Investmentfonds

United Signals ergänzt das Angebot um ETF-Portfolios bestehend aus iShares Fonds

Aktive Strategien und passive Indexfonds-Modelle auf einer Plattform für Anleger zugänglich Der Frankfurter Direct-Asset-Management-Anbieter United Signals hat sein Strategie-Spektrum um eine neue Produktkategorie für automatisiertes Vermögensmanagement erweitert. Mit der Integration von ETF-Lösungen von iShares, der ETF-Sparte des Vermögensverwalters BlackRock, zählt United Signals zu den ersten digitalen Anlagevermittlern, die dual sowohl aktiv gemanagte Total-Return-Strategien als auch passive Strategien auf Basis von Indexfonds auf einer Plattform vereinen.

Bislang hatte das Unternehmen primär unkorrelierte und durch zertifizierte Börsenprofis aktiv gesteuerte Anlagestrategien angeboten, die auch in unsicheren Marktphasen bis zu zweistellige Renditen p.a. erwirtschaften konnten. Mit Blick auf das hohe Diversifikationspotenzial und die attraktive Kostenstruktur stellen ETFs dazu eine optimale Ergänzung für den Aufbau einer flexiblen Kapitalanlage dar.

„Auf Basis unserer hochentwickelten Plattformtechnologie ist es unseren Kunden erstmals möglich, aktive und passive Anlagemodelle zu kombinieren und in einem breit diversifizierten Portfolio zusammenzuführen“, erläutert United Signals-Geschäftsführer Daniel Schäfer. „Es eröffnet sich damit ein neuer Handlungsspielraum, der es erlaubt, einen individuellen Investment-Mix noch optimaler an das persönliche Risiko-Rendite-Profil anzupassen.“

 

Individuelle Risikosteuerung durch intelligentes Rebalancing

Aktuell stehen Anlegern bei United Signals drei verschiedene ETF-Musterportfolios bestehend aus Fonds von iShares zur Verfügung, deren Zusammenstellungen entweder einem konservativen, einem ausgewogenen oder einem offensiven Ansatz folgen. Das für die Wertentwicklung eines ETF-Portfolios relevante Rebalancing kann dabei direkt durch den Anleger beeinflusst werden.

„Die große Bandbreite bei ETFs ermöglicht Anlegern ein Investment ganz nach ihren individuellen Vorstellungen. Ob Aktien- oder Rentenmärkte, Rohstoff-, Immobilien- oder Strategieindizes, für jeden ist etwas dabei. Die auf ETFs von iShares basierenden Musterportfolios helfen den Anlegern, ihre persönlichen Anlagewünsche gezielt zu entwickeln und umzusetzen“, so Christian Bimüller, Vice President iShares Wealth Sales Germany.

Anders als bei einem bereits vordefinierten Ausgleich von Wertschwankungen im Portfolio, unterstützt die hoch skalierbare Plattformtechnologie ein intelligentes Rebalancing. Entscheidend ist der Abweichungsgrad des Portfolios von seiner Ursprungszusammensetzung, der sich im Laufe der Zeit ergibt. „Wir bieten unseren Anlegern die Möglichkeit, ihre Rebalancing-Marken nach persönlicher Präferenz selbst festzulegen –  zeitlich oder bei entsprechenden Abweichungen in der Allokation vom Ursprungszustand“,  so Daniel Schäfer.

 

Kostengünstiges Anlageformat auf Basis eines transparenten Gebührenmodells

United Signals legt dabei ein nach Investitionsvolumen gestaffeltes Gebührenmodell zugrunde, das mit Servicegebühren zwischen 0,29 % p.a. und 0,49 % p.a. (zzgl. Kauf- und Verkaufskosten von ETFs) aktuell zu den attraktivsten in der Branche zählt. Damit ist das Frankfurter Unternehmen derzeit einer der günstigsten Robo-Advisor-Anbieter weltweit.

