ETF / Zertifikate

ETFs werden hohen Erwartungen kaum gerecht

AnlageCheck: Dividendenjäger sollten besser die Finger von ETFs lassen

Bei Anlageprodukten, die auf hohe Dividenden setzen, sind gemanagte Dividendenfonds gegenüber entsprechenden ETFs deutlich im Vorteil. Anleger, die eine Dividendenstrategie verfolgen, sollten sich daher nicht von den Erwartungen an ETFs locken lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Vergleichsportals AnlageCheck.com

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Investmentfonds

Schwellenländer-Ausblick 2016: Riskanter Kurs in Brasilien, in China ist die Qualität des Wachstums entscheidend

Letztlich wird die Bereitschaft zu Reformen das Schicksal der Schwellenländer entscheiden,“

ist die Meinung von Nick Price, Fondsmanager des Fidelity Emerging Markets Fund.  Für Anleger, die dort heute investieren, kommt es fast mehr darauf an, die schwachen Bereiche dieses breiten Anlageuniversums zu meiden, als darauf, die vorhandenen Chancen aus nutzen. So gehört Brasilien zu den Ländern, in denen es aufgrund fehlendem politischen Willen kaum Aussicht auf Reformen gibt. Die Lage des hoch verschuldeten Landes wird immer bedrohlicher, da der Staat immer mehr Kredite aufnehmen muss, um die steigende Zinslast zu stemmen. Ohne ein Gegensteuern der brasilianischen Regierung könnte das Länderrating schon bald auf Ramschniveau herabgestuft werden. Auch die Türkei fährt einen riskanten Kurs. Dort übersteigt die Kreditvergabe bereits die Einlagenbasis. In dieser Situation die Kreditvergabe mit expansiver Geldpolitik weiter zu fördern, scheint hochriskant. Vor allem wenn man das hohe und durch die exzessive Importnachfrage weiter angefachte Leistungsbilanzdefizit berücksichtigt.
Indien hingegen zeigt Reformeifer und ist zudem ein Beispiel dafür, dass die gesunkenen Rohstoffpreise nicht für alle Schwellenländer ein Nachteil sind. Da das Land mehr Rohstoffe ein- als ausführt, ist die Inflation infolge des Preiseinbruchs bei Benzin und Lebensmitteln niedrig. So konnte die indische Zentralbank die Zinsen zu dem Zeitpunkt senken, als mit der Umsetzung der Reformagenda der Regierung das Verbrauchervertrauen, das Geschäftsklima, die Investitionsneigung der Unternehmen und die Kreditnachfrage wieder stiegen. Daher bin ich für Indien optimistisch. Die Reformen dürften die Wirtschaft beleben und das Potenzial des bevölkerungsreichsten Landes der Welt freisetzen, dessen Wirtschaft mit 6-7 Prozent wächst – Tendenz voraussichtlich steigend.
Die Schwellenländer, die ihre Volkswirtschaften reformieren, sind auch besser auf steigende US-Zinsen vorbereitet. Wenn die Fed die Zinsen erhöht, könnte das einigen Schwellenländeraktien sogar Auftrieb geben. Denn die Tatsache, dass die US-Leitzinserhöhung bereits seit Jahren diskutiert wird, lässt vermuten, dass es größtenteils in den Kursen eingepreist ist. Vor diesem Hintergrund könnten die Bewertungen von Schwellenländeraktien allmählich attraktiv erscheinen.“

Raymond Ma, Fondsmanager des Fidelity China Consumer Fund:
„Mit Blick auf China lautet die zentrale Frage, ob es gelingt, den Wachstumsmotor wieder zum Laufen zu bringen. Ein Lichtblick ist der sich langsam abzeichnende Aufwärtstrend in wichtigen Bereichen bzw. Frühindikatoren. So ziehen die Stromerzeugung und die Geldmenge M1 wieder an. Zudem geht es im Konsum stetig bergauf, wie der höhere Autoabsatz und die soliden Zuwächse der Flugpassagierzahlen zeigen. Vom Vorratsabbau zuletzt stark gebeutelte Industriezweige wie die Sportartikelbranche dürften künftig weniger Preissenkungsdruck verspüren und höhere Gewinnspannen erzielen. All das lässt auf einen Aufschwung in der Wirtschaft und insbesondere im Konsum im ersten Halbjahr 2016 hoffen, wenn das aktuelle Konjunkturprogramm bei Verbrauchern und Unternehmen ankommt. Optimistisch bin ich für die Branchen Konsum, Versicherung, Internet und Umweltschutz. Sie dürften mehr als andere von den kürzlich verabschiedeten Leitlinien der chinesischen Regierung profitieren.

