Sachwerte / Immobilien

Öko-Well als Geschäftsmodell

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Wellness- und Spa-Branche immer mehr an Bedeutung. „Green Spas“, „Green Resorts“ und „nachhaltige Destinationen“ werden bei ruhesuchenden Gästen von Jahr zu Jahr beliebter.

 

Lange bevor der grüne Trend um sich griff, setzten schon einige Marken auf das Thema Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit.

Nicht nur nachhaltig – auch ganzheitlich

BIRGIT MOUKOM (Inhaberin und Geschäftsführerin) und SIGRID HÖPKEN (Diplom-
Berufspädagogin, systemische Therapie, Beratung und Supervision) genießen die Ruhe
der Natur im Ashoka Ayurveda-Kurzentrum Madeira

Die Marke Ashoka Ayurveda, gegründet im Jahr 2007, gehört zu diesen Pionieren. „Die Menschen gehen mehr und mehr in die Selbstverantwortung. Die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit haben einen großen Stellenwert bekommen“, weiß Birgit Moukom, Gründerin und Inhaberin von Ashoka Ayurveda. Nachhaltigkeit wird bei Ashoka Ayurveda auf zwei Arten verstanden. Die Behandlungen, Rituale und Anwendungen, die von der uralten Naturheilkunde inspiriert sind, sollen nicht nur ein kurzfristiges „Wellness- Gefühl“ erzeugen. Stattdessen zielt das Konzept der Ashoka Spas und Genesungszentren vielmehr darauf ab, den Erhalt der Gesundheit der Gäste nachhaltig zu unterstützen. Bei allen Treatments kommen reine Naturprodukte zum Einsatz. Auch die ayurvedische Küche der Ashoka Spa- und Genesungszentren sieht ausschließlich natürliche Bio-Produkte anstatt industriell gefertigte Lebensmittel vor.

Es mag kaum verwundern, dass die Natur auch als Inspirationsquelle für das Ashoka Ayurveda diente. So basiert das Konzept des neuen Spas im Hotel Galomar auf Madeira auf den fünf Elementen (Luft, Raum, Feuer, Wasser und Erde) – den Bioenergien in uns. Aber auch ganz allgemein spricht man bei Ayurveda von der Medizin der Natur, die die natürlichen, körpereigenen Heilungsprozesse fördert. Übrigens steht der Name Ashoka für „frei von Sorge“ und der Name könnte nicht trefflicher sein. Denn was befreit einen eher von Sorge als das gute Gefühl, im Einklang mit der Natur zu sein?

Denn die Ayurveda-Marke setzt diesen Einklang mit der Natur konsequent um: angefangen von natürlichen Baumaterialien, die im jüngst eröffneten Ashoka Spa im Galomar Hotel auf Madeira eingesetzt wurden, bis hin zu regionalen Produkten, die bei Behandlungen und bei Ayurveda-Gerichten Verwendung finden. „Madeira bietet sehr viel von dem, was auch in Indien zu finden ist, zum Beispiel viele Kräuter und Pflanzen, die bei uns im Ashoka Spa mit eingesetzt werden“, so die grüne Unternehmerin weiter.

Ökologisch wertvoll wird zum Markenwert

Das Galomar Hotel ist das erste umweltfreundliche Hotelgebäude auf Madeira, das zu 100 Prozent nachhaltige Energien verbraucht. Galomar ist ein nur für Erwachsene vorgesehenes Hotel innerhalb des Galo Resorts. Das preisgekrönte ökologische Resort, das an der Südküste der Insel im Unterwassernaturschutzgebiet von Garajau liegt, ist ein einzigartiges Reiseziel mit fantastischen Aussichten auf den Ozean. Für den Inhaber Roland Bachmeier war es wichtig, die vier verschiedenen Gebäudeteile mit einer privaten Badebucht und verschiedenen Sport- und Entspannungsangeboten, Gastronomiebereichen, Gärten und Terrassen mit einem visionären Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln.