Wirtschaft

Gold hat weiteres Aufwärtspotenzial

Von 1.100 auf über 1.270 US-Dollar je Feinunze ist der Goldpreis in den letzten drei Monaten gestiegen – so stark wie seit 25 Jahren nicht mehr innerhalb eines Quartals. Zwar hat das Edelmetall in den vergangenen Tagen wieder etwas an Schwung verloren. Laut Joe Corbach, Leiter für Währungen und Rohstoffe bei GAM, ist aber klar: „Gold hat weiteres Aufwärtspotenzial.“

  • Der Goldpreis stieg im vergangenen Quartal so stark wie zuletzt vor 25 Jahren
  • Aufgrund hoher Unsicherheit und niedriger Zinsen hat Gold auch in Zukunft Potenzial
  • Ein starker US-Dollar und Zinserhöhungen könnten den Goldaufschwung jedoch eindämmen

Gold als sichere Anlage in unsicheren Zeiten

Ein Grund dafür ist die Sorge vor einer konjunkturellen Schwäche, die seit Jahresbeginn noch gestiegen ist. Schwache Wirtschaftsdaten aus den USA und China sorgten für schlechte Stimmung an den Märkten. Sichtbar wird dies beispielsweise an den heftigen Abschlägen am Aktienmarkt und an den weiterhin niedrigen Rohstoffpreisen. Die Zinsen werden daher wahrscheinlich auf einem niedrigen Niveau bleiben. „Das ist wichtig für Gold. Gold ist ein Anlageprodukt, das keine Zinsen abwirft. Somit ist es darauf angewiesen, dass die Opportunitätskosten im Vergleich mit Produkten, die Zinsen zu bieten haben, gering sind“, erklärt Corbach.

Die aktuelle Entwicklung spricht dafür, dass dies so bleibt: Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit wird die US-Notenbank „Fed“ den Leitzins dieses Jahr wohl nur in zwei Schritten moderat erhöhen. Der US-Fed-Ausschuss bestätigte dies mit seinen jüngsten Aussagen. Hinzu kommt, dass die Marktunsicherheit die Risikoaversion der Investoren steigen lässt. In solchen Zeiten aber wird das Edelmetall ganz besonders als „sicherer Hafen“ geschätzt.

Anhaltende Nachfrage aus Asien und von Zentralbanken

Doch nicht nur die niedrigen Zinsen sorgen für den steigenden Goldpreis. Auch die anhaltende physische Nachfrage in den asiatischen Ländern, die Käufe von Zentralbanken und das abflachende Minenangebot sind Faktoren für die positive Entwicklung. In China und Indien etwa spielt hierbei die Schmuckindustrie eine wichtige Rolle. Auch die Einführung einer Goldbörse in Indien sowie die künftige Einführung eines Yuan-denominierten Handelsmechanismus an der Shanghai Gold Exchange wirken sich positiv auf die Goldnachfrage aus. „Insgesamt wird Gold als Anlage wieder vermehrt gesucht“, so Corbach. Dies zeigt auch eindrücklich das Volumenwachstum von ETFs, die in physisches Gold investieren. Alleine seit Anfang des Jahres waren Zuflüsse von über 12 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen – was rund 10 Millionen Unzen physisches Gold entspricht. Der Umfang des aktuell in Gold investierten Kapitals ist aber immer noch weit von den Höchstständen Ende 2012 entfernt. „Der Raum nach oben ist auf jeden Fall da“, so der Goldexperte.

Überraschung durch die US-Notenbank?

