Das Unternehmen steigerte das EBITDA um 41,3% auf 23,7 Mio. EUR (3M 2025: 16,8 Mio. EUR). Der Periodenüberschuss konnte mit 12,2 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden (3M 2025: 5,1 Mio. EUR), was auf eine verbesserte operative Effizienz und ein robustes, gebührenbasiertes Geschäftsmodell zurückzuführen ist. Ein leichter Anstieg der Gebühreneinnahmen insgesamt und eine weiter verbesserte Kostendisziplin führten zu einem starken finanziellen Start in das Jahr 2026. Die EBITDA Marge stieg auf 32,7% (3M 2025: 23,4%; +9,4 Prozentpunkte), angetrieben durch eine verbesserte Effizienz auf der gesamten Plattform und anhaltende Kostendisziplin.
Solide finanzielle Entwicklung in 3M 2026
Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren in Höhe von 55,8 Mio. EUR (3M 2025: 56,0 Mio. EUR) blieben nahezu stabil und lagen um 4,1 Mio. EUR über den Aufwandsposten. Die leistungsabhängigen Gebühren in Höhe von 12,2 Mio. EUR, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen sind (3M 2025: 10,6 Mio. EUR), sowie die Transaktionsgebühren in Höhe von 1,1 Mio. EUR (3M 2025: 1,6 Mio. EUR) trugen zu einem leichten Anstieg der Gebühreneinnahmen insgesamt auf 69,0 Mio. EUR bei (3M 2025: 68,2 Mio. EUR).
Die Aufwandsposten sanken auf 51,7 Mio. EUR (3M 2025: 56,2 Mio. EUR), was in erster Linie auf geringere Personalkosten in Höhe von 33,0 Mio. EUR (3M 2025: 38,2 Mio. EUR) und die fortgesetzte Optimierung der Plattform zurückzuführen ist. Damit hat PATRIZIA sein Ziel erreicht, die Widerstandsfähigkeit und Profitabilität seines Geschäfts im Jahr 2026 weiter zu verbessern.
Die Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und aus Co-Investments spiegelten eine unverändert solide Entwicklung der eigenen Balance Sheet Investments wider, die sich auf 3,6 Mio. EUR beliefen (3M 2025: 3,8 Mio. EUR) und von stabilen Mieteinnahmen in Höhe von 3,1 Mio. EUR (3M 2025: 3,0 Mio. EUR) geprägt waren. Die sonstigen Erträge in Höhe von 2,8 Mio. EUR (3M 2025: 1,1 Mio. EUR) stiegen hauptsächlich aufgrund der Auflösung von Rückstellungen und hatten in absoluten Zahlen nur einen geringen positiven Einfluss auf die Profitabilität. Der Periodenüberschuss hat sich in der Folge auf 12,2 Mio. EUR (3M 2025: 5,1 Mio. EUR) mehr als verdoppelt, gestützt durch ein höheres EBITDA und geringere Abschreibungen.
Verhaltene Marktaktivität in 3M 2026
Die Assets under Management (AUM) blieben zum 31. März 2026 mit 55,8 Mrd. EUR nahezu stabil (31. Dezember 2025: 56,2 Mrd. EUR), wobei sich Bewertungs- oder Währungseffekte nicht wesentlich im Berichtsquartal auswirkten.
Die Transaktionsaktivität für Kunden war in 3M 2026 verhalten, was auf die erhöhte Unsicherheit und Marktvolatilität zurückzuführen war, die durch verschärfte geopolitische Spannungen verursacht wurden. In 3M 2026 zeigten Kunden eine generell abwartende Haltung, um die möglichen Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf die Zinsvolatilität und die Bewertungen von Vermögenswerten einzuschätzen. Die abgeschlossenen (closed) Ankäufe beliefen sich auf 0,2 Mrd. EUR (3M 2025: 0,9 Mrd. EUR). Gleichzeitig verblieben auch die abgeschlossenen (closed) Verkäufe mit 0,2 Mrd. EUR (3M 2025: 0,1 Mrd. EUR) auf einem niedrigen Niveau.
Die erhöhte geopolitische Unsicherheit wirkte sich auch auf das von Kunden eingeworbene Eigenkapital aus, das sich auf 0,1 Mrd. EUR belief (3M 2025: 0,2 Mrd. EUR). Zum 31. März 2026 beliefen sich die ausstehenden offenen Eigenkapitalzusagen, die für Investitionen für Kunden über verwaltete Fonds zur Verfügung stehen, auf 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2025: 1,3 Mrd. EUR), wodurch PATRIZIA die Flexibilität behält, bei sich bietenden Gelegenheiten zu investieren und die AUM zu steigern.
Trotz dieses Umfelds sicherte sich PATRIZIA von EIB Global (Europäische Investitionsbank) eine neue Kapitalzusage für seine Investmentstrategie zur Energiewende, was die anhaltende Nachfrage der Investoren nach thematischen Investitionen in Sachwerte unterstreicht.
Finanzausblick für 2026 bestätigt
Die geopolitischen Spannungen haben sich nicht auf die Finanzergebnisse des Unternehmens ausgewirkt, da das Geschäftsmodell dank eines hohen Anteils an wiederkehrenden Gebühren und soliden Balance Sheet Investments deutlich widerstandsfähiger geworden ist.
Somit bleibt der im März 2026 vorgelegte Finanzausblick für das Geschäftsjahr 2026 unverändert, wobei die Geschäftsführung folgendes erwartet:
AUM in einer Spanne von 55,0 – 60,0 Mrd. EUR zum Jahresende 2026, ohne Berücksichtigung möglicher Währungseffekte
EBITDA in einer Spanne von 60,0 – 75,0 Mio. EUR (2025: 63,0 Mio. EUR) und
EBITDA Marge in einer Spanne von 22,0 – 26,5% (2025: 22,9%).
Asoka Wöhrmann, CEO der PATRIZIA SE, kommentiert: „Während die Kundenaktivität in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 verhalten blieb, zeigt unsere finanzielle Performance die Widerstandsfähigkeit, Profitabilität und Skalierbarkeit unserer Plattform. Gleichzeitig setzen wir Kapital gezielt ein und treiben wichtige Initiativen in den Bereichen Living, Infrastruktur und Asset Management Plattformen voran, um das Unternehmen so zu positionieren, dass es von der nächsten Phase des Zyklus profitieren kann. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass Investitionslösungen in unseren identifizierten „DUEL“-Megatrends – Digitalisierung, Urbanisierung, Energiewende sowie modernes Leben – das langfristige Wachstum weiterhin stützen werden.“
Martin Praum, CFO der PATRIZIA SE, ergänzt: „Unsere Ergebnisse spiegeln die anhaltende Verbesserung der Ertragsqualität und der operativen Effizienz wider. Die in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen schlagen sich nun in einer deutlich höheren Profitabilität, einer schlankeren Kostenbasis und einer verbesserten finanziellen Flexibilität nieder.“