Anleger sollten die Qualität und nicht die Quantität des Wachstums in den Fokus rücken. Denn ob Chinas Wandel von einer export- und investitionsgetriebenen zu einer stärker auf Konsum ausgerichteten Wirtschaft reibungslos vonstattengeht, ist letztlich wichtiger als ein jährliches Wirtschaftswachstum jenseits von 7 Prozent. Ihr Augenmerk sollten Anleger darauf richten, welche weiteren Reformen und konsumfördernde Maßnahmen die Regierung zur Unterstützung des wirtschaftlichen Wandels umsetzt.“

Polly Kwan, Fondsmanagerin des Fidelity Asia Pacific Dividend Fund:
„In Asien, wo die meisten Länder unter der schwächeren Nachfrage aus China leiden, dürften die Zentralbanken ihren geldpolitischen Lockerungskurs wegen der schwachen Konjunktur und dem deflationären Umfeld beibehalten. Zudem dürften Reformen und Infrastrukturprojekte die Inlandsnachfrage anheizen. So dürfte sich das Wachstum in der gesamten Region im nächsten Jahr zwar leicht abschwächen. Die geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen dürften aber einen unkontrollierten Rückgang verhindern. An den asiatischen Aktienmärkten sorgen niedrige Erwartungen an die Unternehmensgewinne, günstige Bewertungen und die verhaltene Anlegerstimmung für interessante Anlagemöglichkeiten. Ich denke, dass Unternehmen mit soliden, möglicherweise wachsenden Dividenden den Rest des Marktes hinter sich lassen werden. Denn in einer Welt niedrigen Wirtschaftswachstums bevorzugen Anleger Unternehmen, die wachsen können und über einen Dividendenpuffer verfügen.

Auf regionaler Ebene habe ich in meinen Fonds die Gewichtung Indiens verstärkt. Die von der neuen Regierung eingeleiteten Reformen dürften die Weichen für steigende Unternehmensgewinne stellen. Besonders zuversichtlich bin ich für indische Banken und Pharmaunternehmen. Auch mit Blick auf Taiwan und Südkorea bin ich inzwischen positiver gestimmt. Gründe sind die attraktiven Bewertungen und die Aussicht auf stark steigende Dividenden. An meiner neutralen Positionierung am australischen Markt halte ich fest. Ich bin zwar nicht sonderlich optimistisch, was den Ausblick für die Rohstoffmärkte anbelangt. Aber nach der drastischen Korrektur in diesem Jahr halte ich das Abwärtspotenzial für den australischen Dollar und die Rohstoffpreise für begrenzt. Zurückhaltender bin ich im Hinblick auf China. Zwar sind die Bewertungen inzwischen günstiger. Aber internationale Anleger dürften sich erst dann wieder stärker engagieren, wenn sich die Hinweise auf einen Aufschwung verdichten. Zu guter Letzt habe ich das Engagement an den ASEAN-Märkten wegen ihres wenig rosigen Wachstumsausblicks und ihrer unverändert hohen Bewertungen zurückgefahren.“

Jing Ning, Fondsmanagerin des Fidelity China Focus Fund:
„Das größte Risiko für Aktienanleger im nächsten Jahr geht in China meines Erachtens von Gewinnenttäuschungen infolge geschrumpfter Margen aus. Aber es gibt auch vieles, was Anlegern Mut machen sollte. Da in den vergangenen Jahren etliche Branchen einen Abschwung erlebt haben, bieten sich nun spannende Chancen in Industriezweigen, in denen die Kosten erfolgreich gesenkt wurden. Sie profitieren heute von einer schlankeren Kostenstruktur und höherer Effizienz. Im Blick behalten sollten Anleger auch die Umsetzung des aktuellen Fünfjahresplans und der Reform staatseigener Betriebe.

Etwas skeptisch bin ich, ob es den neuen Wirtschaftsbereichen wie dem Konsumsektor schnell gelingt, den Nachfrageeinbruch in den alten Sektoren auszugleichen. Der Wandel zu einem stärker konsumgetriebenen Wirtschaftsmodell hat begonnen und entfaltet seine Wirkung. Aber noch macht er sich vor allem in Form von mehr Effizienz und Transparenz und weniger in neuer Nachfrage bemerkbar.

Chinas Konjunkturmotor wird auch 2016 nicht richtig rund laufen. Wegen des sich weltweit abkühlenden Wachstums rechne ich mit insgesamt schwächerer Nachfrage, aber auch mit einem leichten Aufschwung in Branchen wie Immobilien und Infrastruktur. Die Regierung muss die Inlandsnachfrage ankurbeln. Verstärkte Investitionen in die Infrastruktur sind deshalb wahrscheinlich, da dieser Bereich erheblich zur Wirtschaftsleistung beiträgt und direkt über staatliche Maßnahmen beeinflusst werden kann. Ich rechne dabei mit einem umsichtigeren Vorgehen als in der Vergangenheit. Denn aus früheren Stimuluspaketen, die die Kapazitätsprobleme erst hervorgebracht haben, hat die Politik gelernt. Chinas Machthaber dürften daher den Fokus stärker auf Projekte mit Mehrwert für die Wirtschaft richten, die die Effizienz verbessern und kein Überangebot schaffen. Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsschienen- und des Hochspannungsnetzes sowie der Abwasser- und Abfallentsorgungssysteme sind mögliche Bereiche.“