Corbach ist aber auch der Auffassung, dass dieses Potenzial nicht ohne jegliche Vorbehalte überschätzt werden sollte. Die weitere Entwicklung des Goldpreises hänge stark von der künftigen globalen Risikowahrnehmung der Anleger und dem zusätzlichen Aufwertungspotenzial des US-Dollars gegenüber anderen Währungen ab. Gold wird hauptsächlich in US-Dollar gehandelt und ist daher eng an die US-Finanzmärkte gekoppelt. Wenn die US-Notenbank entgegen ihrer Ankündigungen den Markt mit vorzeitigen Zinserhöhungen überrascht, könnte dies den Goldpreis belasten. In den USA werden Stimmen laut, die ein solches Szenario als möglich ansehen. Der Druck auf den Goldpreis wäre dann deutlich erhöht. Auf der anderen Seite müssen Anleger auch die Möglichkeit einer wieder aufflammenden Diskussion um die europäische Schuldendiskussion oder das Eintreten geopolitischer Risiken in ihre Anlageentscheide miteinbeziehen – Szenarien, die dem Gold als Sachwert zusätzlichen Schub verleihen würden.

 Gold als gute Absicherungsmöglichkeit des Portfolios

Ungeachtet der kurz- bis mittelfristigen Entwicklung des Goldpreises ist Joe Corbach davon überzeugt, dass Gold auf längere Sicht ein sehr geeignetes Instrument ist, das eigene Anlageportfolio zu diversifizieren und gegenüber Marktrisiken abzusichern: „Anleger sollten diesen Vorzug von Edelmetallen auch nach mehreren Jahren ohne schwere geopolitische oder ökonomische Krisen nicht aus den Augen verlieren.“

Sachwerte / Immobilien

Klare Regeln bei der Immobilienbewertung

Die 15 wichtigsten Standards hat Austrian Standards soeben in einem Sammelband publiziert – Berechnung von tatsächlicher Wohnfläche oder Rauminhalt, Erfassung und Beurteilung des Umweltzustands vorgenutzter Flächen oder Fragen der Energieeffizienz. Das alles sind Themen bei der Bewertung von Immobilien. Und es gibt noch ein Vielzahl von Faktoren, die zu berücksichtigen sind. Standardisierte Kriterienkataloge oder Bewertungsregeln haben deshalb Tradition in der Immobilienwirtschaft. Erste Leitfäden lieferten im England der 1860er Jahre sogenannte Red Books.

Vieles hat sich im Bauwesen und in der Immobilienwirtschaft seither geändert – so sind etwa die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Dienstleistungsqualität immer mehr in den Vordergrund gerückt -, weshalb es rund um die Bewertung von Gebäuden und Liegenschaften eine Reihe von Standards zu berücksichtigen gilt, will man hier seriös vorgehen. Die nach Expertenmeinung 15 wichtigsten ÖNORMEN dieses Fachgebiets hat Austrian Standards nun im Volltext in der neuen Normensammlung „Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit“ zusammengefasst.

Denn der „Klassiker“ ÖNORM B 1800 „Ermittlung von Flächen und Rauminhalten von Bauwerken und zugehörigen Außenanlagen“ allein sei zu wenig, wie Mag. Alexander Bosak, Vorsitzender des Vorstands von „immQu – Verein zur Förderung der Qualität in der Immobilienwirtschaft“, im Vorwort dazu schreibt, „da die zunehmende Bedeutung der Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für die Wertermittlung aus heutiger Sicht nicht ausreichend berücksichtigt wird“.

Deshalb wurden auch die in der Branche noch weitgehend unbekannte ÖNORM EN 15643 zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden in die Normensammlung mitaufgenommen. Die Dimensionen Umwelt, Soziales und Ökonomie spielen dabei eine gleich gewichtete Rolle. Ergänzend dazu finden sich noch zwei Standards zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Dieses Kompendium ist somit ein neues Standardwerk für Immobilientreuhänder und für alle, die in diesem Bereich tätig sind bzw. gerade ausgebildet werden. Es bietet die gesicherte Grundlage für fundierte Bewertungsergebnisse und hilft, Compliance-Fallen zu vermeiden.

