Sachwerte / Immobilien

Holz-Hybrid-Vorreiter TRI in München feiert Richtfest

Das Bürogebäude TRI setzt mit dem Baustoff Holz neue Standards in Sachen Nachhaltigkeit, intelligente Nutzungskonzepte und smarte Gebäudetechnik

© TRI München

Das Bürogebäude hilft künftigen Mietern, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren und soll sogar das Bewusstsein der Nutzer für den täglichen Ressourcenverbrauch steigern. Gleichzeitig sollen sich die künftig bis zu 1.000 Mitarbeiter wohler und gesünder fühlen und rund 15 Prozent produktiver sein. Nach 18 Monaten Bauzeit feiern die TRI-Macher Richtfest.

LaSalle Investment Management entwickelt für seinen paneuropäischen Fonds Encore+ gemeinsam mit der ACCUMULATA Real Estate das Holz-Hybrid-Bürogebäude mit dem Namen „TRI“ in München. Das circa 16.000 Quadratmeter große Projekt entsteht in der Elsenheimerstraße 31. Der Entwurf wurde in Zusammenarbeit mit dem Münchener Architekturbüro Oliv Architekten geplant.

Beim Richtfest des Büroneubaus lässt sich erahnen, was durch den Baustoff Holz, Recycling-Beton und Cradle to Cradle-Prinzipien heute alles möglich ist. Technisch und ökologisch. Die Holz-Hybrid-Konstruktion senkt die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Bauten um etwa 25 Prozent. Allein die 900 Träger aus Holz binden 1.100 Tonnen CO2. Zusätzlich schenken die Bauherren alten Baustoffen ein zweites Leben, die zuvor in dem alten Gebäude an diesem Standort verbaut waren.

In einem Materialpass vermerken sie exakt, welche Mengen von welchem Material in dem Haus stecken. David Ironside, Fondsmanager für Encore+ bei LaSalle Investment Management: „Das TRI ist nachweislich ein nachhaltiges Bürogebäude par excellence. Wie die CRREM-Analyse zeigt, macht das Konzept das Gebäude zu einer zukunftssicheren Investition ohne Stranding Point bis 2050.“ In den nächsten Monaten erhalten die Fassade und die Außenanlagen den letzten Schliff. Zudem startet der Innenausbau. Fertigstellung ist im ersten Quartal 2025 geplant.

Nachhaltige Büros als Magnet für High-Potentials

Die Nachfrage nach entsprechenden Büroflächen wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Immer mehr Unternehmen berücksichtigen Nachhaltigkeit im Kampf um die besten Talente und High-Potentials bei der Wahl ihres Unternehmensstandorts mit Blick auf ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele. Je nach Unternehmenstyp und Flächenbedarf beeinflusst die Ökobilanz der Unternehmenssitze selbst den gesamten CO2-Ausstoß eines Unternehmens – neben Faktoren wie Produktion, Lieferketten oder Einkauf. Markus Diegelmann, Managing Partner der ACCUMULATA erklärt: „Wer im TRI mietet, ist ein Vorreiter. Eine Anmietung ist ein klares Zeichen für Zukunftsorientierung und Weitblick.“

65 Prozent weniger CO2-Emissionen: Sonne auf dem Dach, Geothermie unter der Erde

Während im Wald die Sonne auf ein Blätterdach scheint, lädt sie auf dem Dach des TRI 400 Quadratmeter Photovoltaik-Module. Verbleibende Dachflächen werden bepflanzt, um für mehr Biodiversität zu sorgen. Im Innern holt der Biophilic-Design-Ansatz viel Grün und Natur an die Arbeitsplätze. Wo möglich, tränkt Regenwasser hauseigene Pflanzen. Und wo im Wald Wurzeln Nährstoffe in die Bäume holen, arbeitet beim TRI eine spezielle Wasser-Wärmepumpe auf dem eigenen Grundstück – eine Seltenheit bei Bürogebäuden.

Die autarke Geothermieanlage nutzt einen Saug- und Schluckbrunnen. Sie kühlt und heizt das Gebäude mit Grundwasser. Der CO2-Fußabdruck ist dadurch noch geringer als bei der klassischen Energieversorgung über Gas oder Fernwärme und unabhängig von der städtischen Energieversorgung. Im Ergebnis reduziert die Kombination aus erneuerbaren Energien und effizienter Technik die CO2 -Emissionen während der Betriebsphase um mehr als 65 Prozent.

Live-Daten für mehr Umweltbewusstsein

Ein Sustainability Board mit Live-Daten zeigt im Gebäude den Verbrauch und Einsparungen, bietet Einblicke in die Energie- und Wasserverbrauchsdaten (Ziel vs. Ist), die PV-Energieproduktion, den CO2-Monitor sowie verfügbare Mobilitätsoptionen wie E-Bikes, Ladestationen, Carsharing und mehr. Diese Maßnahme verstärkt nicht nur das Bewusstsein für Nachhaltigkeit unter den Mitarbeitenden, sondern fördert ein umweltbewusstes Verhalten. Es ermöglicht den Nutzern, ihren Einfluss auf die Umwelt direkt zu sehen und zu verstehen.

Ein Smartes Green Building

Dass sich grüne Ideen und Fortschritt nicht ausschließen, beweist der Büroneubau im Inneren. Als vollständig vernetztes Smart Building maximiert der Neubau die Energieeffizienz und den Nutzerkomfort. Lernende Technik unterstützt zukunftsfähige Arbeitsplatzkonzepte und eine effiziente und dynamische Raumnutzung. Das Gebäude erkennt, wo gearbeitet wird – und heizt und kühlt entsprechend.

Durch den Einsatz von intelligenten LED-Beleuchtungen, kontaktlosen Anwesenheitssensoren, smarten Außenjalousien und vorkonditionierter Be- und Entlüftung passt sich das TRI nahtlos den Bedürfnissen seiner Nutzer an und fördert einen nachhaltigen Ressourceneinsatz. Diese intelligente Infrastruktur ermöglicht es, den Energieverbrauch zu optimieren, indem genau dort Energie eingesetzt wird, wo sie benötigt wird, und unnötiger Verbrauch vermieden wird.

Eines von wenigen Platin zertifizierten Objekten in München

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat Planung und Konzept des Objektes mit einem DGNB-Platin-Vorzertifikat ausgezeichnet – der höchsten erreichbaren Bewertungsstufe bei der DGNB-Zertifizierung. Die Auszeichnung bescheinigt sehr gute Ergebnisse in der Lebenszykluskostenanalyse, der Ökobilanz, der Luftqualität in Innenräumen, der Sicherheit von Gebäuden und Anlagen sowie beim thermischen und akustischen Komfort.

„Platin-zertifizierte Gebäude wie das TRI sind Wegbereiter für eine nachhaltige Baukultur. Sie demonstrieren, dass höchste Nachhaltigkeitsstandards nicht nur machbar, sondern für die zukunftsfähige Stadtentwicklung essenziell sind. Diese Gebäude tragen signifikant dazu bei, dass der Sektor seine Klimaziele erreicht. Mit seiner Platin-Zertifizierung für nachhaltiges Bauen unterstreicht es die Rolle von Gebäuden als aktiv Beitragende für die globalen Nachhaltigkeitsziele“, sagt Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand DGNB.

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