(Bild: Gerd Altmann, pixelio)

Investmentfonds

Institutionelle Investoren ziehen Wandelanleihen aus den USA und Europa vor

28 Prozent der Befragten gaben an, dass institutionelle Investoren Wandelanleihen aus den USA bevorzugen

Nur 7 Prozent nennen Wandelanleihen von den Emerging Markets. Wandelanleihen aus den USA und Europa sind bei institutionellen Investoren am beliebtesten. Das ergab eine aktuelle Untersuchung1 von NN Investment Partners (NNIP).

Rund ein Drittel der Befragten (28 Prozent) gab an, US-Wandelanleihen würden von den meisten Investoren vorgezogen, während 27 Prozent dies über europäische Convertibles sagten. Jeweils 13 Prozent nannten britische bzw. japanische Wandelanleihen. Zehn Prozent der Befragten nannten Asia ex-Japan und sieben Prozent die Emerging Markets.

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Investmentfonds

Eigenkapitalvorschriften für Banken – Investment Professionals befürworten EU-weite Harmonisierung

Die Europäische Union legt inzwischen den Großteil der Eigenkapitalregelungen für Banken fest.

So müssen diese ab 2019 nach Basel III risikogewichtet 7 Prozent Eigenkapital unterlegen. Dennoch gibt es in der Eurozone noch rund 150 nationale Variationen bei der Setzung und Auslegung der Regelungen, besonders bei der Anerkennung von Eigenkapital. Die Europäische Zentralbank plant diese nun zu harmonisieren, um die Aufsicht zu erleichtern.

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ASCORE Auszeichnung

Es gibt viele gute Tarife – für die Auszeichnung „Tarif des Monats“ gehört mehr dazu. Lesen Sie hier, was die ausgezeichneten Tarife zu bieten haben.

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ETF-News

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Versicherungen

Niedrigzinsphase: Bilanzielle Konsequenzen der betrieblichen Altersvorsorge sind den meisten Mittelständlern unbekannt

Infolge der Zinsflaute überdenkt mehr als die Hälfte (52%) der mittelständischen Unternehmen die strategische Ausrichtung ihrer Pensionswerke.

Bei diesen Unternehmen stehen die Veränderung der Pensionszusagen (47%) oder sogar die Schließung der Versorgungswerke (36%) der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zur Diskussion. Vielen ist jedoch unbekannt, welche Folgen die Niedrigzinsphase für sie bilanziell haben wird. Das ist heikel, weil die Mehrheit der Mittelständler darauf vertraut, ihre Pensionszusagen aus dem laufenden Geschäft finanzieren zu können, wie eine Studie zu den Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die bAV im Mittelstand von Towers Watson zeigt.

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Wirtschaft

Online-Betrug kostet US-Werbeindustrie Milliarden

Raubkopierer und Bot-Traffic verursachen Schaden von 8,2 Mrd. Dollar

Raubkopierer sowie Bot-Traffic fügen der Online-Werbeindustrie in den USA mit 8,2 Mrd. Dollar jährlich den größten Schaden zu. Im Vergleich dazu sind durch Ad-Blocking-Programme zugefügte Einbußen in Höhe von 781 Mio. Dollar pro Jahr ein geringeres Übel. Das zeigt die Studie „What is an untrustworthy Supply Chain Costing the Digital Advertising Industry“ des Interactive Advertising Bureau (IAB)http://iab.com .

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Wirtschaft

HVB akzeptiert Millionen-Bußgeld für „Cum-Ex“-Geschäfte

Die HypoVereinsbank (HVB) hat Medienberichten zufolge ein Bußgeld von fast 10 Millionen Euro wegen strittiger „Cum-Ex“-Aktiengeschäfte in früheren Jahren akzeptiert.

Ein zweiter Bescheid gegen die Bank in Höhe von 19,1 Millionen Euro wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bei Geschäften in Luxemburg steht nach Medienangaben ebenfalls kurz bevor. Die HVB wollte sich dazu nicht äußern.

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Investmentfonds

Draghi sorgt für abruptes Ende der DAX-Rallye

Börsenausblick der Südwestbank AG, Stuttgart für die 50. KW 2015

Der Aufwärtstrend des Deutschen Leitindex der letzten Wochen wurde durch die Maßnahmen von EZB-Chef Mario Draghi vorerst gestoppt. Der DAX notiert aktuell bei 10.725 Punkten, weit unterhalb der wichtigen 200-Tageslinie bei 11.082 Punkten.

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