Wirtschaft

Digitalität im Automotive Aftermarket auf dem Prüfstand

Neue Studie von Bonpago bescheinigt Automotive Aftermarket großes Potenzial im Online-Handel Für die gezielte Informationssuche rund um den Autokauf möchten Autofahrer auf das Internet zugreifen können. Auch im Service-Bereich wie beispielsweise der Online-Buchung eines Werkstatttermins sind Kunden digitale Leistungen besonders wichtig. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Studie „Digitalität im Automotive Aftermarket auf dem Prüfstand“, die die Bonpago GmbH jetzt vorstellt.

Der interaktive Handel boomt: Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel sind die Umsätze im Bereich E-Commerce im letzten Jahr auf 46,9 Mrd. Euro geklettert. Für 2016 wird ein weiterer Anstieg auf 52,5 Mrd. Euro prognostiziert. Kunden erwarten von den Unternehmen, dass deren Produkte und Dienstleistungen per Mausklick eingekauft werden können – und das nicht nur in den Top-Segmenten, Bekleidung, Elektronikartikel, Telekommunikation und Bücher, sondern zunehmend auch in Bereichen wie Autoersatzteile und -zubehör. Denn: E-Commerce und Versandhandel stehen für mehr Auswahl, Komfort und ein modernes Einkaufserlebnis.

Für die Studie „Digitalität im Automotive Aftermarket auf dem Prüfstand“ hat Bonpago eine Kundenumfrage zum Thema „Was erwarten Kunden von den Akteuren im Automobilbereich (Hersteller, Händler, Werkstätten, Banken) und wie stufen sie deren digitales Leistungsangebot ein?“ durchgeführt. Befragt wurden mehr als 450 Autofahrer aus Deutschland im Alter von 18 bis 65 Jahren. Im Fokus standen die Fragestellungen:

  • Wer kauft online und warum?
  • Wie werden die einzelnen Akteure in der Automobilbranche bezüglich ihrer Digitalität eingeschätzt und welche Zukunft wird ihnen von den Kunden prognostiziert?
  • Wie sollen sich die Akteure zukünftig im Aftermarket digital aufstellen?Die Ergebnisse verdeutlichen: Das Angebot an digitalen Leistungen ist nicht gleich stark ausgeprägt. Während viele Hersteller mit umfangreichen Webseiten und Konfiguratoren breit aufgestellt sind, trifft man Werkstätten häufig noch gar nicht im Internet an. Infolgedessen schätzen Kunden die Online-Präsenz von Herstellern als stark und diejenige von Werkstätten als schwach ein. Das digitale Angebot der Akteure deckt sich demnach nicht immer mit den Erwartungen beziehungsweise Bedürfnissen der Kunden. Diese Lücken im Angebot werden von herstellerunabhängigen Anbietern genutzt. Das führt zu verstärkter Konkurrenz und sinkender Kundentreue bis hin zur Abwanderung speziell im Aftermarket respektive Service-Bereich der Automobilbranche. Um Kunden ein optimales Erlebnis bieten zu können, bedarf es somit einer integrierten Service- und Geschäftsstrategie, welche an allen Customer Touchpoints greift und Kunden die freie Wahl nach dem gewünschten Kanal der Kommunikation lässt.
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Investmentfonds

HPC Capital erreicht Meilenstein bei Rettung von Anlegergeldern

Die HPC Capital hat für 1.800 deutsche Anleger der Fonds US Hypotheken 1 Renditefonds und US Hypotheken 2 Renditefonds einen wichtigen Erfolg erzielt. Im Zivilprozess gegen den amerikanischen Immobilienverwalter Dale Wood sowie seinen Buchhalter Gunter Gies vom 8. bis 17. Februar 2016 entschied das Gericht in allen Anklagepunkten zugunsten der deutschen Anleger. Das deutsche Fondsmanagement hatte Wood und Gies vor dem Bundesgericht in Fort Lauderdale wegen Veruntreuung und Unterschlagung von Anlegergeldern aus zwei in Deutschland aufgelegten geschlossenen Fonds verklagt. Die Forderung lautete auf Schadenersatz in Höhe von 8,8 Millionen US-Dollar sowie auf Erstattung der Prozesskosten.