Das 2018 erbaute Galomar zeichnet sich auf vier Etagen mit 77 Zimmern als besonders nachhaltiges A++ Gebäude aus. Hier wurde auf jedes Detail geachtet, wie das digitale Schließsystem über eine mobile App, ein Energie- Management-System, öffentliche Ladestationen für Fahrzeuge, Sonnenkollektoren, Wasserrückgewinnungsanlagen, einen Meerwasserpool, einen Garten mit einheimischen Pflanzen, die Climalit-Fenster sowie nachhaltige Möbelmaterialien und ein modernes Überwachungssystem über den Energieverbrauch der Gäste, die darüber selbst ihren Verbrauch steuern können. So wird das Nachhaltigkeitskonzept auch von den Gästen getragen und gelebt.

Vom Kloster zum nachhaltigen Hideaway

Als weitere innovative Marke im „Premium Hotel & Health Resort“ gilt der Klosterhof in Bayerisch Gmain im Berchtesgadener Land. Das familiengeführte Vier-Sterne-Superior Premium Hotel & Health Resort steht unter dem Motto „Begeisterung leben“ auf drei wesentlichen und erfolgreichen Säulen: Gesundheit leben, Inspiration finden und Individualität spüren. Herzstück des Hauses ist dabei das 500 Jahre alte Gebäude der ehemaligen Klosterökonomie St. Zeno, deren Steine, Gewölbe und Geschichte in die Renovierung integriert wurden. Für die Gäste stehen 65 großzügige Panoramazimmer, SPA Lofts und Suiten sowie drei individuelle Restaurantkonzepte zur Verfügung. Das 1.500 Quadratmeter große Artemacur SPA bietet Platz und Raum für Rituale und Entspannung. Für sein besonderes Spa-Konzept wurde der Klosterhof als Wellnesshotel des Jahres 2017 ausgezeichnet und erhielt eine Auszeichnung des RELAX Guides sowie die Wellness Aphrodite. Zudem wurde der Klosterhof für sein nachhaltiges Mitarbeitermanagement mit dem Hospitality HR Award prämiert.

Verbindungen schaffen als Lebensaufgabe

Eines der nachhaltig gelebten Themen ist Verbindungen zu schaffen. Das fängt laut dem Hausherrn Dr. Andreas Färber damit an, dass das Konzept zum Standort passen muss und zieht sich weiter durch die Verbindung des alten Gebäudes mit dem neuen Gebäude. „Wir wollen naturphilosophische Ansätze verfolgen“, so Färber. Er sieht sein Hotel als Zukunftslabor und in den Schnittstellen immer im Spannungsfeld zwischen Funktionalität und Design. So stellte er schon in der Planung die Schnittstellen über die Materialität und die Verbindungsund Sichtachsen zur Natur her. Da das Haus ja schon von Geburt an ökologisch ist und die Altmaterialien des Hofes wiederverwendet wurden beziehungsweise das Resort auch in einer nachhaltigen Destination gelegen ist, ging es in der Erweiterung der alten Gebäudesubstanz um die Integration des direkten Umfeldes, nämlich der Natur: Öko-zertifizierte Materialien, wie zum Beispiel die verarbeiteten Hölzer von Apfelholz bis Zirbe, Schieferstein aus der Region und die Umsetzung durch Fachhandwerker aus der Nachbarschaft.

Nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch

Wichtig sind dem Unternehmerehepaar auch die soziale Verantwortung und die Nachhaltigkeit, die sich in der Bindung der lokal ansässigen Mitarbeiter und dem Ausbau der regionalen Lieferanten-Infrastruktur widerspiegeln. Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit lebt die Familie Färber auch außerhalb des Resort-Betriebes. Arbeiten wie beispielsweise Gartenarbeiten am eigenen Obsthain oder das Liefern von biologisch angebautem Gemüse übernimmt eine ortsansässige Behindertenwerkstatt. Auch die Gesetze der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit lässt Färber nicht außer Acht, denn die Investitionen sind über eine lokal ansässige Bank finanziert.

Eine Investition in eine nachhaltige Zukunft, die sich lohnt!

(MG / S. Dinter)

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