"Sind KI-Sprachmodelle noch einzigartig – oder bereits austauschbar?"
Dass KI-Anwendungen bleiben und ihre Nutzung weiter steigt, ist unstrittig. Schwieriger ist die Frage, ob die großen Anbieter wie OpenAI je genug Cash Flows generieren, um ihre riesigen Finanzierungszusagen zu bedienen. Zweifel sind angebracht: Die Kosten pro einer Million Token – vereinfacht: pro Anfrage – haben sich binnen weniger Monate etwa halbiert. Der Wettbewerb drückt die Preise über alle Modelle hinweg: Offene Modelle von Meta oder DeepSeek setzen die geschlossenen Häuser unter Druck – was gestern einzigartig war, wird zur Massenware. Der Fehlschluss wäre, daraus das Ende der Gewinne abzuleiten. Denn während der Preis je Token fällt, vervielfacht sich das Volumen – die Umsätze wachsen also weiter trotz Preisverfalls. Die Frage lautet daher nicht ob, sondern wer verdient. Daran hängt, welche Aktien künftig vorn liegen. Und mehr noch: Halten die billionenschweren Investitionszusagen der großen Modell-Anbieter nicht stand, könnte der ganze KI-Hype an der Börse ein jähes Ende finden.