Die sieben Geschworenen verurteilten die Beklagten darüber hinaus wegen schweren bandenmäßigen Betrugs nach dem RICO-Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), einem Bundesgesetz, das für organisierte Kriminalität ein besonders hohes Strafmaß vorsieht. Verurteilungen nach dem RICO-Act sind vor einem Zivilgericht mit hohen Hürden belegt und äußerst selten; das einstimmige Jury-Urteil unterstreicht damit die hohe kriminelle Energie, mit der die Angeklagten vorgegangen waren. Als Strafmaß gab die Jury Schadenersatzzahlungen in Höhe von 9,5 Millionen US-Dollar aus der Hauptklage sowie weitere 2,5 Millionen US-Dollar aus der RICO-Klage vor. Auf dieser Basis wird das Gericht in den kommenden Wochen die Höhe des zu zahlenden Schadenersatzes festlegen.

Michael Pirgmann, Mitbegründer der HPC Capital, betrachtet das Urteil im Zivilprozess als wichtigen Etappensieg auf dem Weg, veruntreute Anlegergelder für die deutschen Investoren zurückzuholen. „Das kurze Verfahren, das einstimmige Urteil und die besondere Schwere der Schuld unterstreichen noch einmal die Skrupellosigkeit, mit der die Beklagten vorgegangen sind. Mit diesem Titel und den im Verfahren lückenlos dokumentierten 19 Fällen von schwerem Betrug können wir beginnen, die Ansprüche für unsere Anleger durchzusetzen.“ Pirgmann deckte den Betrug durch Dale Wood und weitere Beteiligte bereits im August 2013 auf. Obwohl er seit Jahren nicht mehr operativ für die HPC Capital tätig ist, kämpft Pirgmann weiter unermüdlich dafür, möglichst viel der Anlegergelder zu retten. Helfen könnte dabei auch der Strafprozess, der in Kürze gegen Wood und Gies eröffnet werden soll. In den USA hängt das Strafmaß in diesen Fällen auch von der Bereitschaft der Angeklagten ab, Wiedergutmachung an die Geschädigten zu leisten.

Bereits im vergangenen Jahr gewann HPC Capital einen ersten Prozess gegen Wood und seinen Anwalt, in dem beide zu Schadenersatz für die Veruntreuung einer weiteren Immobilie verurteilt wurden. Aktuell arbeitet das deutsche Fondsmanagement von HPC zudem an Schadenersatz-Prozessen gegen weitere Beschuldigte in Florida. Daneben konnte das Fondsmanagement schon 2015 durch mehrere außergerichtliche Vergleiche Gelder für die Anleger sicherstellen.

Beide Fonds sind zwischenzeitlich weitestgehend abgewickelt, die vorhandenen Immobilienbeteiligungen und Hypotheken konnten bis auf wenige Restbestände bereits veräußert werden. Für eine abschließende Bilanz sei es aber noch zu früh, so Andreas Brinke, Geschäftsführer bei HPC Capital. „Wir haben den Betrug aufgedeckt und die ersten Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Das werden wir weiterverfolgen. Die Abschlussbewertung hängt jedoch auch maßgeblich davon ab, ob und in welcher Höhe sich bei den aktuell verurteilten Personen und Unternehmen und bei weiteren Beklagten der Schadenersatz einbringen lässt.“

Zielinvestment der in den Jahren 2005 und 2006 aufgelegten Fonds US Hypotheken 1 und 2 war die Beteiligung an Hypothekenkrediten für US-amerikanische Gewerbeimmobilien. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2008, welche viele offene und geschlossene Immobilienfonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte, konnten die HPC Hypothekenfonds nicht wirtschaftlich arbeiten, sodass sich die HPC in der Folge aus der Neuemission vergleichbarer Konzepte zurückgezogen hat.

