prägen das Anlageverhalten in Deutschland weiterhin deutlich – trotz wachsender Beteiligung am Kapitalmarkt.
Aktieninvestments nehmen zu – unterschiedliche Investitionsmuster bleiben bestehen
Ein Blick auf die konkreten Anlageformen verdeutlicht die bestehenden Unterschiede: 27 Prozent der Frauen investieren in Aktien, bei den Männern sind es 43 Prozent. Damit ist der Anteil derjenigen, die am Kapitalmarkt investieren, im Vergleich zum Vorjahr zwar insgesamt gestiegen, jedoch deutlich stärker bei den Männern als bei den Frauen. Im Jahr 2025 legten 23 Prozent der Frauen ihr Geld in Aktien an, bei den Männern waren es 35 Prozent.
Frauen setzen weiterhin häufiger auf klassische und sicherheitsorientierte Anlagen wie Sparkonten und Sparbücher (44 Prozent), während nur 36 Prozent der Männer diese Anlageform nutzen. Die Werte liegen damit nahezu auf Vorjahresniveau: Im Jahr 2025 lag der Anteil bei 45 Prozent der Frauen und 37 Prozent der Männer.
Auch bei den Renditepräferenzen zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede. Für 20 Prozent der Männer ist eine möglichst hohe Rendite der wichtigste Aspekt bei der Geldanlage. Bei den Frauen trifft dies nur auf sieben Prozent zu. Umgekehrt nennen Frauen häufiger Sicherheit als wichtigstes Anlageziel: 52 Prozent der Frauen priorisieren diesen Faktor, bei den Männern sind es 43 Prozent. Diese unterschiedliche Sicherheitsorientierung spiegelt sich auch bei der Präferenz für Produkte mit Garantien wider: 84 Prozent der Frauen bevorzugt ein Produkt mit garantiertem Auszahlungsbetrag, aber niedriger Rendite und würde damit für Sicherheit auf Rendite verzichten. Von den befragten Männern wären dazu 65 Prozent bereit.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen Geldanlage häufig stärker mit Stabilität und langfristiger Absicherung verbinden“, erklärt Anton Buchhart, Vorstand der BarmeniaGothaer Asset Management. „Sicherheit ist dabei nicht als Zurückhaltung zu verstehen, sondern als Ausdruck eines bewussten Umgangs mit finanzieller Verantwortung.“
Frauen blicken sorgenvoller auf ihre finanzielle Zukunft
Besonders deutlich wird der Unterschied bei der Sorge um den eigenen Lebensstandard im Alter. 59 Prozent der Frauen befürchten, dass ihre Geldanlagen später nicht ausreichen könnten, um ihren aktuellen Lebensstandard zu halten. Bei den Männern liegt dieser Wert bei 45 Prozent.
Dies zeigt sich auch mit Blick auf die finanzielle Situation im Alter. Laut Statistischem Bundesamt gilt in Deutschland jede fünfte Frau ab 65 Jahren als armutsgefährdet. Frauen erzielen im Laufe ihres Erwerbslebens im Schnitt geringere Einkommen, arbeiten häufiger in Teilzeit, sind seltener in Führungspositionen vertreten und übernehmen häufiger sowie länger unbezahlte Care-Arbeit. Diese Faktoren wirken sich langfristig auch auf die Alterseinkünfte aus: Frauen haben im Schnitt 24,2 Prozent niedrigere Alterseinkünfte als Männer.[1]
„Die Sorge vieler Frauen um ihre finanzielle Zukunft ist nachvollziehbar“, sagt Anton Buchhart. „Gerade deshalb ist es wichtig, finanzielle Vorsorge frühzeitig und individuell anzugehen. Wer langfristig handlungsfähig bleiben möchte, braucht Orientierung, Planung und Lösungen, die zur eigenen Lebenssituation und zu den persönlichen Zielen passen.“
Individuelle Beratung statt Einheitslösung
Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Bedürfnisse und Lebenssituationen gewinnt individuelle Beratung weiter an Bedeutung. Die BarmeniaGothaer versteht Geldanlage als persönliche Entscheidung, die von Lebensphase, Zielen, Risikoprofil und Sicherheitsbedürfnis geprägt ist. „Geldanlage darf kein Geschlechterthema sein“, sagt Anton Buchhart weiter. „Die Ergebnisse zeigen aber, dass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Erwartungen an Finanzentscheidungen herangehen. Deshalb gibt es keine Einheitslösung für gute Geldanlage. Unser Anspruch ist es, Menschen in ihrer finanziellen Entscheidungskompetenz zu stärken – unabhängig vom Geschlecht.“
Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit begleitet die BarmeniaGothaer Kundinnen und Kunden langfristig und verbindet persönliche Beratung mit digitalen Zugängen. „Finanzielle Resilienz entsteht, wenn Menschen ihre Möglichkeiten kennen und Entscheidungen treffen können, die zu ihrem Leben passen“, so Anton Buchhart. „Dafür braucht es Orientierung, verständliche Beratung und langfristige Perspekti































