Nachhaltigkeit

Klimawandel: größte systemische Herausforderung für Gesellschaft, globale Wirtschaft sowie Unternehmen

Aviva Investors gibt Engagement-Programm zum Klimawandel bekannt

David Cumming © Avia Investors

Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc., veröffentlicht ihr Engagement-Programm zum Klimawandel. Dieses Programm fokussiert sich auf die von Aviva Investors bestehenden Investitionen bei 30 wichtigen Unternehmen und Emittenten von Kohlenstoffdioxid (CO2).

Erwartung: bis 2050 Netto-Null-Emissionen

Aviva Investors erwartet demnach von diesen 30 Unternehmen, dass sie bis zum Jahr 2050 Netto-Null-Emissionen nach sogenannten Scope-3-Vorgaben erreichen sowie robuste Übergangspläne aufstellen, um ihr Engagement für sofortige Maßnahmen anlässlich des Klimawandels vorzuweisen. Zeitgleich soll sich auch auf globaler Ebene der globale CO2-Ausstoß weiter verringern.

Aviva Investors betrachtet den Klimawandel als die größte systemische Herausforderung für die Gesellschaft, die globale Wirtschaft sowie Unternehmen. Der Vermögensverwalter ist auch der Ansicht, dass nicht zu handeln katastrophale und weitreichende Folgen haben dürfte – auch für die Kapitalmärkte und die Bewertung von Vermögenswerten.

Das Programm soll insgesamt zwischen einem und drei Jahren laufen, abhängig von den individuellen Umständen des Unternehmens, und dabei klare Eskalationsmaßnahmen für Unternehmen beinhalten, die nicht reagieren oder etwa nicht schnell genug handeln. Aviva Investors hat sich dazu verpflichtet, Unternehmen, welche die Klimaerwartungen nicht erfüllen, vollständig zu veräußern. Diese Maßnahmen sollen für alle Aktien- und Anleiheinvestments des Unternehmens gelten.

Unterstützung durch aktiven Dialog

„Anstelle von Unternehmensveräußerungen fördert Aviva Investors im Einklang mit unserer eigenen ESG-Philosophie die positiven Effekte von Engagement und aktivem Dialog als einen effektiveren Mechanismus, um positive Veränderungen und Ergebnisse für unsere Kunden und die Gesellschaft zu erzielen.

Durch einen aktiven Dialog können wir Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen des Wandels zu bewältigen. Damit unser Engagement-Ansatz jedoch Wirkung zeigt, muss er von einem robusten Eskalationsprozess begleitet werden, der auch die ultimative Sanktion einer Veräußerung beinhaltet“, sagt Mirza Baig, Global Head of ESG Research and Stewardship bei Aviva Investors.

Das Engagement-Programm von Aviva Investors umfasst Unternehmen aus den Sektoren Öl und Gas, Metalle und Bergbau sowie Versorgungsunternehmen, die wesentlich zu den gesamten globalen Kohlenstoffemissionen beitragen.

Neuausrichtung von Unternehmensstrategien

Zu den Auflagen gehören die Annahme wissenschaftlich fundierter Ziele, die den gesamten CO2-Fußabdruck der Unternehmen abdecken, die Neuausrichtung von Unternehmensstrategien, Geschäftsplänen und Bilanzstrukturen, Anpassungen der Managementanreize und Lobbying-Aktivitäten.

Die Reaktionsfähigkeit der Unternehmen, die in den Geltungsbereich fallen, wird durch eine qualitative Bewertung des Fortschritts anhand des Aviva Investors Klimaengagement-Programms sowie quantitative Verbesserungen anhand des firmeneigenen Risikomodells für den Klimawandel bestimmt.

Halbjährliche Überwachung

Der Fortschritt der Unternehmen wird halbjährlich von Aviva Investors überwacht und dabei die Notwendigkeit einer möglichen Eskalation bestimmt. Diese kann Abstimmungen gegen Direktoren, die Einreichung von Aktionärsanträgen und die Zusammenarbeit mit verbündeten Stakeholder-Gruppen beinhalten, um weiteren Druck auszuüben.

Unternehmen, die am Ende des Programms keine ausreichenden Fortschritte machen, werden eine vollständige Veräußerung im gesamten Aktien- und Anleiheportfolio von Aviva Investors auslösen.

In Richtung positiver Klimastrategien beeinflussen

„Aktiv investieren und sich engagieren: Dies ist der Schlüssel, um den Wandel von Unternehmen sowie Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise zu fördern. Dieser Ansatz hat zudem die volle Rückendeckung unserer Investmentteams.

Durch die vollständige Integration unseres Ansatzes über Stewardship-Programme und die Investmentteams hinweg, werden wir in der Lage sein, unsere Fähigkeit zu maximieren, die Unternehmen, die wir ins Visier genommen haben, in Richtung positiver Klimastrategien zu beeinflussen.“, ergänzt David Cumming, Chief Investment Officer Equities bei Aviva Investors.

Kapitalgeber müssen entschlossen handeln und kooperieren

„Kapitalgebern kommt eine zunehmend wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, den Klimaschutz und die Energiewende voranzutreiben sowie weitergehende ESG-Anliegen zu berücksichtigen. Einzelne grüne Finanzierungen gehen nicht weit genug. Die Kapitalgeber müssen entschlossen handeln und zusammenarbeiten, um nachhaltige Prinzipien im gesamten Markt zu verankern. Dies betrifft große öffentliche Unternehmen, aber auch kleinere, private Hochzinsemittenten.

Die Unternehmensanleihemärkte sind eine potenziell mächtige, aber noch weitgehend ungenutzte Kraft, die durch bereitgestellte Milliarden von US-Dollar als Fremdfinanzierung erheblichen Einfluss auf Unternehmen ausüben können. Jene Fälle, in denen Gläubiger gemeinsam mit Aktionären handeln können, wie wir es bei Aviva Investors tun, können besonders mächtig sein“, so Colin Purdie, Chief Investment Officer Credit bei Aviva Investors.

(Aviva Investors/Manuela Blisse)

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