Allgemein

„Blaue Plakette“: technische Lösungen statt Fahrverbote ADAC: Rund 13 Millionen Dieselfahrer wären betroffen Hersteller sind gefordert

Die von den Umweltministern einiger Bundesländer geforderte „Blaue Plakette“ ist aus Sicht des ADAC nicht der richtige Weg, um die Luftqualität in deutschen Städten zu verbessern. Stattdessen würden Fahrverbote die Mobilität von rund 13 Millionen Dieselfahrern unverhältnismäßig einschränken. Auch mehr als drei Millionen ältere Benziner könnten von den geplanten Maßnahmen betroffen sein.

Um die Stickoxidgrenzwerte in Städten einzuhalten, sollte stattdessen vor allem der „Ansatz an der Quelle“ gewählt, also der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge dauerhaft gesenkt werden. Der ADAC zeigt im Rahmen seines ADAC EcoTests bereits seit 2003 auf, dass in realitätsnahen Messungen viele Fahrzeuge von den gesetzlichen Regelungen deutlich abweichen.

Aus Sicht des Clubs ist die Automobilindustrie in der Pflicht, saubere und emissionsarme Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Die notwendigen Technologien, um die Stickoxide zu reduzieren, sind vorhanden. ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker: „Verbraucher dürfen nicht den Preis für die Versäumnisse der Automobilhersteller zahlen. Die technischen Möglichkeiten zur Schadstoffreduzierung sind längst vorhanden und müssen nur eingesetzt werden. Jetzt sind die Hersteller gefragt.“

Um den Schadstoffausstoß durch den Pkw-Verkehr kurzfristig zu reduzieren, bieten sich nach Ansicht des ADAC grüne Wellen, eine adaptive Verkehrssteuerung und intelligente Verkehrsleitsysteme an. Der Club empfiehlt außerdem, einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr bereitzustellen. Für Fahrzeugflotten mit hoher innerstädtischer Fahrleistung gilt es, verstärkt alternative Antriebe zu nutzen.

Investmentfonds

Gegenläufige Entwicklung auf gewerblichem Investmentmarkt im ersten Quartal: Logistikimmobilien mit zweistelligem Zuwachs – Minus für gesamtes gewerbliches Transaktionsvolumen

Ein Nischendasein unter den immobilen Assetklassen führt die Logistik-und Industrieimmobilie schon lange nicht mehr. In den Portfolios der Investoren taucht sie genauso auf wie Hotels oder gemischt genutzte Objekte. Seit 2010 geht es im Logistik-/Lagerflächenmarkt kontinuierlich aufwärts. 2015 wurde erstmals die 4 Mrd. Marke übersprungen. Dabei soll es nicht bleiben. 2016 erwartet JLL wieder ein Ergebnis in dieser Größenordnung, gepusht im Laufe der nächsten Quartale von großvolumigen Portfoliotransaktionen. Wichtigste Akteure bleiben dabei sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite Asset / Fonds Manager. Der Grundstein für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte ist gelegt: Mit ca. 830 Mio. Euro im ersten Quartal lag das Transaktionsvolumen um 19 % höher als im Vergleichszeitraum des Rekordjahres – im gesamten gewerblichen Investmentmarkt war demgegenüber ein Rückgang von 14 % zu notieren. Achtmal so viel Kapital wie vor zehn Jahren und ein Plus von 26 % gegenüber dem 5-Jahresschnitt schlagen zu buche. Auch bei der Anzahl zeigt sich mit 47 % ein starker Zuwachs, der sich mit einem außerhalb der Big7 deutlich höheren Transaktionsvolumen als in den Big 7 niederschlägt (das Verhältnis der Anteile liegt bei 65% zu 35 %). Bei den deutschen Immobilienhochburgen floss mit über 110 Mio. Euro das meiste Kapital nach Hamburg, gefolgt von München (75 Mio. Euro) und Frankfurt (40 Mio. Euro).

