Der Markt für Sachwertanlagen hat sich im Jahr 2025 als bemerkenswert robust erwiesen. In einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen, Inflationsängsten und einer spürbaren Unsicherheit vieler Anleger geprägt ist, haben sich materielle Werte erneut als wichtiger Baustein in der Vermögensstruktur etabliert. Laut dem deutschen „Anlage-Barometer 2025“ spielt Gold für viele Anleger eine zentrale Rolle beim Vermögensschutz und der Altersvorsorge. Besonders bei jüngeren Menschen zeigt sich ein zunehmendes Vertrauen in Sachwerte gegenüber klassischen Finanzanlagen im aktuellen wirtschaftlichen Klima. In dieser Umfrage nannten mehr als ein Viertel der Befragten Gold als bevorzugte Anlageform bei einer hypothetischen Investition von 25.000 Euro, was die wachsende Bedeutung physischer Werte im Portfolio widerspiegelt.
Der Immobiliensektor, der traditionell den größten Anteil am privaten Sachvermögen in Deutschland hält, blieb ebenfalls stabil. Datengrundlagen aus dem ersten Quartal 2025 zeigen, dass der Immobilienpreisindex um rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen ist, ein Anzeichen für eine lebhafte Aktivität trotz der geldpolitischen Unsicherheiten und der Zinsentwicklung. Die wachsende Nachfrage nach Wohnraum und die Aktivität am Transaktionsmarkt spiegeln eine
robuste fundamentale Nachfrage wider, auch wenn die Hypothekenzinsen im Jahresverlauf kurzfristig Schwankungen zeigten.
Im Bereich der Rohstoffe entwickelt sich der Markt für physische Güter wie Edelmetalle und Industriemetalle parallel zu den fundamentalen wirtschaftlichen Kräften. Rohstoffe gelten seit jeher als Schutz gegen Inflation und ökonomische Unsicherheiten, getrieben von langfristigen Nachfragefaktoren wie der Urbanisierung, steigenden Energie- und Infrastrukturkosten sowie der globalen industriellen Nachfrage. Analysen zum Rohstoffausblick deuten darauf hin, dass zyklische Rohstoffe wie Industriemetalle und bestimmte Energieträger 2026 Potenzial für solide Erträge besitzen könnten, auch wenn die Bewertung von Edelmetallen wie Gold im Vergleich zu den Vorjahren weniger stark wachsen könnte.
Gold selbst hat im Zeitraum 2024/2025 erneut Aufmerksamkeit als asymmetrisch stabile Anlage auf sich gezogen. Research-Prognosen institutioneller Anleger, darunter große Investmenthäuser, sehen Gold weiter als wichtiges Diversifikationsinstrument an und heben hervor, dass das Edelmetall angesichts geopolitischer Risiken und der globalen De-Basement-Tendenzen – also der Sorge vor Währungsentwertung – eine bedeutende Rolle im Portfolio behalten könnte. Für Dezember 2026 liegen Kursprognosen für Gold bei etwa 4.500 US-Dollar pro Feinunze, was eine moderat positive Entwicklung im Vergleich zu bereits hohen Niveaus signalisiert.
Auch abseits von Edelmetallen gewinnen andere reale Vermögenswerte an Bedeutung. Infrastruktur und Gewerbeimmobilien etwa werden von Experten als „Kernelemente“ innerhalb alternativer Anlagen bezeichnet, nicht nur weil sie strukturell in einer funktionierenden Wirtschaft verankert sind, sondern auch, weil sie potenziell inflationsresistente, vertraglich gesicherte Cashflows bieten. Analysten sehen insbesondere in infrastrukturellen Investments und nicht-börsennotierten Gewerbeimmobilien Segmente, in denen langfristige Fundamentaldaten durch Nachfrage nach Energienetzen, Digitalisierung und städtischer Entwicklung gestützt werden, attraktive Chancen.
Der Ausblick auf das Jahr 2026 zeichnet ein Bild, in dem Sachwerte im Mittelpunkt vieler strategischer Allokationsentscheidungen stehen dürften. Während konjunkturelle Unsicherheiten und geopolitische Risiken fortbestehen, bleibt der Bedarf an realen Anlageklassen hoch. Die Rolle von Gold als sicherer Hafen und Inflationsschutz wird auch im kommenden Jahr unverändert relevant bleiben, selbst wenn der spektakuläre Preisanstieg der letzten Jahre nicht eins zu eins wiederholt werden dürfte. Gleichzeitig dürften zyklische Rohstoffe und physische Vermögenswerte im Bereich Infrastruktur und Immobilien infolge einer erwarteten globalen Nachfrage nach Energie, Wohnraum und funktionaler Infrastruktur weiter im Fokus stehen.
Investoren, die ihre Portfolios gegen makroökonomische Unsicherheiten absichern wollen, richten ihren Blick daher zunehmend auf Sachwerte, die langfristig reale Erträge und Inflationsschutz bieten. In einem komplexeren makroökonomischen Umfeld, in dem traditionelle Finanzanlagen allein weniger attraktiv erscheinen, machen Gold, Rohstoffe, Immobilien und Infrastruktur einen Großteil der strategischen Überlegungen aus. Der Sachwertmarkt 2026 dürfte damit nicht nur ein Vehikel zur Stabilisierung von Vermögen bleiben, sondern auch eine aktive Rolle in der Allokation institutioneller wie privater Anleger spielen.
MEIN GELD
































