Nachhaltigkeit

Rendite und gutes Gewissen sind kein Widerspruch

Spätestens seit die Jugend europa- und weltweit unüberhörbar ihre „Fridays for Future“ zelebriert, ist klar: Der Trend zur Nachhaltigkeit hat eine ganze Generation erfasst!

 

Und mit ihr setzen sich Politiker, Institutionen, gesellschaftliche Eliten und Unternehmen immer stärker für den Schutz der Umwelt, für hohe soziale und ethische Standards sowie nachhaltige Produkte und Dienstleistungen ein.

Der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen wächst seit Jahren. Das Volumen der entsprechenden Investmentfonds und Mandate hat sich im deutschsprachigen Raum laut dem Forum Nachhaltige Geldanlagen zwischen 2008 und 2017 mehr als verzwölffacht – von 22,7 Milliarden Euro auf 280,6 Milliarden Euro. In diesem dynamischen Wachstumsmarkt nimmt Amundi und Gründungsmitglied der Principles for Responsible Investment (PRI) der UN eine führende Stellung ein. Amundi lässt sich jedes Jahr evaluieren und die aktuelle Bestnote A+ unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der Amundi sich dem Thema ESG (ESG steht übersetzt für ökologisch, sozial und Governance) widmet. Zudem hat Amundi eine umfassende ESG-Methode entwickelt, die vom französischen Normungsinstitut AFNOR zertifiziert wurde.

Beim Amundi Ethik Fonds handelt es sich um einen Mischfonds, dessen Aktienanteil sich auf maximal 40 Prozent beläuft und der international ausgerichtet ist. Der Anleiheanteil investiert überwiegend im Euroraum und besteht aus Staats- und Unternehmensanleihen sowie aus Pfandbriefen und Greenbonds. Dabei handelt es sich um Öko-Anleihen, die besonderen Transparenzpflichten unterliegen und deren Emissionserlöse für Umwelt- oder Sozialprojekte zweckgebunden sind. Die Selektion aller Investments erfolgt nach umfassenden ESG-Analysen, die bewerten, ob das Geschäftsmodell der entsprechenden Aktiengesellschaften beziehungsweise der Anleihe-Emittenten im Einklang mit den von Amundi definierten Anforderungen an soziale und ökologische Verantwortlichkeit steht.

Zudem bietet Amundi mit dem Amundi Ethik Fonds einen echten Nachhaltigkeits-Klassiker an. Der Fonds wurde bereits 1986 aufgelegt. Mit einem Wertzuwachs von 72 Prozent in den vergangenen zehn Jahren zeigt er beispielhaft, dass Rendite und ein gutes Gewissen kein Widerspruch sein müssen. Das wird übrigens auch mittlerweile von zahlreichen unabhängigen Studien belegt. Aber auch generell betrachtet ist dies für einen Mischfonds schon beachtenswert. Geeignet ist der Fonds vor allem für langfristig orientierte Anleger, die von der steigenden Bedeutung der Nachhaltigkeit überzeugt sind und die zugleich ihren Beitrag zu einer Welt leisten wollen, die verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen und Errungenschaften umgeht.

 

Amundi Ethik Fonds

Wie lauten Konzept und Zielsetzung des Fonds?

Der Amundi Ethik Fonds ist ein Mischfonds, der in Anleihen und Aktien investiert. Der Aktienanteil von maximal 40 Prozent ist dabei international ausgerichtet, der Anleiheanteil investiert in Euro notierende Staats- und Unternehmensanleihen. Die Selektion erfolgt nach einer umfassenden ESG-Analyse, die uns zeigt, dass das Geschäftsmodell der Emittenten im Einklang mit unseren definierten Anforderungen an soziale, humane und ökologische Verantwortlichkeit steht. Darüber hinaus haben wir strenge Ausschlusskriterien – sowohl für Emittenten von Anleihen als auch von Aktien definiert.

In welchem Bereich unterstützt der Fonds das entsprechende SDG am meisten?

Auf der Anleiheseite ist die Antwort einfach. Durch das Investment in Green Bonds – also Anleihen, deren Erlös für Umwelt oder soziale Investitionen zweckgebunden ist – werden zum Beispiel die SDGs „Bezahlbare und saubere Energie“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“ bedient. Betrachten wir Unternehmensanleihen oder Aktien, dann analysieren wir sowohl das Geschäftsmodell als auch das Unternehmen selbst. So erfüllen zum Beispiel nachhaltig agierende Bauunternehmen alleine durch Gebäuderenovierungen und verantwortungsvollen Umgang mit recyclebaren Baustoffen die SDGs „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ und „Verantwortungsvoller Konsum und Produktion“. Und es gibt bereits Bauunternehmen, die zusätzlich die SDGs „Industrie, Innovation und Infrastruktur“, „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, „Geschlechtergleichheit“, „Gesundheit und Wohlergehen“ und sogar das SDG „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ erfüllen. Allerdings ist die Wirkungsgradmessung vielfach schwierig.

Wie unterscheidet sich der Fonds von vergleichbaren Fonds?

Zuerst werden Unternehmen nach dem Best-in-Class-Prinzip analysiert. Dabei werden sie in ihrem Sektor nach Umwelt und sozialen Gesichtspunkten sowie der Art der Unternehmensführung bewertet. Hier kommen 36 Kriterien zur Anwendung: Zu den generellen Prüfpunkten im Bereich Umwelt gehören etwa Emissionen, Energieund Wasserverbrauch oder Biodiversität. Bei den sozialen Aspekten spielen Arbeitsbedingungen oder die Einhaltung der Menschenrechte eine Rolle. Im Bereich Unternehmensführung werden beispielsweise die Unabhängigkeit des Executive Boards, Compliance und Kontrollmechanismen oder die Rechte von Shareholdern bewertet. Bei den spezifischen Kriterien prüfen wir zum Beispiel den Anteil an umweltfreundlichen Antriebstechniken bei Automobilfirmen, den Anteil von „Green Finance“ bei Banken und Investmentgesellschaften aber auch die Produktsicherheit im Bereich Information Technology. Bei Staaten darf zum Beispiel in Länder, deren Energiemix zu mehr als zehn Prozent aus Atomenergie besteht und es kein glaubhaftes Ausstiegsszenario aus dieser gibt, nicht investiert werden. Diese Kombination aus Ausschlusskriterien und Best-in-Class-Bewertung ist State of the Art, das Besondere am Ethik Fonds ist jedoch, dass nach diesem normativen Prozess jedes Investment fundamental nach nachhaltigen Kriterien in Kombination mit ökonomischen Aspekten bewertet wird. Hier wird analysiert, ob ein Unternehmen aufgrund seines Engagements in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung besondere Chancen hat. Wenn zum Beispiel ein Unternehmen in Energieeffizienz investiert, spart es sich mittelfristig auch Geld, beziehungsweise wenn in Weiterbildung der Mitarbeiter investiert wird, kommt das mittel- bis langfristig auch dem Unternehmen selbst zugute. Auf der anderen Seite kann es passieren, dass durch den normativen Best-in-Class-Ansatz Unternehmen etwa aus der Erdölindustrie einen guten Score bekommen, weil sie im Sektor Energie nachhaltig agieren. Hier stellt sich dann die Frage, ob der Investor eines nachhaltigen Fonds wirklich in Erdölwerte investiert sein möchte?

(Amundi/MG)

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