Auf die Top 5 Transaktionen entfallen mit ca. 333 Mio. Euro (5-Jahresschnit: 365 Mio. Euro) 40 % des Volumens. Bis auf einen niederländischen Investor, eine Immobilien AG, die in Nürnberg das Neubauprojekt „Logistikpark Nürnberg“ gekauft hat, sind es allesamt deutsche Anleger: Immobilienunternehmen, Spezialfonds, öffentliche Verwaltung und Versicherungen mit Engagements vor allem in Portfolien wie etwa beim Erwerb eines Deutschlandanteils am internationalen VGP Portfolios durch die Allianz, der Kauf des Solid Portfolio durch BEOS oder der Erwerb eines Gewerbeparkportfolios durch Aurelis Real Estate. Zwei Drittel des gesamten Transaktionsvolumens im ersten Quartal gehen aber auf das Konto von Einzeltransaktionen, die sich damit deutlich über dem 5-Jahresschnitt 290 Mio. Euro bewegen.

Mit 14 % ist der Anteil ausländischer Anleger im ersten Quartal verschwindend gering (Q1 2015: 62 %). Auch im Vergleich mit deren Aktivitäten beim Erwerb von Büro- und Einzelhandelsimmobilien zeigt sich eine starke Differenz: in diesen beiden Assetklassen waren es 51% bzw. 42 %. Auf Verkäuferseite liegt der Anteil der ausländischen Investoren bei 46 %. Das bedeutet per Saldo, dass ausländische Investoren ihren Anlagebestand um ca. 267 Mio. Euro abgebaut haben. Aufgrund der starken Nachfrage hat die Spitzenrendite bei Logistikimmobilien in den Big7 deutlich nachgegeben, sie bewegt sich zwischen 5,25 % und 5,40% – die durchschnittliche Nettoanfangsrendite liegt Ende März 2016 bei 5,27 %. Deutsche und ausländische Investoren sind im Vergleich zu 2015 bereit, den Renditesprung aus dem letzten Jahr zu akzeptieren. Um sich gutes Produkt zu sichern, werden forward commitments verstärkt Bestandteil der Anlagestrategie.

Allgemein

VW braucht eine neue Unternehmenskultur

Es ist schon eine Krux mit Volkswagen: Fast im 24-Stunden-Takt kommen Hiobsbotschaften, vor allem aus Amerika. Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender strahlen Sondersendungen zum Zustand des Konzerns nach der Schummelsoftware-Affäre aus, zuletzt stellte das ZDF die bange Frage „Überlebt Volkswagen?“ Experten diskutieren, ob eine Zerschlagung des Konzerns die beste Lösung wäre. Die Belegschaft bangt zudem um die Arbeitsplätze. Das Management aber diskutiert darüber, ob die Vorstandsboni um vielleicht 30 Prozent oder doch weniger gekürzt werden sollen – ganz so, als hätte man im Großen und Ganzen eine doch noch akzeptable Arbeit abgeliefert, mit leichten Problemen maximal.

Die Verdrängung der Wirklichkeit scheint in Wolfsburg in kaum vorstellbaren Dimensionen angelangt zu sein. Während der ganze Laden droht, wegen der selbst verschuldeten Abgas-Affäre gegen die Wand zu fahren, ist den Herren nur die Höhe ihres Kontostandes wichtig, von dem die nicht an der Manipulation beteiligten Beschäftigten sowieso nur träumen können. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf das Denken deutscher Konzernvorstände.

Hier muss der Hebel angesetzt werden. Erst wenn sich deren Grundeinstellung ändert, wird sich auch die Unternehmenskultur verbessern, die bei VW ganz offensichtlich noch in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verharrt. Wo die Nachricht, dass eine technische Lösung eines Problems so nicht funktioniert, wie dies zuvor gefordert wurde, zum Ende einer Ingenieurskarriere führen kann, ist kein Platz für neues Denken. Angst als Prinzip bringt nichts, nur Fordern und Fördern hilft weiter!

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